Neustart für Cyril Despres bei der Dakar 2014

In unserem exklusiven Interview mit dem fünffachen Rallye-Dakar-Champion wird klar: Er ist bereit.
© Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Redbull.com: Die Rallye Dakar 2014 rückt näher. Wie steht es um dich und dein neues Yamaha-Team?

Cyril Despres: "Wir mussten bei dieser neuen Herausforderung mit Yamaha schnell handeln. Es ging erst im Mai richtig los, also konnten wir mit den Vorbereitungen auf die Dakar keine Zeit verlieren. Nach dem ersten Test haben wir einige Änderungen vorgenommen, um das Bike bequemer zu machen, etwa an der Sitzposition und am Lenker. Seitdem sind ein paar Details dazugekommen, zum Beispiel haben wir den Tank vergrößert. Ich wollte drei Liter mehr im Tank dabei haben, das mag nicht nach viel klingen, aber nach meiner Erfahrung kann es viel ausmachen."

Cyril Despres: neues Bike, alter Style.
Cyril Despres: neues Bike, alter Style © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

RB: Es klingt, als ob du der Yamaha 450 YZF Rally deinen Stempel aufgedrückt und sie damit zu deinem Bike gemacht hättest?

CD: "Ich habe mich dazu entschieden, Yamahas Bike von der Dakar 2013 zu fahren, weil es sich als wettbewerbsfähig erwiesen hatte. In der kurzen Zeitspanne, die wir zum Arbeiten hatten, wäre es leichtsinnig gewesen, eine komplett neue Maschine zu bauen. Wir haben ein paar kleine Änderungen vorgenommen, um die Performance zu verbessern, aber nichts Grundlegendes hat sich geändert. Nichts an dem Bike ist grundsätzlich neu und 'sexy', aber ich glaube, dass das Material es mir ermöglicht, bei der Dakar meinem Job nachzugehen."

Nichts an dem Bike ist grundsätzlich neu und 'sexy'.

RB: Wie ist dein Arbeitsverhältnis zu deinem neuen Yamaha-Team?

CD: "Der Ideenaustausch ist gut und es gab großartige Diskussionen in der Garage, die uns dabei halfen, uns zu verbessern. Wir haben Jungs bei Yamaha, die mit Stéphane [Peterhansel] zusammengearbeitet haben, als er bei der Dakar auf einem Bike erfolgreich war. Diese Art von Erfahrung ist unbezahlbar und wir ziehen alle mit, um das Bike in die bestmögliche Form zu bringen. Ich bin sehr präzise, wenn es um das Set-up des Bikes geht. Da gibt es kein 'mehr oder weniger'."

Cyril will bei Yamaha zeigen, worauf es ankommt.
Cyril will bei Yamaha zeigen, worauf es ankommt © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

RB: Diskutiert ihr vor dem Rennen über die Taktik?

CD: "Meine Strategie wird sich nicht ändern, nur weil ich einem neuen Team beigetreten bin. Meine Art und Weise Rennen zu fahren, wurde von mir und für mich designt. Sie mag für andere Rider nicht funktionieren, aber bei mir hat sie sich bewährt, also sehe ich keinen Grund, meinen Style zu ändern, nur weil ich mein Bike gewechselt habe. Es ist mir klar, dass das Team bei Yamaha viel Vertrauen in mich hat. Sie wollen, dass es für mich so komfortabel wie möglich ist. Sie üben auf keinen Fall Druck auf mich aus, um meinen Fahrstil zu verändern."

Meine Strategie wird sich nicht ändern, weil ich einem neuen Team beigetreten bin.

RB: Was sind deine persönlichen Ziele bei der Rallye Dakar 2014?

CD: "Ich weiß, dass wir alles haben, um diese Dakar zu gewinnen. Ich denke, dass es eine harte Dakar wird, die härteste Dakar seit Jahren. Dieses Mal habe ich den Vorteil, entschlossen zu sein und zeigen zu wollen, dass nicht das beste Bike die Dakar gewinnt, sondern auch der beste Rider. Ich weiß nicht, ob ich das Rennen mit meinem sechsten Dakar-Titel und dritten Sieg in Folge abschließe, aber ich möchte den Unterschied verdeutlichen, den ein erfahrener Rider für ein Team bedeutet. Natürlich ist es wichtig, gute Mechaniker und gutes Personal hinter sich zu haben, aber ich möchte Yamaha zeigen, was ich zum Team beitragen kann."

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