Chris Birch: Projekt 1

Chris Birch hat die X Games in Los Angeles im Visier und ist in Rumänien wieder voll dabei.
Chris Birch bei den Red Bull Romaniacs in Sibiu (Rumänien).
Chris Birch Red Bull Romaniacs 2012 © Dmytro Vakulka/Red Bull Content Pool
Von Robert Lynn

Nach der Rückkehr in seine Heimat Neuseeland Ende 2012 wurde Birch auch zum ersten Mal Vater; seine kleine Tochter heißt Zoe. Birch schränkte seine Reisen zu Rennen in Übersee bewusst ein, um mehr Zeit mit seiner Familie zu Hause zu verbringen und genoss die Freuden eines frischgebackenen Vaters.

„Dieses Jahr habe ich mich aus der Hard Enduro-Szene zurückgezogen“, bestätigte Chris. „Ende letzten Jahres bin ich zurück nach Neuseeland gezogen, um eine Familie zu gründen. Zoe hat vieles verändert, aber es ist eine fantastische Erfahrung.“

Wieder zu Hause zu fahren, hat Spaß gemacht

Trotzdem hing er seine Stiefel nicht endgültig an den Nagel, sondern nahm stattdessen an der neuseeländischen Enduro-Meisterschaft teil – und gewann selbstverständlich.

„Es war ein Riesenspaß, wieder zu Hause ein Rennen zu fahren. Die Rennen laufen hier völlig anders als in Südafrika, also musste ich mich erst daran gewöhnen. Sie werden komplett als Time Card-Rennen geführt, also habe ich im Winter hart trainiert, um dafür bereit zu sein. Ich hab mein Tempo sofort gefunden, gewann die erste Runde und siegte schließlich in der Meisterschaft. Ich hätte niemals erwartet, nochmals neuseeländischer Meister zu werden.“

Doch wie man es von Birch gewohnt ist, war der Neuseeländer weiter auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Und hat mit dem Endurocross-Projekt eine gefunden.

© Jonty Edmunds

„Ich möchte herausfinden, ob man nicht auch als Rookie-Endurocross-Fahrer die Qualifizierung für die X Games schafft. Das ist eine schwierige Aufgabe, aber ich gehe mit vollem Einsatz an die Sache heran.

„Zu Hause habe ich einen Endurocross-Track zum Trainieren gebaut – er basiert auf dem X Games Track des letzten Jahres. Außerdem nahm ich an einer Runde der AMA EnduroCross-Meisterschaft in den USA teil. Ich hatte keine Chance, aber konnte dennoch viel lernen.“

Romaniacs ist einer der Höhepunkte meiner Saison

Obwohl er sich auf die Endurocross-Rennen konzentriert, durfte er beim Red Bull Romaniacs-Event auf keinen Fall fehlen. Als früherer Champion des härtesten und längsten Hard Enduro-Rennens im Kalender hat Birch einen Podiumsplatz am Ende der Woche im Visier, und wird dann sein Endurocross-Projekt fortsetzen.

„Ich liebe das Red Bull Romaniacs-Rennen – das ist einer der Höhepunkte meiner Saison. Das Rennniveau ist dieses Jahr extrem hoch, es wird also ein hartes Rennen werden. Glück spielt in diesem Rennen eine große Rolle, und man muss sich auf seine Instinkte verlassen. Das Geheimnis ist meiner Meinung nach, dass man das Tempo beibehalten muss, bei dem man sich wohlfühlt.

„Es sind so viele andere gute Fahrer am Start, dass für mich der Druck zu gewinnen nicht so groß ist. Aber mein Ziel ist ein Podiumsplatz. Letztes Jahr war ein Desaster, denn ich brach mir am ersten Tag den Fuß und fuhr dennoch bis zum Ende durch. Ich fühle mich fit, gesund und bin wirklich viel gefahren. Ich will es definitiv unter die Top 3 schaffen.”

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