Fast Talk: Malcolm Stewart

Der Jüngere der beiden Stewart-Brüder sorgt in seiner ersten 450er-Saison für Wirbel.
Malcolm Stewart gewöhnt sich an die 450er-Klasse
Malcolm Stewart gewöhnt sich an die 450er-Klasse © Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Nachdem sich Malcolm Stewarts Team J-Star JDR KTM nach der Supercross-Saison auflöste, stand Stewart ohne ein Team für den Sommer da. Dann wurde er in letzter Minute gebeten, für den verletzten Christian Craig im Troy Lee Designs Lucas Oil Honda Team einzuspringen. Bis jetzt hat er sich hervorragend geschlagen, besonders wenn man bedenkt, dass es seine erste Saison auf einer 450er ist. Wir sprachen mit Stewart über seine Saison und darüber, wie es sich anfühlt, endlich auch in Wettkämpfen gegen seinen Bruder James anzutreten.

Red Bull: Wie ist das Leben in der 450er-Klasse?
Malcolm Stewart: Es ist gut. Ich habe bisher einige sehr gute und ein paar weniger gute Ergebnisse erzielt. Insgesamt würde ich sagen, dass die Jungs hier auf jeden Fall etwas talentierter sind als die Fahrer der 250er-Klasse!

Malcolm Stewart wurde in letzter Minute engagiert
Malcolm Stewart wurde in letzter Minute engagiert © Garth Milan/Red Bull Content Pool

RB: Hast du am Anfang der Saison damit gerechnet, dass du mal so gute Ergebnisse wie den dritten Platz im zweiten Moto in Budds Creek erzielen würdest?
MS: Nein, das habe ich nicht kommen sehen! Ich wusste, dass ich ein paar Mal unter den Top Ten landen würde, aber einen dritten Platz hatte ich nicht erwartet. Jetzt weiß ich, wenn alles perfekt läuft, kann ich es auf das Podium schaffen. Das habe ich mir zum Ziel gesetzt. Aber natürlich ist mir auch meine Sicherheit sehr wichtig. Viele Fahrer verletzen sich. Sie fahren zu Beginn zwei oder drei Rennen mit und dann verletzten sie sich. Bis jetzt habe ich jede Saison verletzungsfrei überstanden, und das ist und bleibt mein größtes Ziel.

RB: Wie fühlt es sich an, gegen deinen Bruder James zu fahren? Nimmst du ihn draußen bewusst war oder ist er für dich ein Fahrer wie jeder andere?
MS: Ich sehe ihn oft. Das liegt einfach daran, dass ich seinen Style, seine Farben und einfach alles kenne. Wenn er mir auf der Strecke begegnet, erkenne ich ihn sofort. Er ist ein Fahrer wie jeder andere, aber gleichzeitig ist er doch mein Bruder. Wir sind eins und wir versuchen, alle anderen zu besiegen Das vergesse ich nie.

Malcolm will James besiegen (und alle anderen)
Malcolm will James besiegen (und alle anderen) © Garth Milan/Red Bull Content Pool

RB: Du hast ihn in diesem Sommer schon einige Male geschlagen. Steigert das die Intensität unter der Woche?
MS: Oh ja, das tut es auf jeden Fall! Wir kämpfen gegeneinander und die Intensität steigert sich immer mehr. Das macht uns beide zu besseren Fahrern. Blake Baggett, der letztes Jahr die 250er-Meisterschaft gewann, wohnte auch eine Weile bei uns im Haus, und das war ebenfalls sehr gut für uns. Die Herausforderung tut allen gut, denn sie ist wie bei den Rennen. Was wir unter der Woche lernen, nutzen wir dann bei den Rennen am Wochenende.

RB: Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit James wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Was glaubst du, wie es sich anfühlen wird?
MS: Wir sind schon in Budds Creek direkt gegeneinander gefahren, sogar in beiden Läufen. Im ersten Moto fuhr er hinter mir, während wir uns durch das Feld kämpften. Das zweite Moto war ziemlich lustig. Alle Fahrer, die er überholte, habe ich ebenfalls hinter mir gelassen und dafür gesorgt, dass sie nicht mehr an mir vorbeikommen! Das war wie im Training zu Hause, und ich glaube, deshalb habe ich mich auch so wohl gefühlt und konnte so gute Plätze holen. Ich bin in James‘ Spur gefahren und wir wissen ja alle, dass er einer der schnellsten Dirtbike-Fahrer ist, die es gibt! Wir sind einfach gefahren, ich hatte Spaß und wurde Dritter.

RB: Freust du dich darauf, deinen Bruder zu besiegen oder James Stewart zu schlagen? Besteht da ein Unterschied?
MS: Ich freue mich darauf, meinen Bruder zu besiegen. Aber wenn ich ihn schlage, dann hoffe ich, dass wir die Plätze eins und zwei belegen!

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