Thierry Neuville Hot List: Größte M-Sport-Momente

Der Belgier wechselt nächstes Jahr sein Auto. Die letzte WRC-Saison vergisst er so schnell nicht.
Thierry Neuville auf dem Weg zu Hyundai.
Thierry Neuville auf dem Weg zu Hyundai © McKlein/Red Bull Content Pool
Von Richard Rodgers

Thierry Neuville verlässt M-Sport 2014 Richtung Hyundai. Die Koreaner kehren nach mehr als zehn Jahren in die WRC zurück. Der Red Bull-Athlet traf die Entscheidung zum Wechsel nach seiner bisher erfolgreichsten Saison in der Weltmeisterschaft. Er verrät uns sechs Momente, die seine Saison 2013 unvergesslich gemacht haben.

1. Rallye Finnland (Platz zwei in der Gesamtwertung)

Das war die Rallye, die ich am meisten genossen habe. Der beste Moment des Jahres. Vor allem wenn man hinterher oben auf dem Podium steht und sieht, wie alle Zuschauer mit dir feiern. Das ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Unter Experten gilt Finnland als schwierigste Rallye für einen Fahrer. Man braucht hier mehr Erfahrung als irgendwo anders. Ich war erst zum zweiten Mal hier und bin gleich Zweiter, fast Erster, geworden. Das war großartig und unsere beste Leistung in diesem Jahr.

2. Rallye Frankreich (Platz vier in der Gesamtwertung)

Letztendlich die größte Enttäuschung, aber das zweitbeste Wochenende mit M-Sport. Wir waren wirklich gut dabei. Nur ein kleiner Fehler kostete uns den Sieg. Mit 17 Sekunden Vorsprung vor den beiden Weltmeistern Sébastien Ogier und Sébastien Loeb in deren Heimatland zu führen, ist wirklich nicht zu übertreffen. Wie ärgerlich, dass wir das nicht bis zum Ende halten konnten.

© Ford

3. Rallye Mexiko (Platz drei in der Gesamtwertung)

Wir hatten nicht damit gerechnet, mit einem neuen Auto und neuem Team schon so früh in der Saison zum ersten Mal auf dem Podium zu landen. Natürlich ist Mexiko eine Rallye, die ich liebe. Schöne Etappen und gutes Wetter. Der Motor hat aufgrund der Höhe etwas weniger Power, aber es macht immer noch Spaß, zu fahren. Der Podiumsplatz war ein großartiges Ergebnis. Ich wusste, dass ich eines meiner Ziele bereits erreicht hatte. Es sollten noch viele Podiumsplätze folgen.

4. Rallye Deutschland (Platz zwei in der Gesamtwertung)

Ein weiteres tolles Wochenende für uns. Auch wenn es nicht gerade besonders viel Spaß gemacht hat, weil wir die ganze Zeit drücken mussten. Am Ende mussten wir uns geschlagen geben. Aber es war erleichternd, über die Ziellinie zu fahren, auch wenn wir nicht unseren ersten Sieg holen konnten. Eine gewisse Enttäuschung war mit dabei, weil ich wusste, dass wir nah am Sieg dran gewesen waren. Wir waren schnell. Es war cool, nach der Schotterpiste auch auf Tarmac eine gute Leistung zu zeigen. Denn normalerweise gehört das Auto auf Tarmac nicht zu den schnellsten.

Neuville fliegt bei der Rallye Sardinien.
Neuville fliegt bei der Rallye Sardinien © McKlein/Red Bull Content Pool

5. Rallye Sardinien (Platz zwei in der Gesamtwertung)

Ich mag diese Rallye nicht besonders. Ich rechnete damit, dass es eine der schwierigsten für mich in dieser Saison werden würde. Umso besser war die Erfahrung, auf der Power Stage Punkte geholt und gekämpft zu haben: nur eine Sekunde hinter Sébastien Ogier. Ich erinnere mich genau, wie gut ich mich am letzten Tag gefühlt habe. Ich hatte etwas Erstaunliches geleistet.

6. Rallye Australien (Platz zwei in der Gesamtwertung)

Ich war zum ersten Mal hier. Die anderen Fahrer machten auf der letzten Etappe Fehler und ich holte mir den zweiten Platz. Das fühlte sich gut an. Es war ein starkes und gutes Wochenende. Wir hätten bei unserem Debüt hier niemals damit gerechnet, so schnell zu sein. Am Ende der Saison war ich sehr zufrieden mit der Erfahrung bei M-Sport.

Wir waren wie eine große Familie. Ich habe mich selbstverständlich immer als Teil des Teams gefühlt. Aber wir wollen immer einen Schritt weitergehen und in die Zukunft schauen. Nächstes Jahr werden wir nicht mehr zusammenarbeiten. Malcolm Wilson [Boss von M-Sport] hat meine Entscheidung akzeptiert. Ihm, Katar und dem ganzen Team gebührt großer Dank für alles, was sie für mich getan haben.

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