Video: Sébastien Loebs Memoiren, Teil 3

Kurz vor seinem Abschied von der WCR verrät uns Seb die letzten 4 seiner 12 schönsten Erinnerungen.
Von Carl McKellar

Finnland 2009

„In Finnland war Marcus Gronhölm lange unangefochtener Sieger. 2008 hatte er sich aus dem Sport zurückgezogen, aber das machte die Sache nicht unbedingt einfacher. Mein Gegner war jetzt Mikko Hirvonen, der genauso entschlossen war, vor heimischem Publikum zu gewinnen. Wir haben beide alles gegeben. Keiner von uns machte Fehler, und ich siegte mit weniger als 10 Sekunden Vorsprung. Nach diesem Sieg sagte ich mir, dass ich nicht wieder versuchen würde, hier zu gewinnen, denn das Risiko, mit 180 kmh direkt an den Bäumen entlang zu fahren, schien mir zu hoch. Aber ich fühlte mich sicher genug, um hier zwei weitere Rennen zu gewinnen… Diese gehören zu den wertvollsten Siegen meiner Rennkarriere.“

2010 France-Alsace

„Nach der Tour de Corse 2004 war das sicher meine intensivste Erfahrung. Beim ersten Rennen der Rallye de France-Alsace herrschte viel Spannung, denn wir hatten die Chance, beide Titel zu gewinnen. Ich stand sehr unter Druck, aber ich versuchte, das nicht zu zeigen, indem ich mich zurückzog und alles ausblendete. Ich war sehr erleichtert, als wir über die Ziellinie fuhren.

Ich hätte mir nie vorstellen können, zuhause in Haguenau zum Sieger gekrönt zu werden.

Als ich Séverine und meine Freunde auf dem Streckenabschnitt nach Straßburg traf, habe ich ein wenig geweint. Und das passiert ganz sicher nicht jeden Tag, so viel steht fest!“

2012 Deutschland

„Mein neunter Sieg in Deutschland war etwas ganz Besonderes, denn dort habe ich meinen eigenen Rekord über die Anzahl der Siege bei einer einzigen Rallye gebrochen. Natürlich habe ich auch in Spanien und Argentinien acht Mal gewonnen, sieben Mal in Monte Carlo, das war auch ziemlich beeindruckend. Ich habe diese Rallye immer gemocht, denn ich erfahre hier viel Unterstützung vom Publikum. Und sie war auch der beste Weg, mich vor „Bug“ (Philippe Bugalski) zu verbeugen, der gerade gestorben war, denn er hatte diese Rallye 2001 gewonnen.“

© McKlein

2012 France-Alsace

„Und hier kommt natürlich meine letzte Wahl eines ganz besonderen Moments: Das war mein letzter Weltmeistertitel – jedenfalls bei einer Rallye! Das war ein sehr emotionaler Moment für mich, aber vor allem war ich stolz, dass ich diese großartige Reise mit Daniel und dem Team von Citroen Racing zurückgelegt habe. Unsere Fans, unsere Familien, unser Team, all die Leute, die uns wichtig waren, waren da, und wir mussten für sie gewinnen. Ich war jedenfalls nie traurig oder habe irgendetwas bereut, denn ich wusste, dass das Ende dieser Reise den Beginn eines neuen Abenteuers bedeutete…“

Sebs letztes Rennen in der WCR startet Donnerstag, und dort tritt er vor heimischem Publikum bei der Rallye de France-Alsace an. Der Event, der rund um Straßburg stattfindet, startet mit einer Super Special Stage in der Stadt ab 15:30 Uhr.

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