So gewann James Stewart 2009 den Supercross-Titel

Wir erinnern uns an die Saison, in der James Stewart zweimaliger Supercross-Champion wurde.
James Stewart Supercross Championship Saison 2009 Yamaha
Stewart auf seiner Yamaha war beeindruckend © Simon Cudby/Red Bull Content Pool
Von Aaron Hansel

So lange ist es noch gar nicht her: Es geschah 2009. Doch in der Welt des Rennsports scheinen actionreiche Jahrzehnte vergangen zu sein, seit James Stewart in einem der großartigsten Championship-Kämpfe der Geschichte des Supercross Chad Reed entthronte.

James Stewart wurde zu Beginn der Saison 2009 von ungebremster Energie angetrieben. Obwohl er die Supercross-Saison 2008 wegen einer Knieverletzung praktisch aussitzen musste, ritt er bei der Motocross-Weltmeisterschaft 2008 auf einer unglaublichen Erfolgswelle und konnte jedes einzelne Motorennen gewinnen. Er war eindeutig ein Titelanwärter und die einzige Person, die ihn aufhalten konnte, erwies sich als sein ärgster Konkurrent – der amtierende Supercross-Champion Chad Reed.

Reed und Stewart ziehen in die Schlacht

Als in Anaheim das Startgatter für das Eröffnungsrennen der Saison 2009 fiel, waren die Weichen für die ultimative Kraftprobe zwischen Reed und Stewart – zwei der größten und erfolgreichsten Rivalen dieses Sports – gestellt. Es wurde schnell spannend, als Stewart mitten in einem hitzigen Zweikampf gegen Reed falsch schaltete und Reed deswegen von hinten mit ihm kollidierte. Beide Rider stürzten übereinander und auch Kevin Windham wurde Opfer des Durcheinanders von Männern und Maschinen. Das Video unten zeigt den Crash.

Albtraum-Start für Stewart vor Siegesserie

Reed konnte sich wieder fangen und wurde an jenem Abend Dritter, während Stewart sein Bike nicht wieder starten konnte und mit einem DNF nach Hause fuhr. Für Stewart war der Schaden an jenem Abend enorm – nach nur einem Rennen in der Saison lag er bereits unglaubliche 18 Punkte hinter einem der besten Supercross-Rennfahrer aller Zeiten zurück. Doch es geschah das Unfassbare: Stewart holte sich danach sieben klare Siege in Folge und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Reed ließ jedoch zu keiner Zeit locker und machte ihm in jedem dieser Rennen, wie auch in der restlichen Saison, das Rennleben sehr schwer. Sieh dir das Video mit den Höhepunkten unten an.

Die Saison endet in Las Vegas

Machen wir einen Sprung nach vorne zum Saisonfinale in Las Vegas. Stewart lag gerade mal sechs Punkte vor Reed, und durfte sich kaum Fehler erlauben. Er hatte sich im Laufe des Jahres schon einige Patzer geleistet hatte, die ihn teuer zu stehen gekommen waren. Als Reed Stewart im Hauptevent dicht am Hinterrad folgte, zeigte sich Stewart nicht an einem Zweikampf interessiert und wollte Reed vorbeiziehen lassen. Doch Reed weigerte sich hartnäckig. Es war einer der merkwürdigsten Momente im Supercross, bis Reeds Absichten einige Runden später deutlich wurden, als er mit einem super-schnellen Manöver Stewart von der Strecke drängte und ihn überholte. Spul das Video bis zur Einstellung 8:40 nach vorne und schau dir den Angriff an.

Stewart überlebte und holte sich trotz der unermüdlichen Bemühungen von Reed später den Supercross-Weltmeisterschaftstitel 2009. Beide Rennfahrer hatten im Kampf um den Titel wirklich alles gegeben, und folglich verwandelte sich ihr ohnehin schon bemerkenswert verbissener Wettstreit in eine der intensivsten Rivalitäten in der Geschichte des Rennsports.

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