Frankreich führt an Tag zwei der ISDE

Auch am zweiten Tag der ISDE stellt Frankreich die Konkurrenz in den Schatten.
Antoine Méo nimmt bei den ISDE an Fahrt auf.
Antoine Méo lässt die anderen hinter sich © Jonty Edmunds
Von Robert Lynn

An Tag zwei der ISDE auf Sardinien gab es keinen Führungswechsel in der Gesamtwertung. Frankreich ließ den Rest des Feldes – sprichwörtlich – im Staub zurück. Die mächtigen Franzosen, die zum zweiten Mal die Team-Rangliste der World Trophy anführen, haben sich einen Vorsprung von fünf Minuten vor Australien auf Platz zwei herausgefahren.

Am zweiten Tag in Folge war der Staub einer der wichtigsten Einflussfaktoren des Rennens. Um die Bedingungen etwas zu verbessern, änderten die Veranstalter den Zeitplan, sodass jede Minute nur noch zwei statt wie zuvor drei Fahrer starten. Auch wenn dies den Fahrern einen kleinen Vorteil bietet, hatte es doch wenig Einfluss auf die Verbesserung der Fahrbedingungen. Eine riesige Staubwolke machte sich über der Strecke jedes Special Tests breit, und die Fahrer am Ende des Startfeldes hatten mit schlechten Sichtverhältnissen zu kämpfen.

Johnny Auber fährt bei den ISDE für Frankreich.
Aubert sichert Frankreichs Führung. © Jonty Edmunds

Frankreich sicherte sich seine Position als Hauptfavorit für den Sieg in der Team-Kategorie der World Trophy und scheint schwer zu schlagen zu sein. Drei der Fahrer des Teams – Antoine Méo, Johnny Aubert und Pela Renet – beendeten den Tag unter den Top 5 in der Gesamtwertung der Einzelfahrer, und damit übertrumpfte Frankreich erneut seine Rivalen. Wenn kein unvorhergesehenes Desaster sie davon abhält, sind die Franzosen die klaren Favoriten auf den Sieg. Méo, der nur einen Tag brauchte, um sich an die 300er Zweitaktmaschine zu gewöhnen, führt zudem die Einzelwertung der Fahrer an.

Hinter Frankreich kam es währenddessen zu einem Platzwechsel. Australien überholte die USA und liegt nun auf Platz zwei. Die Australier genießen die schwierigen Bedingungen geradezu und fuhren einen Vorsprung von 75 Sekunden gegenüber den USA heraus.

Obwohl Tayler Robert und Chalrie Mullins mit Platz vier und sechs zu den besten US-Fahrern zählen, sorgten die schlechten Platzierungen von Thad Duvall und dem ISDE-Rookie Zach Osbourne dafür, dass die USA auf Platz drei zurückfiel.

Antoine Méo ist bei den ISDE in Topform.
Antoine Méo liegt nach Tag zwei in Führung. © Jonty Edmunds

Obwohl Italien insgesamt auf Rang drei liegt, hatte das Team weiterhin mit einem schrecklichen ISDE-Start zu kämpfen. Für Teamleiter Alex Salvini begann Tag zwei wenig optimal, denn er musste sich in einem Krankenhaus einen nagelgroßen Dorn aus dem linken Unterarm entfernen lassen. Doch der Tag sollte für ihn noch unangenehmer werden. Eine Fußraste seines Motorrads brach ab, und er musste drei Stunden lang mit nur einer Raste fahren, bis er das Problem beheben konnte. Salvini beendete Tag zwei mit einem 69. Gesamtplatz, und Italien fiel um drei Minuten hinter die USA zurück.

Eine Minute hinter Italien liegt Spanien, das an Tag zwei den fünften Platz hielt.
In der Klasse Junior World Trophy vergrößerte das Team aus Frankreich seinen Vorsprung vor Italien auf 66 Sekunden. Die Italiener konnten den Franzosen auch an Tag zwei nichts entgegensetzen, denn Loic Larrieu und Mathias Bellino belegten bei den Junior-Fahrern die obersten zwei Plätze.

Dank der Leistung der McCanney-Brüder – Danny und Jamie – machte Großbritannien einen Platz gut und liegt nun an dritter Position. Die Vereinigten Staaten und Schweden komplettieren die Top Fünf.

In der Damen-Kategorie der World Trophy gab es hingegen keine Veränderungen. Noch immer führt Australien die Gesamtwertung an.

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