Ryan Dungey wirbelt neuerdings mächtig Staub auf

Ryan Dungey von Red Bull KTM kommt allmählich in Fahrt mit seinem zweiten Folgesieg in Southwick.
Ryan Dungey wirbelt noch mächtig Staub auf.
Ryan Dungey wirbelt noch mächtig Staub auf © Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Nachdem er Anfang des Jahres deutlich unterlegen gegenüber Ryan Villopotos überwältigendem Tempo war, hat sich Ryan Dungey von Red Bull KTM mittlerweile in Topform gefahren und ist dabei ein eindrucksvolles Comeback hinzulegen: mit bereits zwei Siegen in Folge in Budds Creek und Southwick. Exakt zum Saisonmittelpunkt hofft er nun darauf, den Schwung in die zweite Hälfte mitnehmen zu können, um so das Defizit von zwölf Punkten, das ihn noch vom Spitzenreiter in der Championshipwertung Villopoto trennt, aufzuholen. Wir sprachen mit Dungey nach seinem Sieg in Southwick.

RedBull.com: Führ uns einmal durch deinen Tag ...

Ryan Dungey: Heute lief es gut. Es gab im ersten Turn ein bisschen Gerangel. Aber wir haben es geschafft da irgendwie gut rauszukommen. Ich wurde aber ein bisschen aufgehalten. [Justin] Brayton zog vor mich und ich konnte nicht ausweichen. Also hab ich versucht nach innen zu ziehen, aber das ging nicht, sodass ich kurz warten musste und ein wenig zurückfiel. Aber wir legten danach einen guten und harten Push hin und überholten ein paar Kerle. Ich dachte, dass ich das Feld anführte, als ich an [Brett] Metcalfe vorbeizog, aber dann bekam ich das Zeichen '-4' von meinem Mechaniker Carlos [Rivera] und dachte: 'na gut'. Dann sah ich [Andrew] Short und dachte 'ich will nicht respektlos sein'. Ich dachte, er wäre ein Lapper. Aber er fuhr richtig stark. Er ließ mich nicht vorbei und ich sagte mir: 'OK, immerhin bist du Zweiter.' Also war ich ein bisschen verwirrt, aber es war am Ende gut den Sieg zu holen.

Ryan Dungey arbeitet hart an seiner Aufholjagd.
Ryan Dungey arbeitet an seiner Aufholjagd © Simon Cudby/KTM/Red Bull Content Pool

RB: Wir wissen, dass du als Rider mit Sand aufgewachsen bist. Aber inwiefern ist der Sand hier in Southwich anders als herkömmlicher Sand?

RD: Ich bin als Kind quasi im Sandkasten aufgewachsen. So fuhren wir als erstes auf einer Sandpiste. Aber das ist etwas ganz anderes. Vor allem jetzt, nachdem ich letztes Jahr drüben in Lommel beim Des Nations war. Das war hart! Der Grund ist so hart hier. Nicht, dass das schlecht ist. Aber wenn du denkst, dass du in einem weichen Abschnitt bist, fühlen sich die Bumps plötzlich umso härter an und bekommen Kanten. Das macht es ein bisschen schwierig. Dein Heck kommt zusätzlich ins Schlittern, noch mehr als sowieso schon. Die Bumps sind wirklich scharf und kantig. Ich glaube, das hat viele Leute in beiden Klassen heute hart erwischt. Trey [Canard] und [James] Stewart haben sich im selben Abschnitt genau vor mir hin gepackt. Das war sehr hässlich. So einen hässlichen Unfall zu bauen ist natürlich nichts gut. Tatsächlich lief es aber besser, je unebener es wurde.

RB: Zu Saisonbeginn gewann Villopoto mit ziemlich großem Abstand, aber du konntest das Rennen um die Meisterschaft zuletzt wieder spannender gestalten. Es sieht aus als hättest du es geschafft, Ruhe zu bewahren und jedes Rennen für sich zu nehmen. Wie wichtig ist das?

RD: Ich denke, es kommt darauf an, jedes Rennen ganz für sich anzugehen, vom Event, den Motos und selbst die einzelnen Runden. Zwölf Punkte sehen erstmal nach nicht viel aus. Das ist es aber, wenn wir weiter so Punkte hin- und herschieben. Es ist Halbzeit. Natürlich ist Villopoto am Anfang sehr gut gefahren. Aber wir haben Fortschritte mit unserem Bike gemacht und jetzt sind wir auf Augenhöhe. Alles ist da. Ryan [Villopoto] sieht das nicht gern, und er wird aggressiver werden. Er wird mehr Siege holen wollen, und wir werden noch härter pushen.

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