ISDE Tag 4: Frankreich weiter auf Vormarsch

Am vierten Tag der ISDE in Olbia (Sardinien) ging es für Frankreich weiter aufwärts.
KTM bei den ISDE
Alex Salvini bei den ISDE © Jonty Edmunds
Von Robert Lynn

Frankreich drängt bei den diesjährigen ISDE unaufhaltsam weiter nach vorne. Mit dem Sieg des World Trophy Teamwettkampfs am vierten Tag kam das Team der Verteidigung seines Titels ein weiteres Stück näher.

Eine neue Strecke und eine neue Auswahl an Sonderprüfungen sorgten für anhaltende Spannung. Die noch im Rennen verbliebenen Teilnehmer freuten sich über den Kulissenwechsel. Doch straffere Zeitpläne und das bergige Gelände sorgten dafür, dass alle im Sattel einen harten Tag hatten.

Die Franzosen holten sich ihren vierten Sieg der Woche und fahren damit in der 88. Ausgabe des Rennens weiter in ihrer eigenen Klasse. Sie haben nun einen Vorsprung von elf Minuten auf das zweitplatzierte Team. Da nur noch zwei Renntage ausstehen, ist die Siegertrophäe für sie in greifbarer Nähe. An Tag Vier fuhr Antoine Méo für sie den Sieg ins Ziel. Sie hatten nur einmal Schwierigkeiten, als Pela Renet ein kleines Problem mit seinem Kühler hatte. Eine Lösung war aber schnell gefunden, und er wurde dennoch in der in der Einzelwertung der Fahrer am Ende Dritter.

Australien kämpfte sich zurück auf den zweiten Platz und liegt nun 45 Sekunden vor den USA. Die Australier Josh Strang, Daniel Milner und Chris Hollis schafften es am Ende von Tag Vier in der Gesamtwertung unter die Top Ten und scheinen wieder in Topform zu sein.

Die USA hatten den Australiern nichts entgegenzusetzen und wurden auf den dritten Platz verdrängt. In den letzten zwei Tagen des Rennens kann allerdings noch viel geschehen und der Kampf um den zweiten und dritten Podiumsplatz ist noch nicht entschieden.

Antoine Méo bei den ISDE
Antoine Méo liegt bei den ISDE in Führung © Jonty Edmunds

Obwohl Alex Salvini seinen Tag als Zweiter der Gesamtwertung beendete, rutschte Italien auf Rang vier weiter hinter das führende Trio zurück. Die Italiener müssen in den kommenden zwei Tagen über drei Minuten gut machen, wenn sie es in dem Rennen auf heimischem Boden auf das Podium schaffen wollen.
Spanien leistete sich keine Fehler und liegt auf Platz fünf.

Auch das französische Junior-Team ist wie das Senior-Team dem Sieg in seinem Junior World Trophy Teamwettkampf ein Stück näher gekommen. Loic Larrieu und Matthias Bellino sicherten an Tag vier den Erfolg der Junior-Fahrer, die nun alles daran setzen werden, sich den ISDE-Titel zu holen.

Italien hatte trotz aller Bemühungen – vier Fahrer unter den Top Elf – an Tag vier gegen Frankreich keine Chance. Die Italiener behaupteten sich allerdings souverän gegenüber Großbritannien auf dem dritten Platz und haben nun einen beruhigenden Vorsprung von drei Minuten auf die Engländer.

Die USA liegen auf Rang vier, und Schweden komplettiert die Top Fünf der Junior World Trophy Team-Gesamtwertung.

Im Kampf um den Einzelsieg kam es nicht zum erwarteten Zweikampf zwischen Antoine Méo und Daniel Milner. Nach dem viel beachteten Gerangel am dritten Tag setzte Milner einen Tag aus, während Méo sich in absoluter Topform zeigte. Der Franzose war an Tag vier für alle zu schnell und holte sich den Sieg. Er hat nun einen Vorsprung von 43 Sekunden auf den jungen Australier. Pela Renet liegt momentan auf Rang drei.

 

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