Nach Frankreich: 4 Fahrer kämpfen um den RX-Titel

Der Sieger Bakkerud und Jeanney holen auf und nähern sich den Führenden Timerzyanov und Hansen.
Das französische RX-Publikum war gigantisch © Tom Banks
Von Carl McKellar

Die Norweger dominierten beim European Rallycross Championship A-Finale im sonnigen Frankreich: Andreas Bakkerud kam vor seinem Landsmann Petter Solberg ins Ziel. Für den Nationalhelden Sébastien Loeb hatte es einfach nicht sein sollen.

Der neunmalige World Rallye-Champion Loeb trat mit einer Wildcard bei dem Event an und enttäuschte die 60.000 heimischen Zuschauer nicht, denn er legte auf der gnadenlosen Strecke von Loheac ein schnelles Tempo vor. Nach vier Heats hatte er sich einen Platz unter den entscheidenden Top 12 gesichert, um bei einem der beiden Finalrennen mit je sechs Wagen teilzunehmen.

Loeb gibt in seinem Citroen Gas © Tom Banks

Aber der vierte Platz reichte nicht, um im großen Finale zu punkten, und so saß er auf der Zuschauerbank, als sein früherer WRC-Rivale Solberg, ebenfalls in Citroen, die Eröffnungsrunden fuhr.

Solberg fuhr auf abgenutzten Reifen, die er schon im Halbfinale benutzt hatte, und nahm eine Serpentine zu weit – das verschaffte Bakkerud seinen zweiten Sieg in dieser Saison.

Der kommende Star war Jeanny in seinem älteren C4-Modell, der den Applaus des französischen Publikums im Finale entgegennahm, wo er trotz Motorproblemen den dritten Platz machte.

Der Titelverteidiger Timerzyanov war Vierter. Er hatte das Gefühl, dass der erste Sieg des Jahres für ihn in Reichweite war, dann aber verlor sein Hansen Motorsport Citroen wertvolle Zeit früh auf der Strecke, nachdem er mehrmals von Tanner Fousts Ford Fiesta gerammt wurde. Foust fuhr danach in die Barrieren, als er Timerzyanov ein weiteres Mal rammte.

Zwei Runden in Deutschland und Österreich liegen noch vor den Fahrern. Timerzyanov liegt immer noch vor seinem Teamkollegen Timmy Hansen in Führung, aber Jeanny und Bakkerud sind ihm nahe genug, um den Kampf um die Krone zwischen den vier Fahrern noch mal richtig spannend zu machen.

Timur Timerzyanov wird im Finale gerammt © Tom Banks

Der Schwede Hansen, dessen Tempo in den Heats ihn zu einem Favoriten für den Sieg machten, trat nicht im Finale an, nachdem sein Auto im Halbfinale mechanische Probleme gehabt hatte.

WRC Citroen-Fahrer Kris Meeke hatte ebenfalls Pech – er war in seinem Albatec Peugeot 208 das gesamte Wochenende über unter den schnellsten Fahrern, aber nach zwei Unfällen auf der Strecke schied er vor den Halbfinal-Rennen aus.

Hier geht es zu allen Ergebnissen und den neuesten RX Championship-Punkten.
 

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