Fast Talk: Timur Timerzyanov

Der Russe ist auf dem besten Weg, sich erneut den Euro RX-Titel zu holen.
Geht Timur in Österreich vor Freude in die Luft? © Tom Banks
Von Carl McKellar

Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um Timur Timerzyanov daran zu hindern, dieses Wochenende zum zweiten Mal in Folge die europäische Rallycross-Meisterschaft zu gewinnen. Auf der Rennstrecke, auf der er seinen ersten Meisterschaftstitel holte, könnte er nun erneut siegreich sein.

Im Jahr 2012 gewann er das erste von acht A-Finalen auf der Rennstrecke Greinbach in Österreich. Dieses Jahr findet dort das vorletzte Rennen statt. Einen Sieg muss er sich allerdings erst noch erkämpfen.

Er glaubt jedoch, dass er schon vor zwei Wochen in Frankreich härter hätte rangehen sollen, statt sich über den Fahrer aufzuregen, der evtl. an seiner Situation schuld ist.

Timur hat seinen zweiten RX-Titel im Visier © Tom Banks

"Tanner Foust war mir zu aggressiv. Das geht mir jedes Mal so mit ihm. Schon Anfang der Saison bei den X Games oder später in Loheac."

"Zweimal hat er mich bereits in einem Finale abgedrängt, was nicht notwendig gewesen wäre. Am Ende hatte ich dann genug und beschloss, es ihm heimzuzahlen. Das ist eigentlich nicht meine Art und sportlich schon gar nicht. Aber wenn er mich als Fahrer nicht respektieren will, dann werde ich ihn auch nicht respektieren."

"OK, ich konnte meinen Vorsprung an dem Wochenende ausbauen, war aber dennoch nicht sonderlich glücklich. Ich war Schnellster im Training und bin meine Durchgänge sehr gut gefahren. Ich dachte, ich könnte gewinnen. Aber das Finale war dann wegen Tanner total verhunzt - ich hatte einen Schaden an einem meiner Reifen, was meine Geschwindigkeit beeinflusste."

Timur in seinem Hansen Citroen © Tom Banks

Bei den finalen Rennen in Österreich und Deutschland kämpfen jetzt gleich vier Fahrer um den Titel. Timurs Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten, seinen Teamkollegen bei Hansen Motorsport, Timmy Hansen, hat sich vergrößert - 143 zu 128. Davy Jeanney und Andreas Bakkerud liegen aber nicht sonderlich weit zurück.

"Ok, mein Abstand auf Timmy ist vielleicht ein bisschen größer, aber in Frankreich hatte er Probleme mit seinem Wagen und daher hat Bakkerud ziemlich aufgeholt. Er wurde in Frankreich erneut Erster, nachdem er schon in Schweden gewonnen und beinahe die maximale Punktzahl erreicht hat. Er holt rapide auf. Aber Davy hält sich auch sehr wacker. Es ist einfach alles möglich."

Timurs Erfahrungen mit Greinbach und dem Estering in Deutschland, wo eine Woche später der Entscheidungskampf ausgetragen wird, könnten unterschiedlicher nicht sein.

"Greinbach ist wegen seiner Linkskurven etwas ganz anderes. Letztes Jahr habe ich dort mein erstes Rennen gewonnen, daher ist es schön wieder dorthin zurückzukehren - noch schöner wäre es allerdings, wenn ich dort an diesem Wochenende endlich meinen ersten Sieg holen könnte."

Timur vor Hansen und Bakkerud © Tom Banks

"Letztes Jahr war ich bei dem Rennen in Deutschland bereits Meister und verstand nicht, was da so um mich herum passierte. Jeder versuchte, mich irgendwie von der Strecke zu drängen. Ich glaube, mein Wagen erlitt in diesem einen Rennen mehr Schaden an der Karosserie, als in der gesamten restlichen Saison. Es war, als befände sich auf jeder Seite meines Wagens eine Zielscheibe. Ich war nicht mehr Herr meines eigenen Rennens."

"Sollte das dieses Jahr wieder so sein, macht es mir evtl. nicht mehr so viel aus. In Österreich bin ich ja bereits Meister."

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