Latvala gibt in Sardinien Gas

Auf den Sieg in Griechenland folgt für den Finnen der Qualifikationssieg samt bester Startposition.
© McKlien
Von Carl McKellar

Jari-Matti Latvala nutzte seine Chance auf einen möglichen zweiten Sieg in Folge bei der Rallye-Weltmeisterschaft, indem er bei der Qualifikation in Sardinien am Donnerstag seinen Konkurrenten davonfuhr. Damit sicherte er sich auch die beste Startposition für das Rennen am Freitagmorgen.

In seinem VW Polo R stellte Latvala auf der Schotteretappe eine Bestzeit von drei Minuten und 12,655 Sekunden auf. Er fuhr über eine halbe Sekunde schneller als Evgeny Novikov im M-Sport Fiesta und gut 1,5 Sekunden schneller als VW-Teamkollege und Führender der Gesamtwertung Sébastien Ogier. Der kam als Drittschnellster ins Ziel.

Es überrascht dabei kaum, dass die Fahrer am Freitag genau in umgekehrter Reihenfolge des Qualifikationsergebnisses starten werden. Latvala wählte die Startposition 13, die letzte der WRC-Fahrer.

Strategisch gesehen eine kluge Entscheidung, denn die Fahrer vor ihm werden die Strecke „freiräumen“.

Es ist wichtig, in der Startreihenfolge so weit hinten wie möglich zu starten.

Latvala sagte: „Besonders in Sardinien ist der Säuberungseffekt ausschlaggebend – das konnten wir bereits am Morgen bei den Trainingsfahrten auf der Qualifikationsstrecke sehen.“

„Die Etappenzeiten wurden kontinuierlich besser, daher ist es wichtig, in der Startreihenfolge so weit hinten wie möglich zu starten.“

Doch Latvala rechnet bei der Rallye Sardinien mit allem. Schließlich müssen die Fahrer die Strecke der Rally Italia Sardegna an zwei gefährlich langen Tagen bewältigen. Am Freitag verlassen die Autos den Servicepark an der Ostküste des Hafens von Olbia bereits um 6:30 Uhr, fahren sechs Etappen und kehren erst 12 Stunden später zum Servicebereich zurück. Am Abend geht es dann auf zwei weitere Etappen.

Während der ersten sechs Etappen haben die Fahrer nur eine Möglichkeit, ihre Wagen zu reparieren. Die Mechaniker warten in einem abgelegenen Servicepark in Sassari, etwa 100km entfernt auf der anderen Seite der Insel. Da die Crews maximal zwei Ersatzreifen an Bord ihres Autos haben dürfen, werden sie wohl beten, keine Reifenpannen zu erleiden.

Freitag wird ein sehr langer und heißer Tag werden.

Zudem müssen die Fahrer auch die drückende Hitze Sardiniens aushalten: In den Autos können die Temperaturen auf über 50 Grad ansteigen.

Latvala fügte hinzu: „Das Ergebnis von Griechenland war wirklich klasse, aber das ist jetzt Geschichte. Hier gilt nun: neue Rallye, neue Bedingungen. Ok, wir haben eine gute Startposition, aber ehrlich gesagt wird Freitag ein sehr langer und heißer Tag werden.“

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Startreihenfolge: Rally d’Italia Sardegna
1. Khalid Al Qassimi, Citroën DS3
2. Michal Kosciuszko, M-Sport Ford Fiesta RS
3. Elfyn Evans, M-Sport Ford Fiesta RS
4. PerGunnar Andersson, Ford Fiesta RS
5. Martin Prokop, Jipocar Ford Fiesta RS
6. Andreas Mikkelsen, VW Polo R
7. Daniel Sordo, Citroën DS3
8. Mads Ostberg, M-Sport Ford Fiesta RS
9. Thierry Neuville, M-Sport Ford Fiesta RS
10. Mikko Hirvonen, Citroën DS3
11. Sébastien Ogier, VW Polo R
12. Evgeny Novikov, M-Sport Ford Fiesta RS
13. Jari-Matti Latvala, VW Polo R

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