Hot List: Ken Roczens Höhen und Tiefen

Ken Roczen erlebte 2013 viele Höhepunkte – und ein paar Tiefpunkte.
Der Champ der 250SX-Westküstenmeisterschaft 2013
Der Champ der 250SX-Westküstenmeisterschaft 2013 © Garth Milan/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Du kannst dich nicht über dieses Jahr beklagen, wenn du Red Bull KTM Factory Superstar Ken Roczen bist. Er holte seinen ersten Titel in Amerika, als er die 250SX-Westküstenmeisterschaft 2013 gewann, und bei der prestigeträchtigen Lucas Oil Pro Motocross-Meisterschaft wurde er Zweiter. Hier kommen einige der Höhepunkte – und einige wenige Tiefpunkte, die er im Laufe des Jahres erlebte.

Siegreich in Oakland
Nachdem er bei den ersten drei Rennen des Jahres hinter dem ehrgeizigen Eli Tomac Zweiter wurde, kam in Oakland für ihn der Moment des Triumphes, als Tomac schwer stürzte und das Rennen nicht beenden konnte – wobei Roczen wahrscheinlich eh gewonnen hätte. An dem Abend war er heiß auf den Sieg! Als die karierte Flagge für ihn wehte, hatte er nicht nur gewonnen, sondern auch noch die Führung nach Punkten übernommen. Er gewann noch zwei weitere Rennen, bevor die Serie endete.

Das Undenkbare
Im vorletzten Rennen der Saison in Salt Lake City geschah für Roczen das Undenkbare. Nachdem er sich aufgrund eines Unfalls bereits aus seinem Vorlauf zurückziehen musste, bekam er beim „Last Chance Qualifier“ einen schlechten Platz am Startgatter zugewiesen und wurde in der ersten Kurve in einen Unfall verwickelt. Er beendete das Rennen als Dritter – und verfehlte die Qualifikation um einen Platz.

Red Bull KTM Factory Superstar Ken Roczen
Red Bull KTM Factory Superstar Ken Roczen © Simon Cudby/KTM/Red Bull Content Pool

Zeit für den Titel
Nach seinem Fehltritt in Salt Lake City ging Roczen beim letzten Rennen der Saison in Las Vegas mit einem knappen Vorsprung von nur fünf Punkten vor Tomac an den Start. Das bedeutete, dass er entweder Tomac schlagen musste oder – wenn Tomac siegte – Zweiter werden musste. In einem wahren Thriller, bei dem vor lauter Spannung kaum jemand auf seinem Platz sitzen blieb, griff Roczen erst zwei Runden vor Schluss von hinten an, wurde Zweiter und holte den Meisterschaftstitel.

Revolverheld
Nachdem er den Titel geholt hatte, trank Roczen eine Dose Red Bull auf ex aus, ließ sich Flügel wachsen und demonstrierte beim East Vs. West Shootout, das jedes Jahr in Vegas stattfindet, sein Können. In Runde zwei ging er in Führung, machte sich aus dem Staub und fuhr seiner Konkurrenz davon.

The Big Ken-Huna
The Big Ken-Huna © Garth Milan/Red Bull Content Pool

Perfekte Leistung
Supercross gehörte nun erst einmal der Geschichte an, und Roczen stürmte in die erste Runde der Lucas Oil Pro Motocross-Meisterschaft in Hangtown, indem er mit perfekten 1-1 Moto-Punkten den Gesamtsieg holte. Danach erzählte er den Medienvertretern, dass ein Großteil seiner Vorbereitung auf die Saison aus Relaxen am Strand und Surfen bestanden hatte – wodurch er sich prompt den Spitznamen „The Big Ken-huna“ einhandelte!

Das Ende der Party
Dank seines brillanten Fahrvermögens behielt Roczen die Führung nach Punkten bis zum Red Bull Spring Creek National, wo er das erste Motorennen aufgrund eines unglücklichen Sturzes nicht beenden konnte – und damit die Punkteführung sowie den Meisterschafts-Schwung Eli Tomac überlassen musste. Dieser rächte sich für seine Niederlage im Supercross, indem er Vollgas gab und die 250 National Championship gewann. Nach dem Sturz konnte sich Roczen aufraffen und holte beim zweiten Motorennen noch einen unglaublichen zweiten Platz.

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