Fast Talk: Jonny Walker

RedBull.com traf sich mit dem britischen Biker, der sich kampfbereit nach Liverpool aufmacht…
Jonny Walker
Jonny Walker "On the Rocks" © Jonty Edmunds
Von Jonty Edmunds

Die erste Runde der FIM SuperEnduro World Championship 2014 findet am Sonntag den 17. November in Liverpools Echo Arena statt. Jonny Walker, der letztes Jahr auf dem dritten Platz der Gesamtwertung lag, ist in diesem Jahr einer der Favoriten. Er bestätigte uns, dass er sich über die Gelegenheit freut, die Saison mit einem Heimrennen zu eröffnen – und das mit einem Viertakter.

RedBull.com: Liverpool bedeutet für dich nicht nur die erste Runde der SuperEnduro Championship, sondern auch die Gelegenheit, zum ersten Mal bei dir zu Hause ein Rennen zu bestreiten. Bist du nervös, oder freust du dich darauf?
Jonny Walker: Ich bin noch nie eine World Championship-Runde so nah an meiner Heimat gefahren, also freue ich mich sehr darauf. Normalerweise erkennt man nicht all zu viele bekannte Gesichter in der Zuschauermenge. Aber in Liverpool wird das anders sein. Diese Unterstützung macht mir keinen Extradruck – ich empfinde sie als Hilfe. Sie motiviert mich, zu gewinnen – auf jeden Fall werde ich das versuchen.

Jonny Walker
Jonny Walker über den Baumstämmen © Jonty Edmunds

RB: David Knight und Taddy Blazusiak sind deine größten Rivalen in der Meisterschaft – fühlst du dich von ihnen bedroht?
JW: Nicht wirklich. Natürlich sind beide Champions im SuperEnduro – beide haben Titel gewonnen, und deshalb sind sie immer Favoriten, wenn sie antreten. Außerdem fahre ich noch nicht so lange die Meisterschaften mit wie sie und habe deswegen auch weniger Titel. Aber ich glaube, dass ich genauso schnell bin wie sie – und das habe ich schon bewiesen. Bisher haben mich nur kleine Fehler zurückgehalten, aber ich lerne und versuche, sie zu vermeiden. Das ist der Vorteil von Erfahrung.

RB: 2012 hast du die Saison als Zweiter beendet, aber bist 2013 auf den dritten Platz in der Gesamtwertung zurückgerutscht. War das eine Enttäuschung für dich?
JW: Ich finde, dass meine Leistung 2013 besser war als je zuvor. Bis zum Schluss habe ich mit Knight um den zweiten Platz gekämpft, aber er hat mich knapp überholt. Und Taddy, David und ich haben uns das ganze Jahr über einen guten Kampf geliefert. In der ersten Runde in Polen konnte ich auch einen Sieg für mich entscheiden, also war alles gut. Es war schade, dass die Meisterschaft 2013 kürzer war. Nächstes Jahr ist sie doppelt so lang, also haben Fehler weniger Konsequenzen.

Jonny Walker
Jonny Walker zurück im Geschäft © Jonty Edmunds

RB: Klär uns bitte über den Wechsel zu einer anderen Maschine auf – warum wählst du eine KTM 250cc mit Viertaktmotor?
JW: ich denke, dass für diesen Sport ein Viertaktmotor besser geeignet ist. In der letzten Saison waren viele Tracks sehr rutschig am Rand, was einem Zweitaktmotor nicht gut bekommt. Die Jungs mit den Viertaktmotoren konnten früher wieder Gas geben, wo ich aufpassen musste, um nicht durchzudrehen. Ich denke, dass die Chancen sich nun ausgleichen, da ich jetzt auf der gleichen Art Maschine sitze wie meine Konkurrenten.

RB: Wie hast du dich auf die Eröffnungsrunde der Saison in Liverpool vorbereitet?
JW: Nach dem Ukupacha Hard Enduro habe ich einige Wochen in den Staaten verbracht und auf den SuperEnduro-Strecken trainiert. Dazu hatte ich noch nie zuvor die Gelegenheit. Normalerweise bin ich in England und fahre auf nassen, schlammigen Strecken, doch die idealen Wetterbedingungen in Kalifornien haben mir sehr geholfen. Ich hoffe, dass sich diese Extraanstrengungen in Liverpool auszahlen werden.

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