Hot List: Italiens Größen in der WRC

Italienische Talente sind in der WRC rar, doch werfen wir einen Blick auf Italiens Stars und Autos.
Der Stratos mit Ferrarimotor kam bei Fans gut an © McKlein
Von Carl McKellar

Trotz Italiens Geschichte und Leidenschaft für den Motorsport, ist es mehr als 20 Jahre her, dass die Italiener einem Landsmann im World Rallye Racing zujubeln konnten. Also durchforsteten wir die Archive der Top-Fotoagentur McKlein und förderten einige wunderbare Bilder von den größten WRC-Autos und Rennfahrern Italiens zutage.

Sandro Munari
Der Venezianer stand in den 70er Jahren für Lancia, er gewann 1972 die Rallye Monte Carlo in seinem Modell Fulvia, worauf sieben Siege bei 36 Starts bei der WRC zwischen 1974 und 1977 folgten. Diese gelangen ihm in einem der spektakulärsten Autos, das die Rallye-Welt je gesehen hat, dem Lancia Stratos. 1977 konnte er die Trophäe des FIA Cup for Drivers, aus dem dann die WRC wurde, hoch in den Himmel heben.

1977 war Sandro Munari King of the Hill. © McKlein

Miki Biasion
Biasion ist wie Munari ein Venezianer und kommt aus einem Ort mit dem vielversprechenden Namen Bessano del Grappa. Er gewann die italienischen und europäischen Titel in dem üppigen Modell 037 und dann noch 2 WRC Crowns im Delta Integrale. Er schaffte insgesamt 17 Titel auf Top-Niveau, 16 davon in verschiedenen Lancias (S4, Delta HF, Delta Integrale). Komisch, dass er seinen letzten Rallye-Sieg 1993 in einem Ford feierte...

Miki Biasion gewann zwei WRC Titel für Italien. © McKlein

Fiat 131 Abarth
Der kastenförmige Abarth war wunderbar anzusehen, wie auch immer das Livree aussah. Er war auch sehr erfolgreich, denn er gewann drei Werkstitel (1977, 78 und 80). Von 1976 – 81 siegte er bei 18 Rallyes und brachte Markku Alen und Walter Rohrl 1978 Titel im FIA Cup for Drivers und 1980 in der WRC.

Fiat’s Abarth galt als wild in den den 70er Jahren © McKlein

Lancia Stratos
Der Stratos (Bild oben) war das Auto, das den Fans den Atem raubte. Es ist leicht zu sehen, warum, denn noch heute sieht er einfach super aus. Er war speziell für den Wettkampf konzipiert, im Gegensatz zu seinen Rivalen, aus denen sich auch Straßenmodelle ableiten ließen. Seine Pfeilform und sein 2,4 Liter V6 Ferrari Dino Motor sorgten dafür, dass es ein Spektakel war ihm zuzusehen! Auch wenn der Wagen nicht dominierte, gewann er zwischen 1974 und 1978 achtzehn wichtige Rallyes und drei Werkstitel für Lancia (1974, 75 & 76). Außerdem gewann die italienische Legende Sandro Munari 1977 eine Drivers Crown in einem Stratos. Und er war nirgendwo heimischer als auf einer Bergstraße in Monte Carlo, Corsica oder Sanremo.

Lancia 037 war Italiens erstes Auto der Gruppe B. © McKlein

Lancia 037
Der niedrige 037 war das letzte Fahrzeug mit Heckantrieb, das 1983 die World Crown der Hersteller gewann, aber es wurde schnell von den Rivalen überholt, die begannen, die Vierradantriebstechnik zu beherrschen. Von einem 325 bhp, vier Zylinder, 2 Liter-Kompressormotor angetrieben, gewann der Wagen sechs Mal - jeweils drei Mal in den Händen von Walter Rohrl und Markku Alen, die ihm seinen letzten Sieg in 1984 schenkten.

Der skandalöse Delta gewann 1986 den Titel... © McKlein

Lancia Delta
Der Delta kam in drei Phasen: das Modell S4 während der Gruppe B-Ära (1985-86), gefolgt von den HF- und Integral- Versionen, als die WRC 1987 auf die langsameren Bestimmungen des Reglements der Gruppe A umstellte.
Der S4 gewann nur fünf Rallyes, aber bleibt dennoch als einer der spektakulärsten, schönsten und
atemberaubend schnellsten Wagen in Erinnerung, die jemals auf einem Streckenabschnitt gesehen wurden. Sein Doppelkompressor-Vier-Zylinder- Motor produziert fast 600bhp, während seine gekrümmte Karosserie ihm ein unheimliches Aussehen verleiht - auch in hübschen Martini-Farben.

Der Delta war Italiens erfolgreichstes WRC-Auto © McKlein

Traurigerweise wird er für immer als das Auto in Erinnerung bleiben, in dem der legendäre Henri Toivenen 1986 sein Leben verlor. Auch wenn Markku Alen im gleichen Jahr dicht daran kam, in seinem S4 den Titel zu holen. Um genau zu sein, er gewann ihn und verlor ihn ein paar Wochen später auf Grund einer komplizierten FIA- Entscheidung wieder. Dann folgten der Delta HF und der Delta Integral. Zwischen 1987 und 1992 gewannen die beiden Wagen 46 Rallyes sowie vier ‚Drivers’-Titel: Juha Kankkunen (1987 & 91) und Miki Biasion (88-89). 

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Fangios Multimillionen-Mercedes W196

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