James Stewart Interview: Ein langersehnter Sieg

James Stewart spricht mit uns über seinen ersten Sieg der Saison 2013 in Spring Creek.
Von Aaron Hansel

Auch wenn es unausweichlich schien, brauchte es acht Runden, bis James Stewart seinen ersten Sieg beim Lucas Oil Pro Motocross 2013 einfahren konnte. Der Fahrer von Yoshimura Suzuki holte ein 1-3 beim Red Bull Spring Creek National und beendete endlich seine Pechsträhne. Folgendes hatte ein glücklicher Stewart über seinen Triumph zu sagen.

Red Bull: Erzähl, wie war es, James!
James Stewart: Ich habe das erste Moto gewonnen und hatte damit die Chance auf den Gesamtsieg, was etwas Besonderes ist. Vor allem wenn man bedenkt, wie meine Saison bisher gelaufen ist. Die Dinge laufen immer besser, also bin ich zufrieden. Das hier waren wahrscheinlich die zwei härtesten Motos seitdem ich letztes Jahr gegen Ryan Dungey gefahren bin.

Ich hätte ein paar Mal fast einen Unfall gehabt

RB: Im zweiten Moto ging es häufig vor und zurück.
JS: Ich landete im zweiten Moto einen Holeshot, aber Dungey überholte mich. Ich überholte ihn, dann er wieder mich. Dann überholte mich Trey, ich überholte ihn, es war ein richtiges Feuerwerk zwischen uns!

Das war wahrscheinlich seit Langem das schnellste Rennen auf einer Outdoor-Strecke, das ich gefahren bin, ganz schön grenzwertig. Bei den ganzen Schlachtrufen hätte ich ein paar Mal fast einen Unfall gehabt, auch hinter der Ziellinie. Aber es hat Spaß gemacht.

James Stewart beim Spring Creek Motocross National 2013 in Millville.
James Stewart in Form in Spring Creek © Ryan Cooley/Red Bull Content Pool

RB: Du und Trey, ihr habt euch nicht zurück gehalten...
JS: Er fährt aggressiv, aber bleibt immer sauber. Ich respektiere das. Manche Typen fahren schmutzig. Ich wusste, er würde Dampf ablassen, und ich ließ auch Dampf ab, also sind wir aufeinander getroffen. Es war hart, aber fair.

RB: Du hast dieses Jahr keinen Sieg geholt, aber du scheinst bei den Rennen Spaß zu haben. Ist das ein guter Deal?
JS: Sogar in der Supercross-Saison, so beschissen sie auch war, hatte ich eigentlich Spaß. Ich glaube, die Leute verwirrt das, wenn ich lächelnd ins Ziel komme. Sie denken, es würde mich nicht kümmern. Das tut es. Aber ich habe gelernt, dass man Spaß an dem haben muss, was man tut.

Ich habe mehr Spaß als früher

Eines Tages werde ich älter sein und mich fragen: 'Warum habe ich diese Zeit nicht genossen?' Ich habe alle Rennen in der 125er gewonnen und verließ sie ungeschlagen [in 2008]. Ich habe mehr Spaß als früher, aber ich komme wütend aus den Rennen. Ich schaue mir immer noch jeden Tag Rennen an. Ich studiere sie wie kein Anderer. Aber ich kann sie auch genießen und sagen, dass ich hier heil raus gekommen bin und nächstes Wochenende wieder an den Start gehe.

RB: Wie viele Jahre wirst du noch Motocross fahren?
JS: So lange wie ich mithalten kann, werde ich fahren. Ich denke nicht, dass ich an Leistung eingebüßt habe. Ich denke, die anderen Typen sind einfach besser geworden. Im Laufe der Saison bin ich schneller und schneller geworden, das macht mich zufrieden.

Ich möchte mein Leben genießen

Und es muss mir Spaß machen. Wenn ich gewinne und keinen Spaß habe, werde ich aufhören. Wenn es keinen Spaß mehr macht, Rennen zu fahren, werde ich es nicht tun. Es ist einfach zu gefährlich. Ich war mein ganzes Leben auf der Piste. Ich möchte genießen, was ich tue, ob Golfspielen oder eben Rennen am Wochenende. Ich möchte mein Leben genießen. Wer einen gefährlichen Sport ausübt und nicht mal Spaß daran hat, sollte sich etwas anderes suchen.

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