Robert Kubica: Früher und heute

2013 schrieb Robert Kubica ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Rennsportgeschichte.
WRC2-Champion 2013 im Citroën DS3.
WRC2-Champion 2013 im Citroën DS3 © McKlein Image Database
Von Anthony Peacock

Robert Kubica musste seine Karriere radikal überdenken, nachdem er Anfang 2011 bei einer kleinen Rallye in Norditalien lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hatte. Er kam bei dem Contest, den er just for fun angetreten hatte, mit seinem Skoda Fabia S2000 von der Straße ab und krachte in eine Leitplanke. Eine Stunde lang war er im Auto gefangen. Sein rechter Arm war schwer verletzt. Nur wenige Tage zuvor hatte Kubica bei einem Vorbereitungstest für die Formel-1-Saison in Valencia für Lotus die schnellste Zeit gesetzt und damit seinen Status als Meisterschaftsanwärter untermauert.

Nach einer langen Rehabilitationsphase hat er nun eine weitere Weltmeisterschaft gewonnen: diesmal in einem Rallyewagen, der speziell auf seine Bewegungsfreiheit zugeschnitten wurde. Doch der 28-Jährige sagt, er habe die Tür zu einer zukünftigen Rückkehr in den Rennsport noch nicht geschlossen. "Ich bin zufrieden, aber es ist noch ein langer Weg zu meiner Rückkehr und Genesung. Ich habe dieses Jahr zur Erholung genutzt und um Erfahrung zu sammeln, für den Fall, dass es nicht klappt. Ich habe nämlich nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich eines Tages wieder im Einsitzer fahren will." 

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Früher (2005): Gewinner der Formel-Renault-3.5-Meisterschaft

Der talentierte Pole, ein geborener Star, gewann seine allererste Rennmeisterschaft 2005: die Eröffnungssaison der Formel Renault 3.5. Der damals 20 Jahre alte Kubica fuhr für das Team Epsilon Euskadi, gewann vier von 17 Rennen und holte sich mit 38 Punkten den Titel. Nachdem er an einem Fahrer-Entwicklungsprogramm von Renault teilgenommen hatte, ging es für Kubica dann ab 2006 mit BMW-Sauber in die Formel 1. Seinen ersten Sieg holte er dort 2008. Kubicas enormer Crash beim Großen Preis von Kanada 2007 ebnete interessanterweise Sebastian Vettel den Weg zu dessen Formel-1-Debüt. Er ersetzte Kubica beim Großen Preis der USA.

Champion 2005 in der Formel Renault 3.5.
Champion 2005 in der Formel Renault 3.5 © Renault

Heute (2013): WRC2-Champion, Citroën DS3 Regional Rally Car

Kubica hat gerade die WRC2-Meisterschaft in seiner Klasse gewonnen und ist in der Gesamtwertung bei der Rallye Katalonien Neunter geworden: sein erster Rallyetitel, seitdem er sich dem Sport nach seiner Verletzung in Vollzeit widmet. Nachdem er jahrelang bei Renault gewesen war, holte Kubica seine allererste Rallyemeisterschaft mit fünf Siegen in diesem Jahr hinter dem Steuer eines anderen französischen Autos – dem Citroën DS3 RRC. Die WRC2-Klasse ist nur einen Schritt von der WRC-Hauptkategorie entfernt, in die Kubica aller Voraussicht nach nächstes Jahr aufsteigen wird. Entsprechend zieht ihn jetzt das Citroën-Werksteam ein, damit er beim Saisonabschluss in Großbritannien an den Start gehen kann.

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