Jarvis viertes Mal Sieger beim Red Bull Romaniacs

Graham Jarvis schreibt mit seinem diesjährigen Triumph beim Red Bull Romaniacs Geschichte.
© Robert Lynn/Future 7 Media
Von Robert Lynn

Sein Erfolg am vierten und letzten Tag beim Red Bull Romaniacs, und damit sein vierter Sieg, machte Graham Jarvis zum erfolgreichsten Fahrer in der zehnjährigen Geschichte dieses Events.

Jarvis begann den letzten Renntag mit einem soliden Vorsprung und hatte beste Aussichten auf den Sieg. Doch im Hard Enduro ist bekanntlich nichts unmöglich, daher behielt der Brite sein Tempo unvermindert bei. Jarvis startete als Erster und blieb den ganzen Tag über an der Spitze des Feldes. Er erreichte die Zielarena in Dealul Gușteriței, jagte den fast senkrechten Hügel nach oben und fuhr schließlich als Champion des diesjährigen Red Bull Romaniacs über die Ziellinie.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, den Bull Romaniacs vier Mal gewonnen zu haben” bestätigte Jarvis nach der Podiumsfeier. „Diese Woche war hart, aber ich bin überglücklich, dass ich gewonnen habe.”

„Insgesamt lief alles sehr gut - und so wie geplant. Der große Vorsprung, den ich am ersten Tag rausfahren konnte, war eine echte Hilfe und gab mir die Gewissheit, dass ich siegen könnte. Aber ich habe versucht, nicht zu viel darüber nachzudenken. In diesem Rennen kann so viel passieren, also habe ich jeden Tag alles gegeben. Nur beim letzten Service Check heute habe ich mich endlich entspannt – ich merkte, dass mir den Sieg keiner mehr nehmen konnte. Dieser vierte Erfolg hier bedeutet mir sehr viel.”

Jarvis ist erfolgreichster Fahrer des Romaniacs
Jarvis ist erfolgreichster Fahrer des Romaniacs © Robert Lynn/Future 7 Media

Alfredo Gomez lag in diesem schnellen Rennen an zweiter Stelle und beendet diese Woche hinter Jarvis auf dem zweiten Platz. Obwohl Gomez noch nie bei diesem Rennen dabei gewesen war, war seine Leistung Tag für Tag beeindruckend. Der Spanier blieb konstant unter den Top Drei und landete auf Rang zwei. Er setzte sich mit sechs Minuten Vorsprung gegen Andreas Lettenbichler durch.

„Dieses Rennen lief besser, als ich mir jemals hätte erträumen können”, kommentierte Gomez. „Mein Ziel hier war ein Platz unter den Top Fünf. Dass ich Zweiter geworden bin, ist unfassbar.”

„Es war mir klar, dass der Kampf um einen Podiumsplatz hart werden würde. Lettenbichler lag nicht allzu weit hinter mir. Ich war daher etwas nervös und machte viele Fehler. Am Nachmittag lief es dann rund und ich fand einen guten Rhythmus. Am Ende als Zweiter auf dem Siegertreppchen zu stehen, war fantastisch.”

Lettenbichler setzte seine Podiumsplatzserie beim Red Bull Romaniacs erfolgreich fort. Am Ende des vierten Tags stand er neben Jarvis und Gomez auf dem Siegerpodest.

„Insgesamt war es für mich eine großartige Woche”, sagte Lettenbichler. „Als es heute losging, wusste ich, dass jeder noch eine Chance auf das Podium hatte. Am Vormittag hatte ich noch einige Probleme mit dem Kühlungslüfter, die erst beim Service Check behoben wurden. Dadurch wurde es zwischen mir und Jonny Walker recht eng, und ich habe am Nachmittag alles gegeben. Die letzten dreißig Kilometer gab ich Vollgas und habe einiges riskiert, aber Gott sei Dank hat alles geklappt – ich freue mich riesig.”

Graham Jarvis bezwingt die Felsbrocken
Graham Jarvis bezwingt die Felsbrocken © Robert Lynn/Future 7 Media

Walker wusste, dass auch er es auf das Podium schaffen konnte und griff vom Start weg sofort an. Er kam Gomez und Lettenbichler gefährlich nahe und schnappte diesem fast den dritten Platz weg. Doch ein Navigationsfehler kostete ihn Zeit, und so musste sich Walker am Schluss mit Rang vier zufrieden geben.

Paul Bolton beendete Tag vier mit einem weiteren guten Ergebnis. Er wurde Vierter und landete in der Gesamtwertung auf Rang fünf.

Gesamtendwertung
1. Graham Jarvis, UK, Husaberg, 23 Stunden 46 Minuten 55 Sekunden
2. Alfredo Gomez, Spanien, Husaberg, 24:32:21
3. Andreas Lettenbichler, Deutschland, Husqvarna, 24:46:57
4. Jonny Walker, GB, KTM, 24:50:46
5. Paul Bolton, GB, KTM, 26:01:54
6. Chris Birch, Neuseeland, KTM, 26:05:26
7. Ben Hemingway, GB, Beta, 26:42:26
8. Philipp Scholz, Deutschland, KTM, 32:02:41
9. Lars Enoeckl, Österreich, KTM, 32:06:36
10. Wade Young, Südafrika, Husaberg, 32:10:37
 

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