Fast Talk: Ryan Villopoto

Der neu gekrönte 450 AMA-Champion Ryan Villopoto blickt auf seine erfolgreiche Saison zurück.
Der neu gekrönte 450 AMA-Champion Ryan Villopoto,
Der neu gekrönte 450 AMA-Champion Ryan Villopoto © kawasaki.com
Von Aaron Hansel

Nachdem er sich den diesjährigen 450 Supercross-Titel gesichert hatte, ruhte sich Ryan Villopoto keinesfalls auf seinen Indoor-Lorbeeren aus. Stattdessen legte er eine beeindruckende Outdoor-Saison hin: Er machte den Titel bereits eine Runde verfrüht klar und löste den Champion aus dem vergangenen Jahr, Ryan Dungey, ab. Wir haben Villopoto nach dem Red Bull Lake Elsinore National getroffen und mit ihm über die letzte Runde und seinen überwältigenden Saisonerfolg gesprochen.

Ein großartiger Tag und eine großartige Saison für dich. Beschreib uns mal, wie dein Tag hier am Lake Elsinore so abläuft.

Er war gut. Josh [Grant] und ich haben uns beim Training ins Zeug gelegt und er schnappte mir tatsächlich die schnellste Zeit weg. Dann startete ich in den ersten Wertungsdurchlauf. Ich hatte einen richtig guten Start, aber fuhr dann ein bisschen zu weit außen. Mein Hauptziel war es, mich in beiden Durchgängen gleich am Anfang an die Spitze zu setzen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ganz nah dran bin – vor allem im zweiten Durchlauf –, aber ich wurde beide Male ganz knapp abgedrängt.

Ryan Villopoto konnte an seine Indoor-Erfolge anknüpfen.
Ryan Villopoto knüpft an seine Indoor-Erfolge an © kawasaki.com

Wie fandest du heute die Strecke?

Es ging so. Vielleicht ist das ja in diesem Sport so, diese stadionartigen Outdoor-Kurse, so ein bisschen Supercross mit den ganzen Jumps. Das ist gut für die Fans. Diese Strecke hat ein gutes Layout und das ganze Ding wäre richtig gut, wenn es hier amtlichen Dirt gäbe. Manchmal ist es schwierig, richtig guten Dirt zu beschaffen, und das ist hier momentan das Problem.

Wenn du in einem Rennen in Führung gehst, wie hältst du den Schwung und wie bleibst du konzentriert, wenn so viel Vorsprung hast?

Die ganze Vorbereitung und alles Weitere passiert unter der Woche. Wenn du in der Woche die nötige Zeit investierst, sollte dir das Wochenende normalerweise ziemlich leicht fallen. Wenn du aber unter der Woche nicht genug machst, werden die Wochenenden hart.

Die Saison war für Ryan ein Erfolg auf ganzer Linie.
Die Saison war ein voller Erfolg für Ryan © kawasaki.com

Eine Frage zu den Motocross-Tests während der Supercross-Saison: Du als Rider bist im Supercross-Modus. Ist es für dich sinnvoll, so viele Outdoor-Tests zu fahren? Oder bist du tatsächlich in der Lage, sofort in Topform zu sein, sobald die Motocross-Saison anfängt?

Ich würde nicht sagen, dass wir direkt in Topform sind. Wir sind beim Monster Cup mit einer neuen Aufhängung aufgetaucht und selbst beim Anaheim 1 lagen wir noch weit daneben. Wir waren einfach zu weich. Darum hatte ich wahrscheinlich auch erstmal Probleme bei den ersten sechs Rennen im Supercross. Genauso ist es auch beim Outdoor. Ich wusste irgendwie nicht genau, wie wir reinkommen würden, wie die Aufhängung reagieren würde. Wir mussten da schnell lernen und schnell Veränderungen vornehmen. Wenn du gewinnen willst, musst du auf diese Dinge achten. Wir haben alle nur ein Ziel und das Ziel heißt Sieg.

Hast du die Gelegenheit, in der Saison-Pause irgendwas Verrücktes zu machen?

Nein. Die Pause ist sehr kurz. Bevor du weißt, wie dir geschieht, sitzt du auch schon wieder auf dem Bike und konzentrierst dich voll auf die Supercross-Vorbereitungen. Wir fahren hoffentlich mit ein paar neuen Settings zum Monster Cup und schauen dann mal, wo wir stehen und woran wir arbeiten müssen. Danach steht auch schon Anaheim 1 an.

Nicht mal eine einzige Woche runter vom Bike oder eine Woche trainingsfrei?

Ja, ich bin mir sicher, dass ich das Bike kurz stehen lasse. Das wird mir gut tun – das würde jedem gut tun. Wir müssen alle ein bisschen unsere Akkus aufladen.

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