Meo und Nambotin räumen in Griechenland ab

Antoine Meo und Christophe Nambotin: Beide holten in Griechenland Titel in ihren jeweiligen Klassen.
Meo und Nambotin gewinnen haushoch in Griechenland.
Meo und Nambotin gewinnen haushoch in Griechenland © Robert Lynn
Von Robert Lynn

Die Führung in der Meisterschaft fest im Griff fuhr das französische Rider-Paar zur sechsten Runde der Series ins griechische Kastoria. Die Chancen auf einen Sieg standen gut.

Mit einer 41-Punkte-Führung gegenüber seinem heimlichen Rivalen in der Enduro-1-Klasse, hätte Antoine Meo nur den Zweitplatzierten Juha Salinen schlagen müssen, um sich seinen vierten Weltmeistertitel in Folge zu sichern. Aber sein Wochenende wurde zum schlimmsten überhaupt: angefangen damit, dass der KTM-Fahrer schon beim SuperTest am Freitag zu Boden ging. Mit 12 Sekunden Abstand wurde bereits der erste Tag zur harten Herausforderung.

Weit vom Ziel entfernt kämpfte sich Meo am Samstagmorgen zurück. Es daurte nicht lang, bis er an die Spitze der Enduro-1-Klasse vorfuhr. Souverän spielte Meo sein Spiel im harten, staubigen Terrain weiter und baute seinen Vorteil aus. Er gewann vor Cristobal Guerrero und Jeremy Joly (der zum ersten Mal auf das Enduro-1-Podium fuhr).

Jeremy Joly bestieg sein erstes E1-Podium.
Jeremy Joly bestieg sein erstes E1-Podium © Robert Lynn

Abgesehen davon, dass er am zweiten Tag nicht um den Sieg kämpfen musste, schaltete Meo keineswegs einen Gang zurück. Entschlossen den Titel klarzumachen, führte er seine Klasse spielend leicht an und handelte nebenbei mit Christophe Nambotin die inoffizielle Gesamtklassifikation aus. Mit einem überragenden Tagessieg gekrönt, ritt der KTM-Fahrer dann in den Parc fermé als neuer Enduro-1-Weltmeister ein.

Mit einer gesunden 47-Punkte-Führung in der Enduro-3-Klasse musste auch Nambotin nicht gewinnen, um seinen Titel zu sichern. Aber wie Meo, so war auch er entschlossen, zum Champion gekrönt werden zu wollen. Mit einem beinahe Start-Ziel-Sieg am ersten Tag vor Fabien Planet und Mathias Bellino kam er der Meisterschaft einen Schritt näher.

Die Aufmerksamkeit auf Meo und den Kampf um einen überragenden Sieg gelenkt, distanzierte sich Nambotin an Tag zwei vom Rest seiner Klasse. Eine unschlagbare 70-Sekunden-Siegdifferenz vor Bellino and Aigar Leok herausfahrend, verteidigte der Franzose erfolgreich seinen Titel.

Aber damit nicht genug, denn auch in der Enduro-2-Klasse hat die Fahrer der Ehrgeiz gepackt. Die Rennen boten erbitterte Kämpfe und Rangeleien: An Tag eins beendete Pela Renet seine Durststrecke und griff nach dem Sieg, nachdem er das ganze Rennen über mit Alex Salvini um den Sieg gekämpft hatte, und entschied den Zweikampf mit 2 Sekunden Vorsprung schlussendlich für sich.

Alex Salvini war in Griechenland in Kampflaune.
Alex Salvini war in Griechenland in Kampflaune © Robert Lynn

Am zweiten Tag setzte das Duo seine Rivalität fort. Renet führte das Rennen zum Großteil an und war auf Doppelsieg-Kurs, bis Salvini ihn in der letzten Runde attackierte. Er nahm Geschwindigkeit auf, und kam auf Renets Level, als sie in den letzten Extreme Test einfuhren. Alles riskierend gelang Salvini die schnellste Zeit, um Renet den Sieg mit nur drei Zehntelsekunden Vorsprung wegzuschnappen. Verständlicherweise enttäuscht von dem Ergebnis war der Zweitplatzierte Renet hinter dem überglücklichen Salvini. Ivan Cervantes machte die Top Drei komplett.

In der Enduro-Junior-Klasse gewann Matt Phillips am ersten Tag, bevor Loic Larrieu seinen Debütsieg am zweiten Tag einfuhr.

Die Enduro World Championship endet mit der siebten und finalen Runde der Serie am 7. und 8. September in Frankreich.

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