Merkwürdige Dungey-Momente beim MEC – Hot List

Red Bull KTM-Superstar Ryan Dungey wirkte beim jährlichen MEC etwas seltsam – gelinde gesagt.
Ryan Dungey beim AMA Supercross
Ryan Dungey © Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

Last-Minute-Debüt
Ryan Dungey hatte ursprünglich gar nicht vor, beim ersten Monster Energy Cup 2011 an den Start zu gehen. Er hatte gerade erst sein früheres Team, Suzuki, verlassen und war dem neu aufgestellten Red Bull KTM-Team beigetreten. Er war mit der neuen Maschine noch nicht richtig vertraut. Doch die im letzen Moment getroffene Entscheidung, am Rennen teilzunehmen, sollte sich als richtig erweisen. Dungey wurde bei seinem Debüt mit dem neuen Team und dem neuen Bike Zweiter. In diesem Video, das nur wenige Tage vor Beginn des Monster Energy Cups gedreht wurde, wird deutlich, wie spät Dungey tatsächlich beschloss, das Rennen zu fahren.

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Unkonventionelle Technik
Jeder, der schon mal ein Motorrad gefahren ist, weiß, dass man mit dem linken Fuß schaltet, nicht mit der Hand. Warum um Himmels Willen schaltet Dungey in diesem Video seine KTM mit der Hand? In seinem ersten Rennen hatte Dungey ein mechanisches Problem. Später sagte er, dass er gegen einen Tuffblock gefahren war, der seinen Schalthebel verbogen hatte. Dungey schaffte es, das Bike mit der Hand in den zweiten Gang zu schalten, und er fuhr dann das gesamte Rennen so weiter. Wegen dieser Beeinträchtigung konnte er nicht das maximale Tempo erreichen, war aber dennoch in der Lage, im ersten Wertungsrennen einen dritten Platz herauszufahren. Spul bis zur Einstellung 4:40 nach vorne – da siehst du, wie Dungey mit der Hand schaltet.

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Ryan Dungey beim AMA Supercross
Ryan Dungey hat schon so Einiges beim MEC erlebt © Red Bull Content Pool

Katastrophe Nummer zwei
Was konnte noch Ausgeflippteres passieren als Dungeys Schaltprobleme im ersten Lauf des MEC 2012? Tja, das Gleiche noch mal natürlich! Dungey musste im zweiten Rennen der Nacht nochmal mit einem verbogenen Schalthebel kämpfen – und wusste sich wieder mit der schon bewährten Routine zu helfen. Spul bis zur Einstellung 5:10 des gleichen Videos und beobachte Dungey genau. Siehst du, wie er zum Schalten nach unten greift? Und gleich danach fahren an der nächsten Kurve prompt zwei Fahrer an ihm vorbei.

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Verpasste Gelegenheiten
Bestimmte Rennfahrer sollen einige Rennen einfach nicht gewinnen, und es sieht ganz so aus, als ob das MEC für Ryan Dungey eines dieser Rennen ist. Das MEC hat ein einzigartiges Feature, genannt Joker Lane, bei dem die Fahrer einmal pro Rennen einen etwas langsameren Umweg nehmen müssen. Im ersten Rennen des vor kurzem veranstalteten MEC 2013 hatte sich Dungey einen großartigen Zweikampf gegen Ryan Villopoto um die Führung geliefert – doch dann vergaß Dungey irgendwie, am Ende die Joker Lane zu absolvieren. Er gewann das Rennen, ihm wurde aber der Verstoß gegen die Rennregeln vorgeworfen, und so landete er schließlich nur auf Platz sechs. In den nächsten beiden Rennen lief es für ihn gut, doch am Ende des Rennabends kosteten ihn sein Fehler und die daraus resultierende Strafe den Sieg – und den dazugehörigen Scheck über 100.000 $. Im ersten Video kann du bei der 5-Sekunden-Marke sehen, wie Dungey oben am Bildschirm vorbeiflitzt und die Joker Lane verpasst, während Villopoto hindurchfährt. Das zweite Video zeigt Dungeys unbezahlbare Reaktion, als Villopoto ihn informiert, dass er sie verpasst hatte.

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