In Zahlen: Sébastien Ogier

Der Franzose will sich schon bei der Rallye Australien den Fahrerweltmeistertitel sichern.
Ogier wirbelt in der Quali in Australien Staub auf © McKlein
Von Carl McKellar

Frankreichs kontinuierliche Dominanz in der Rallye-Weltmeisterschaft wird sichergestellt, sobald – und nicht, wenn – Sébastien Ogier sich seinen eigenen Meisterschaftstitel holt und die Nachfolge von Sébastien Loeb antritt, der neun Titel in Folge gewann. Wir gehen davon aus, dass das in Australien geschehen wird.

Ogier und sein neues VW-Team fuhren 2013 mit ihrem Polo R im Großen und Ganzen in ihrer eigenen Liga. Hier einige Zahlen, die den kometenhaften Aufstieg Ogiers an die Spitze veranschaulichen.

12: Punktezahl, die Ogier benötigt, um seine Weltmeisterschaftsführung in Australien derart auszubauen, dass er sich der Krone bereits sicher sein kann. Er läge damit 85 Punkte vor seinen Konkurrenten – und es gibt in den letzten drei Runden in Frankreich, Spanien und Großbritannien insgesamt nur noch 84 Punkte zu holen.

Ogier setzt sich seine Krone, äh, seinen Helm auf © McKlein

28: Die maximal erreichbaren Punkte in Australien (25 für den Rallye-Sieg; 3 Bonuspunkte für den Sieg in der abschließenden Power Stage). Ogier hat 2013 bisher sechs von acht Power Stages gewonnen und insgesamt vier Mal den Doppelsieg geschafft. Sollte ihm dies auch in Australien gelingen, hätte nur Thierry Neuville noch eine Chance, ihn im Kampf um den Titel zu schlagen – vorausgesetzt, der Belgier wird in Australien Zweiter und Zweitschnellster in der dortigen Power Stage.

67: Die Anzahl der WRC-Rallyes, an denen Ogier teilgenommen hat. Es begann alles bei der Rallye Großbritannien 2008, als er bei seinem Debüt in einem werksunterstützten Citroen die gesamte Konkurrenz, einschließlich Séb Loeb, hinter sich ließ und nach nur wenigen Eröffnungsetappen in Führung ging.

12: Die Anzahl der Rallye-Siege in der WRC, die Ogier bis heute eingefahren hat – das entspricht einem Sieg ungefähr in jeder fünften Rallye. Frappierend. Bis jetzt ist er noch nicht unter den Top Ten der Fahrer mit den meisten Gesamtsiegen (an zehnter Stelle liegt Miki Biasion mit 17 Siegen), doch in den fünf Jahren seit seinem Debüt in der WRC (wobei man nicht vergessen darf, dass er 2012 praktisch ausgesetzt hat) hat Ogier schon halb so viele Siege geholt, wie der viermalige Champion Tommi Makinen (mit 24 Gesamtsiegen an fünfter Stelle).

Der Titel ist für Ogier in greifbarer Nähe © McKlein

21: Die Anzahl der Podiumsplätze, die Ogier in seinen 67 WRC-Events erkämpft hat. Das heißt, er fuhr praktisch in jeder dritten Rallye unter die Top Drei. Nochmal – auf diesem Level ist das frappierend.

5: Die Anzahl der Siege, die er sich in den neun Runden, die 2013 gefahren wurden, holte – das entspricht einer Erfolgsquote von über 50 Prozent.

65: Die Anzahl der Etappenrekorde, die Ogier 2013 aufgestellt hat – von insgesamt 156 in diesem Jahr.

Der erste WRC Rallye-Sieg kam 2010 in Portugal © McKlein

LETZTE MELDUNGEN: Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen ging nach den beiden Eröffnungsetappen der Rallye Australien am Donnerstag zum ersten Mal bei einem WRC-Event in Führung – jede der Etappen ist ein kurzer Sprint über die 1,6 km kurze Teststrecke in Coffs Harbour (in der Küstenregion im Bundesstaat New South Wales, wo der Event veranstaltet wird).

Kris Meeke wurde in seinem Citroen Zweiter mit einem Rückstand von nur 0,9 Sekunden, gefolgt von Latvala and Ogier. Ernst wird es am Freitag mit 8 Etappen, auf die am Samstag und Sonntag weitere zwölf folgen (pro Tag jeweils sechs). Am Samstag müssen die Fahrer unter anderem zwei der längsten Wertungsprüfungen der gesamten Saison auf der 50 km langen Nambucca-Etappe bewältigen.

Hier findest du die aktuelle Rangliste und die Zeiten der Sonderprüfungen.

Hier kannst du den Live-Kommentar der WRC-Action mitverfolgen.

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