Die FIM-SuperEnduro-Weltmeister von 2008 bis 2013

Vor der FIM-SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2014 blicken wir auf die letzten sechs Saisons zurück.
Taddy Blazusiak.
Taddy holt die vierte Weltmeisterschaft © Jonty Edmunds
Von Jonty Edmunds

Früher war sie als FIM-Indoor-Enduro-Weltmeisterschaft bekannt – heute findet sie unter dem Namen FIM-SuperEnduro-Weltmeisterschaft statt. In den letzten sechs Jahren haben hier genau drei Fahrer das Geschehen bestimmt. Aber nur einer konnte mehr als einen Titel holen.

David Knight.
David Knight - der erste große Champion © Jonty Edmunds

2008 – Knight ist das Maß aller Dinge

Es war 2008. Die Weltmeisterschaft steckte noch in ihren Kinderschuhen. Und David Knight war der überragende Mann. Noch in Runde zwei in München wurde er von zwei Fahrern attackiert. Dem großartigen, mittlerweile verstorbenen Mika Ahola und einem jugendlichen Newcomer namens Taddy Blazusiak. David Knight biss sich durch und sicherte sich den ersten Titel der FIM-Indoor-Enduro. Auf beiden Seiten des Atlantiks gab er in der Indoor-Enduro den Ton an. Knight war zweifelsohne der erste große Champion des Sports.

Ivan Cervantes.
Ivan Cervantes galt es 2009 zu schlagen © Jonty Edmunds

2009 – Cervantes gewinnt in Spanien für Spanien

Nach einem Unfall in den USA laborierte Taddy Blazusiak noch an einer ernsthaften Gesichtsverletzung. Iván Cervantes nahm seinen Platz als Fahrer ein. Ihn galt es zu schlagen. Er hatte schon mehrmals bewiesen, dass er über den nötigen Speed verfügte, um zu gewinnen. Und nach einer fast fehlerfreien Saison konnte er sich gegen den wiedererstarkten Blazusiak durchsetzen.

Taddy Blazusiak.
Taddy Blazusiak holt sich seinen ersten FIM-Titel © Jonty Edmunds

2010 – Taddys erster Titel

Es war bereits klar, dass es nicht sein letzter sein würde. Aber 2010 holte sich Taddy Blazusiak seinen ersten FIM-Titel. Er hatte es geschafft, sich selbst etwas zu bremsen und nicht in jedem Rennen bis an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Als entspannter und weniger leichtsinniger Fahrer entthronte er seinen Teamkollegen Iván Cervantes.

Taddy Blazusiak.
Taddy gewann 2011 erneut ohne große Probleme © Jonty Edmunds

2011 – Zweiter Titel für Taddy

Taddy galt 2011 als sicherer Kandidat für den Titel der FIM – und er holte ihn sich ohne große Probleme. Er hatte sich als starker Fahrer etabliert. Nachdem er sich entschieden hatte, sein Engagement im Hard Enduro hinten anzustellen und sich stattdessen voll auf Endurocross und Indoor Enduro zu konzentrieren, war er schwerer zu schlagen denn je.

Taddy Blazusiak.
Kann Taddy wirklich alles gewinnen? © Jonty Edmunds

2012 – Taddys Saison nahe an der Perfektion

Nach jeweils drei Siegen in den ersten beiden Runden fragte sich vor der dritten und letzten Runde jeder: Kann Taddy wirklich alles gewinnen? Nein, war die Antwort. Und das lag nicht daran, dass er nicht schnell genug war. Er wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Zwei Siege und ein dritter Platz waren das Ergebnis, mit dem Taddy seine dritte FIM-Indoor-Weltmeisterschaftskrone in Folge entgegennahm.

Taddy Blazusiak.
Taddy schüttelt Verletzung ab und gewinnt 2013 © Lukasz Nazdraczew/Red Bull Content Pool

2013 – Ein verletzter Blazusiak triumphiert

Vor vielen Leuten hatte er es geheim gehalten, Taddy ging verletzt in die Eröffnungsrunde in Polen. Obwohl er nicht mal wusste, ob er es bis ins Finish schaffen würde, gewann er zwei von drei Finals und legte so einen fast perfekten Start bei der Titelverteidigung hin. Zwei weitere Siege in Barcelona brachten den Polen seinem vierten Weltmeisterschaftstitel noch ein Stück näher. Er machte ihn mit einem ersten, zweiten und dritten Platz beim letzten Rennen in Frankreich klar. Somit hatte Blazusiak seinen Stand als erfolgreichster SuperEnduro-Fahrer ever weiter gefestigt.

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