Hot List: Magische Momente beim MxoN

Das MxoN 2013 kam und ging, und war wie immer Schauplatz spannender Geschichten.
Ryan Dungey MX1 2013 Red Bull KTM Factory MXON
Ryan Dungey vom Team USA kämpft in Teutschenthal © Ray Archer / KTM Images
Von Aaron Hansel

Siegesruhm

Egal, wie man es betrachtet, der ultimative Gewinn dieses jährlichen Treffens der weltweiten Moto-Szene ist der Chamberlain-Pokal, und den hat das belgische Team mit nach Hause genommen – zum ersten Mal, seit das Trio, bestehend aus Stefan Everts, Steve Ramon und Kevin Strijbos, das 2004 geschafft hatte. Der Sieg war keine einfache Sache, denn Ken de Dycker landete im ersten Moto auf dem 8. Platz, und Jeremy van Horebeek kollidierte im zweiten Moto und war gezwungen, sich von außen wieder einen Platz unter den Top 30 zu erkämpfen. Was die Sache noch schlimmer machte: Clement Desalle setzte das letzte Moto-Rennen des Tages in den Sand, als er in einen Unfall in der ersten Kurve verwickelt wurde. Damit stand de Dycker extrem unter Druck, es nach vorne zu schaffen. Und genau das tat er: Er fuhr als Zweiter hinter Antonio Cairoli ins Ziel – und sicherte seinem Team damit den Gesamtsieg mit drei Punkten Vorsprung vor dem Team der USA. Gut gemacht, Belgien!

Tony Cairoli MX1 2013 Red Bull KTM Factory MXON
Tony Cairoli vom Team Italien beim MXON 2013 © Ray Archer / KTM Images

Der erstaunliche Italiener

Antonio Cairoli wurde in der Vergangenheit von den US-Fans kritisiert, weil er nicht bei Rennen in Amerika antrat. Und nachdem man Cairoli zusehen konnte, wie er zwei perfekte Siege beim MXoN einfuhr – kann man es den Fans verübeln? Wer würde nicht gern diesen Fahrer live erleben? Er hat mehr Weltmeistertitel als die meisten anderen eingesammelt, und nach seinem Doppelsieg beim Moto in Deutschland setzt er seine Erfolgssträhne mit vier Moto-Siegen beim MXoN fort. Der Mann ist wirklich unglaublich, und nach dem MXoN 2013 ist sein Ruhm noch gewachsen.

Ewiger Kampf

Ken Roczen und Eli Tomac, die abseits der Strecke immer höflich zueinander sind, konkurrierten das ganze Jahr über auf der Strecke in Amerika heiß miteinander. Roczen holte sich den Titel bei der 250SX-Westküstenmeisterschaft von Tomac, der sich rächte, indem er die amerikanische 250 Motocross-Meisterschaft gewann. Beim MXoN setzte sich der endlose Konkurrenzkampf fort, und diesmal schlug Roczen Tomac. Es half ihm natürlich, dass Tomac im ersten Moto-Rennen spektakulär kollidierte, aber als Tomac im zweiten Moto-Rennen zu Roczen aufschloss, trat der Deutsche aufs Gas und holte sich den Sieg. Die wahren Gewinner waren natürlich die Fans, die hier mit demselben Konkurrenzkampf unterhalten wurden, der sich in Amerika schon das ganze Jahr über abspielte.

Ken Roczen bereitet sein Startgatter beim MXoN vor © Ray Archer / KTM Images

König Kenny

Egal, wo du lebst – das MXoN kommt nicht häufig in dein Heimatland, und noch unwahrscheinlicher ist es, dass du dann dort auch ein Rennen gewinnst. Aber Ken Roczen hat genau das geschafft, als er das MX2/Open Moto-Rennen vor den Augen seiner jubelnden Landsleute gewann. Noch außergewöhnlicher ist die Tatsache, dass er das auf einem MX2-Bike tat. Das Team Deutschland konnte vielleicht nicht an die Meisterschaft 2012 anknüpfen, aber Roczen hat die Fans in der Heimat mit seinem tollen Auftritt beim MX2-Wettbewerb ganz sicher glücklich gemacht!

Team Australien

Niemand hatte geglaubt, dass das Team aus Down Under beim diesjährigen MXoN eine große Rolle spielen würde, aber als Brett Metcalfe, der auf einem geliehenen Motorrad fuhr, Ryan Dungey bei der Qualifikation am Samstag schlug und damit Australien in eine der Top-Startpositionen katapultierte, horchte das Publikum auf. Dean Ferris erregte noch mehr Aufmerksamkeit, als er sich auf einem MX2-Bike bei beiden Moto-Rennen den Holeshot holte und die Rennen mit einem 4. und einem 5. Platz beendete. Unglücklicherweise konnte Metcalfe und Todd Waters keine ähnlich guten Ergebnisse einfahren. Aber trotzdem: Ein Team, das niemand auf dem Schirm hatte, landete auf dem vierten Platz und verpasste nur knapp das Podium!

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