Ogier bei der Wales Rally GB – Damals/Heute

Nach seinem Sieg bei der Wales Rally GB werfen wir einen Blick auf das Debüt des Franzosen 2008.
Sebastien Ogier in seinem Citroen C4 WRC bei der Wales Rally GB 2008.
Sebastien Ogier bei der Wales Rally GB 2008
Von Richard Rodgers

Sébastien Ogier führte die WRC-Rallye in Wales von Anfang bis zum Ende an und hat nun neun Siege von dreizehn Starts zu verbuchen. Doch, wie der Volkswagenfahrer zugibt, war die britische Runde der Rallye-Weltmeisterschaft in der Vergangenheit nicht immer gnädig mit ihm. Besonders sein erster Auftritt in den Wäldern von Wales vor fünf Jahren hatte es in sich.

Damals – Die Rallye von Wales 2008

Ogier kam Anfang Dezember 2008 als Junior-Weltmeister, ein Titel, den er Mitte Oktober auf dem sonnigen Korsika errungen hatte, nach Wales, um seine erste Wales Rally GB mitzufahren. In einem Wales, das sich alles andere als sonnig präsentierte, lag Ogier bei seinem erfolgreichen Debüt in seinem Citroen C4 WRC erstaunlicherweise in Führung, wenigstens zu Beginn. Doch er gibt offen zu, dass er seine anfängliche Geschwindigkeit auf den vereisten Streckenabschnitten vor allem seiner Position zu verdanken hatte: Er konnte den Spuren seiner Vorgänger folgen und so von dem bisschen Bodenhaftung profitieren, die sie auf den Strecken hinterließen.

Ein Schleuderunfall und der Verlust seines dritten Gangs sorgten jedoch dafür, dass Ogier beim Stopp in Cardiff am Freitagabend nur auf dem achten Platz lag. Und auch Samstag erholte er sich nicht, denn der damals 24-Jährige geriet schon im ersten Abschnitt in einer Linkskurve auf eine Eisplatte und musste aufgeben. Am Sonntag ging er erneut an den Start und wurde dann letztendlich 26. in der Gesamtwertung. Nicht gerade ein traumhaftes Debüt in dieser legendären Rallye...

Heute – Die Rallye von Wales 2013

Auch in diesem Jahr kam Ogier wieder als Weltmeister nach Wales, nachdem er letzten Monat diesen ersten Platz vor seinem heimischen Publikum bei der Rallye de France-Alsace entgegennahm. Doch auch mit dem Titel in der Tasche zeigte Ogier keine Anzeichen, dass er die Sache beim letzten Rennen der Saison gemütlicher angehen würde. Er gewann die Qualifying-Stage bevor er in eine frühe Führung stürmte, die er bis zum Ende halten sollte. 

Sebastien Ogier auf der Chirk Castle Special Stage bei der Wales Rally GB 2013 in seinem Volkswagen Polo R WRC
Ogiers Wales Rally 2013 war viel besser © McKlein Image Database

Ogier war während der gesamten 22 Streckenabschnitte nicht ein Mal verunsichert – trotz der rutschigen Strecken durch die Wälder und dem Druck, den sein VW-Teamkollege Jari-Matti Latvala in den letzten Abschnitten am Samstag aufbaute. Am Schluss siegte der Franzose mit 20 Sekunden Vorsprung vor Latvala, was eine wunderbarere Rückkehr von Volkswagen zur WRC krönte. Außerdem stärkte der Sieg Ogiers Ruf als der Mann, der die WRC nach der PLE – der Post-Loeb-Ära – anführt und weiterbringt.

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