Dani Sordo: Wahrheit und Fiktion

Wir lüften die Geheimnisse um den Publikumsliebling bei der Rally de España.
Sordo ist der Lokalmatador bei der Rallye Katalonien.
Sordo ist bei der Rallye Katalonien Lokalmatador © McKlein Image Database
Von Anthony Peacock

Der spanische Lokalmatador – dieses Wochenende für Citroën bei der Rallye Katalonien am Start – hat sein Land Jahre lang stolz gemacht. Trotzdem ist wenig über ihn bekannt. Als außergewöhnliches Talent hinter dem Lenkrad (so etwa wie "The Stig" bei Top Gear) nährt er natürlich beständig die Gerüchteküche – Grund genug für uns, einmal Wahrheit und Fiktion zu trennen...

WAHR: Danis privates Auto ist ein BMW M3.

Danis eigener Rallye-Wagen ist ein alter BMW M3 mit Hinterradantrieb, für den er wirklich brennt. Er teilt ihn sich mit seinem Vater. Sie fahren ihn gemeinsam bei Bergrennen in Spanien. Zur Zeit ist Dani zwar mit der WRC mehr als beschäftigt, doch er genießt sein Auto so oft es geht. Checkt diesen Link, um Dani in Action zu sehen.

FALSCH: Er hat für nächstes Jahr einen Vertrag unterschrieben, um bei Citroën zu bleiben.

Traurigerweise stimmt das nicht: Aktuell kann er für 2014 nichts vorweisen, was eine himmelschreiende Schande für jemanden mit Danis Talent ist. Er steht in der engeren Auswahl bei Citroën, die neben ihm noch vier weitere Fahrer für die zwei Sitze in Erwägung ziehen. Danis Konkurrenz besteht aus Mikko Hirvonen, Robert Kubica, Mads Østberg und Kris Meeke. Kubica scheint dabei gesetzt zu sein. Es wird also spannend für den Spanier, ob er grünes Licht bekommt. Einen Plan B gibt es derzeit nicht. Also hoffen wir, dass er bei Citroën bleibt.

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WAHR: Er war mal ein "Chav".

Die "Chavs" zählen zu einer bekannten Jugendkultur, die unnötigerweise Baseball-Caps und Artikel von Burberry trägt. Dazu jede Menge weiterer Utensilien, die einen individuellen Style hervorheben sollen, der für... ja... was eigentlich steht? Wissen wir auch nicht. Eine typische Angewohnheit von "Chavs" ist das Pimpen ihrer Autos. Dani gibt zu, dass sein erstes normales Auto (ein Peugeot 206) tiefergelegt war, größere Reifen und eine laute Stereoanlage hatte und natürlich ordentlich getunt war. "Ich war etwas... wie würde man sagen?“, fragte er uns einmal in einem Interview zu seinem Geschmack, was Autoausstattung angeht, als er noch jünger war. "Chav?", schlugen wir helfend vor. “Genau", antwortete Dani.

FALSCH: Wenn er nicht gerade Rallyes fährt, genießt er seinen Playboy-Lifestyle in Monaco.

Von einem reichen und gut aussehenden Rallye-Fahrer, der gerade seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, würde man erwarten, dass er in den glamourösen Playboy-Hauptstädten Europas die Puppen tanzen lässt und seine Zeit in eleganten Nachtclubs und Casinos verbringt. Aber nicht Dani. Er wurde in Torrelavega (Kantabrien) geboren und lebt jetzt in der verschlafenen 3000-Einwohner-Stadt Puente San Miguel, die nur dreieinhalb Kilometer entfernt ist. Da ist wohl eher kein Nachtclub in Sicht.

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WAHR: Sein Vater heißt auch Dani.

Weihnachten bei den Sordos muss ziemlich verwirrend sein. Denn sein Vater, der eine Kartbahn besitzt und wie eine ältere Version des Citroën-Stars aussieht, heißt auch Dani. Glücklicherweise gibt es nicht auch noch eine Schwester namens Danica, um die Sache noch undurchsichtiger zu machen.

FALSCH: Er kann eine Paella kochen.

Die Spanier sind mächtig stolz auf ihr nationales Erbe, aber Dani sagt, dass er nicht mal wüsste, wo er anfangen sollte, um das berühmteste Gericht Spaniens zu machen. Doch seine Mutter (glücklicherweise heißt sie nicht Daniela) weiß, wie man sie gut hinbekommt. Dani selbst beherrscht Nudeln mit Hühnchen, aber das ist schon sein ganzes kulinarisches Repertoire.

Mehr aus dem sonnigen Spanien gefällig?

 

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