Ryan Dungey und der MXoN | Hot List

Ein Rückblick auf die Höhe- und Tiefpunkte des US-Fahrers beim Motocross of Nations.
Ryan Dungey Motocross of Nations 2013 Teutschenthal, Deutschland
Dungey führt das Team USA 2013 an © Simon Cudby/KTM/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

An diesem Wochenende wird Ryan Dungey zum fünften Mal die USA beim jährlichen Motocross of Nations-Event vertreten. Wir blicken auf seine ersten vier Auftritte zurück.

2009 – Italien
Ryan Dungey hatte gerade die 250 National Championship in den USA in der Tasche, als er sich auf eine Suzuki 450 schwang, um in Brescia zum ersten Mal beim MxoN anzutreten. Bei so wenig Vorbereitungszeit wunderten sich einige Leute sehr über seine Teilnahme, besonders, da er gegen den 450 National-Champion Chad Reed und den italienischen Superstar Tony Cairoli antreten musste, der vor heimischem Publikum an den Start ging.

Das erste Moto-Rennen bot keine Überraschungen, und Dungey wurde von Reed und Cairoli besiegt. Aber als er beim zweiten Moto-Rennen startete, gab er Gas und fuhr direkt zum Moto- und Team-Sieg.

Ryan Villopoto Ryan Dungey Motocross of Nations 2011 St Jean d'Angely Frankreich
Dungey (l) und Villopoto gemeinsam im Ziel 2011 © Studio Milagro/DPPI

2010 – USA
Das MxoN kehrte in die USA zurück und fand im Thunder Valley statt, auf einer Strecke, die Teil der amerikanischen Tour ist – und diesmal gab es keine Zweifel an Dungeys Sieg. Er hatte in jenem Jahr die 450 Supercross Meisterschaft gewonnen und hatte gerade einen Sommer harter Wettkämpfe bei den Nationals hinter sich. Er war die offensichtliche Wahl, um das US-Team gegen die besten Fahrer der Welt anzuführen. Und das tat er, buchstäblich. Er war ein ganz anderer und wesentlich erfahrenerer Fahrer als im Vorjahr und bewegte sich auf heimischem Boden – Dungey dominierte beide Moto-Rennen und sicherte sich seinen Ruf als der beste Motocross-Rennfahrer der Welt.

2011 – Frankreich
Obwohl er sowohl den 450 Supercross- und den Motocross-Titel in jenem Jahr an Ryan Villopoto verloren hatte, war Dungey immer noch die erste Wahl, um das US-Team, das aus ihm selbst, Villopoto und Blake Baggett bestand, in St Jean d’Angely in den Kampf zu führen. Schließlich war er zwei Jahre hintereinander Mitglied des siegereichen Teams und hatte bei den US-Meisterschaften alle Fahrer, die nicht gerade Ryan Villopoto hießen, geschlagen. Dungey machte den dritten Platz beim ersten Moto-Rennen hinter dem Australier Chad Reed und dem Deutschen Ken Roczen. Aber im zweiten Rennen war der einzige Fahrer, der vor ihm lag, Villopoto, der in der letzten Runde vom Gas ging, sodass die beiden gemeinsam an der Zielflagge vorbeifahren konnten.

Ryan Dungey Motocross of Nations 2012 Lommel, Belgien
Dungey kämpfte 2012 in Lommel mit dem Sand © Archer R./KTM Images

2012 – Belgien
Es heißt, man kann nicht alles gewinnen, und für Dungey traf das letztes Jahr im Sand von Lommel allemal zu. Die Strecke in Belgien mit dem unglaublich tiefen Sand unterschied sich sehr von dem, was die Amerikaner gewohnt waren, und bescherte Dungey und dem US-Team eine deutliche Niederlage.

Dungey, der noch nicht einmal die idealen Einstellungen an seinem Motorrad fand, hatte große Probleme. Er stürzte im ersten Moto-Rennen und wurde Siebter, und beim zweiten Rennen kam er von der Strecke ab und landete abgeschlagen auf dem 9. Platz. Die Amerikaner wurden im Sand richtig vorgeführt, und plötzlich endete Dungeys Serie von fantastischen Leistungen zusammen mit der US-Dominanz beim MxoN.

Wird Dungey das Team USA in Deutschland an diesem Wochenende wieder zum Sieg führen, oder wird das Team eine weitere schmerzliche Niederlage erleiden?

read more about
Zur nächsten Story