Jarvis zeigt an Tag eins in Sibiu, wo es langgeht

Graham Jarvis ließ nichts anbrennen und siegte am ersten Tag des Red Bull Romaniacs.
© Robert Lynn/Future 7 Media
Von Robert Lynn

Am ersten richtigen Renntag beim Red Bull Romaniacs ließ Graham Jarvis seine Rivalen hinter sich und siegte souverän.

Jarvis ging in der Etappe am ersten Tag als Vierter an den Start, legte sich mächtig ins Zeug und gab alles, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Im Wissen um einen Rückstand von 11 Minuten auf Paul Bolton – der die Etappe eröffnet hatte – arbeitete Jarvis sich an die Spitze des Feldes vor und übernahm die Kontrolle bis zum Service-Check.

Trotz der starken Hitze und der unglaublich anspruchsvollen Piste war Jarvis in seinem Element und hatte keine Schwierigkeiten, allen anderen davonzufahren. Nach 131 Kilometern fuhr er mit einem Vorsprung von über dreißig Minuten über die Ziellinie und war mit seinem Tageswerk sehr zufrieden.

„Das war ein harter Tag“, kommentierte Jarvis. „Die Veranstalter hatten gesagt, dass der erste Tag hart sein würde und sie haben die Wahrheit gesagt. Ehrlich gesagt, solch einen harten Tag auf dem Rad habe ich, glaube ich, noch nicht erlebt. Einmal brauchte ich Hilfe, nur um es überhaupt den Hang nach oben zu schaffen.“

„Aber ich freue mich riesig, dass es so gut gelaufen ist. Als Vierter am Start wusste ich, dass ich mich anstrengen musste. Ich hing mich also von Beginn an voll rein und schaffte den Sieg. Ein besseres Ergebnis hätte ich mir für heute gar nicht wünschen können.“

Lettenbichler gab alles und wurde Zweiter
Lettenbichler gab alles und wurde Zweiter © Robert Lynn/Future 7 Media

Als neunter Fahrer am Start kämpfte Andreas Lettenbichler bis zum Ende und wurde hinter Jarvis Zweiter. Er war zu Alfredo Gomez aufgerückt und das Duo wechselte im letzten Abschnitt des Rennens im Zweikampf vor Start-Ziel-Flagge die Plätze. Erst fünf Kilometer vor dem Ziel zog Lettenbichler wieder an Gomez vorbei und fuhr auf Rang zwei.

„Es war ein anstrengender, aber guter Tag“, bestätigte Lettenbichler. „Der erste Teil des Rennens war ziemlich schnell und flüssig, und ich arbeitete mich langsam aber sicher nach vorne. Doch nach der Tankpause, wurde der Track eindeutig schwieriger. An einer Stelle musste ich mein Bike hinlegen und einen Hügel hinunterrutschen.“

„Am Ende lieferte ich mir einen tollen Zweikampf mit Gomez. Er überholte mich auf dem letzten Abschnitt ‘Bad Shape’, doch dann konnte ich im Endspurt wieder an ihm vorbeiziehen und wurde Zweiter.“

Jonny Walker hatte zahlreiche Probleme
Jonny Walker hatte zahlreiche Probleme © Robert Lynn/Future 7 Media

Alfredo Gomez beeindruckte alle, als er bei seinem Debüt beim Red Bull Romaniacs an Tag eins Dritter wurde.

„Es war ein gutes Rennen“, so Gomez. „Dies war mein allererster Tag beim Red Bull Romaniacs, also bin ich wirklich glücklich, dass ich heute auf Rang drei gefahren bin.“

Ben Hemingway nahm das Rennen gelassen und behielt einen guten Rhythmus bei. So konnte er seine Position den ganzen Tag über halten. Er wehrte einen Angriff von Walker erfolgreich ab und konnte sich gegen ihn am berüchtigten ‘Bad Shape’ durchsetzen, um schließlich Vierter zu werden.

Jonny Walker kam schnell vom Start weg, hatte dann allerdings einige Probleme und fiel zurück. Er stürzte schwer und fünf Minuten vor dem Service-Check ging ihm der Kraftstoff aus. Er konnte dann noch Tempo gut machen und wurde am Ende Fünfter.

Tag eins brachte alle Teilnehmer absolut an ihre Leistungsgrenzen. Von vierzig Fahrern der Profi-Klasse qualifizierten sich nur acht, die an Tag eins das Ziel erreichten. Am zweiten Tag verlassen die Fahrer Sibiu und ziehen weiter, um in Petrosani zu übernachten.

Related
Jonny Walker
read more about
Zur nächsten Story