Ruhe in Frieden, Kurt Caselli

Red Bull KTM-Werksteamfahrer Kurt Caselli wurde Opfer eines tödlichen Unfalls in Mexiko.
R.I.P. Kurt Caselli © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Der Amerikaner Kurt Caselli, eines der größten Talente im Offroad-Motorradrennsport, starb im Alter von 30 Jahren bei der Teilnahme am Baja 1000 Marathonrennen in Mexiko. Kurt kämpfte auf Meile 796 um die Führung und stürzte.

Jordi Viladoms, der bei der Rallye Dakar 2013 an Kurts Seite an den Start gegangen war, reagierte auf Twitter mit schlichten Worten – „Ruhe in Frieden, Kurt Caselli. Wir werden dich vermissen.”

Kurt war als Weltklassefahrer bekannt, mit Erfolgen in Offroad-Events auf der ganzen Welt. Siege beim National Hare & Hound, Goldmedaillen beim International Six Day Enduro und seine Auszeichnung zum „AMA Sportsman of the Year” zeugen vom Talent des Kaliforniers.

In knapp zwei Monaten wäre Kurt zum zweiten Mal bei der Rallye Dakar dabeigewesen. Bei seinem Dakar-Debüt zu Jahresbeginn hatte Kurt für Aufregung gesorgt, als er während der 15-tägigen Rallye gleich zwei Etappen für sich entschied.

Kurt wurde erst spät als Teilnehmer der Dakar 2013 bestätigt, als er den Platz des verletzten Marc Coma im Red Bull KTM-Werksteam übernahm. Mit seiner Warmherzigkeit nahm Kurt seine neuen Teamkollegen schnell für sich ein. Sie schätzten seine positive Einstellung zum Rennsport. Als Debütant bei der Dakar zeigte Kurt eine Begeisterung und ein Interesse daran, alles über das Rennen zu lernen, die ansteckend waren. Sie waren auch im Blog, den er für redbull.com schrieb, zu spüren.

In seinem Blog beschrieb Kurt seinen Wunsch, nicht dem Feld hinterherzufahren, sondern sich seinen eigenen Weg zu suchen, mit den Worten „Ich bin hier, um zu lernen. Das kann ich am besten, wenn ich die Initiative ergreife und ganz vorne im Rennen mitfahre.“

Man konnte sehen, dass sich Kurt mit den Bikes, auf denen er seine Rennen fuhr, gut auskannte. Das hatte er von seinem Vater. Sein Können und seine Kenntnisse nutzte er uneigennützig, um Cyril Despres, dem späteren Sieger des Rennens, bei der Rallye Dakar 2013 zu helfen. Die beiden legten gemeinsam Hand an und wechselte auf der Marathon-Etappe den Motor aus, da die Fahrer dort ohne ihre Mechaniker auskommen müssen.

Ein kürzlicher Sieg bei der schwierigen Desafio Ruta 40 in Argentinien war der Beweis, dass er mit den Herausforderungen des Terrains in Südamerika gut zurechtkam. Ein Triumph bei der Rallye Dakar 2014 lag damit für ihn in absoluter Reichweite.

Kurts Familie, seine Freunde, und alle, die seine Leidenschaft für den Offroad-Rennsport teilten, werden ihn zutiefst vermissen.
 

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