Video: Sébastien Loebs Memoiren, Teil Zwei

Vier weitere Karriere-Events, an die der neunmalige WRC-Champion sich besonders gerne erinnert.
Loeb hat die Gewohnheit, in Japan zu feiern
Loeb hat die Gewohnheit, in Japan zu feiern © Citroen Racing
Von Carl McKellar

Japan 2008

„Da wir bereits zwei Weltmeistertitel in Japan gewonnen hatten, wussten wir, dass Sapporo nicht der beste Ort zum Feiern nach der Rallye war. Also flogen wir am Sonntagabend nach Tokio. Beim Transfer zwischen den beiden Flughäfen leiteten wir den Shuttle-Bus um und legten einen Zwischenstopp im Stadtzentrum ein. Der arme Fahrer musste drei Stunden in Roppongi, dem Viertel mit dem besten Nachtleben in Tokio, in der zweiten Reihe parken. In der Nacht wurde so Einiges getrunken, und ein paar Leuten war am Schluss wirklich übel, obwohl das zweifellos die Minze in den Mojitos war – die war nicht frisch! Einige der Journalisten hätten das bestätigen können, wenn sie nicht zu den ‘müdesten und wehleidigsten’ gehört hätten… Ich brauche nicht zu betonen, dass der Rückflug nach Paris sehr, sehr ruhig war!”

Argentinien 2008

„Argentinien ist eine Rallye, bei der ich immer gut gefahren bin, aber uns gefällt es dort vor allem wegen der unglaublichen Atmosphäre, der atemberaubenden Landschaft und den berühmten Barbecues, von denen Daniel (Elena, Beifahrer) so begeistert ist! In dem Jahr hatte ich, dank der Citroën-Niederlassung vor Ort, Diego Maradona auf dem Beifahrersitz. Als wir auf dem Straßenabschnitt losfuhren, war er sehr aufgeregt, weil er dachte, dass die riesige Menschenmenge wegen ihm da war. Dabei konnte ihn wegen des tiefer gesetzten Beifahrersitzes und den spiegelnden, getönten Scheiben überhaupt gar niemand sehen! Da ich kein Spanisch kann und sein Englisch eher rudimentär ist, konnte ich ihm das nicht erklären… Als wir zurückkamen und er aus dem C4 stieg, war die Hysterie unbeschreiblich – und diesmal galt sie ihm!”

2009 Norwegen

„Auch wenn ich schon 2004 die Rallye Schweden gewonnen hatte, ist für mich diese Winter-Rallye eine viel größere Leistung. Die Konditionen waren perfekt. Wir hatten eine gute Eisschicht, die mit festem Schnee bedeckt war, und Schneebänke, die fest genug waren, dass man in den Kurven mit großen Schwung auf ihnen fahren konnte. Auch dort lieferte ich mir mit Mikko wieder einmal ein hervorragendes Rennen, vom Start bis zum Ziel. Keiner von machte irgendwelche Fehler, und am Ende lagen weniger als 10 Sekunden zwischen uns.”

2009 Akropolis

„Keine Frage, das war unser größter Crash! Wie so oft kam es durch ein kurzes Nachlassen der Konzentration zu dem Unfall. Der Wagen überschlug sich mehrere Male auf beeindruckende Weise. Nach dem Unfall suchte ich nach meinem Telefon. Tatsächlich war es in der kleinen, an der Tür befestigten Box liegen geblieben, wo ich es immer verstaute. Das Schwierige an der Sache war, dass ich die Tür finden musste – die lag irgendwo auf dem Feld! Der Unfall hatte erhebliche Nachwirkungen, denn wir fuhren anschließend eine Reihe von ziemlich schlechten Ergebnissen ein. Zum Schluss gewannen wir den Titel in Wales mit nur einem Punkt Vorsprung!”

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