Sam Sunderland von Honda auf dem Weg nach Dakar

Der britische Motoradfahrer Sam Sunderland gibt auf dem Weg nach Dakar Vollgas.
Sam Sunderland hat hohe Erwartungen an Dakar 2014.
Sam Sunderland hat hohe Erwartungen an Dakar 2014 © Alberto Lessmann/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Das Team HRC hat in seinem fünfköpfigen Fahrerteam für die Rallye Dakar 2014 eine Geheimwaffe. Der Brite Sam Sunderland mag zwar das jüngste Mitglied des Teams sein, seine Ergebnisse in letzter Zeit lassen allerdings aufhorchen. Wir haben uns den 24-Jährigen kurz vor seinem nächsten Trip mit seiner Honda CRF450 Rally vor der Dakar geschnappt…

RedBull.com: Sam, bist du in Bestform für die kommende Rallye Dakar?

Sam Sunderland: Ich fühle mich super, vor allem nach den Rennen, die ich erst kürzlich in Marokko absolviert habe. Sieben Monate lang bin ich kein Rennen mehr gefahren und es war fantastisch, endlich wieder im Sattel zu sitzen. Ich habe bei der OiLibya Morocco Rally Platz fünf erreicht, womit ich sehr zufrieden bin, und direkt im Anschluss an der Merzouga Rally teilgenommen, die ich mit einem ziemlichen Vorsprung vor ein paar Top-Fahrern gewonnen habe.

Sam Sunderland kommt in Höchstform nach Dakar.
Sam Sunderland kommt in Höchstform nach Dakar © Alberto Lessmann/Red Bull Content Pool

RB: An der letzten Rallye Dakar konntest du wegen einer Trainingsverletzung nicht teilnehmen. Läuft diesmal alles nach Plan?

SS: Ich bin so froh, dass diese Verletzung der Vergangenheit angehört. Ich muss mein rechtes Handgelenk im Rennen immer noch schonen, da noch ein bisschen Hardware drin sind, aber das ist kein Problem. Es war toll, nach so einer langen Pause bei der Merzouga Rally festzustellen, dass sich mein Selbstvertrauen die ganze Woche über gesteigert hat. Das Motorrad und die Einstellungen, die wir vorgenommen hatten, passten und alles zahlte sich aus. Ich war außerdem sehr zufrieden, dass ich die Navigation hinbekommen habe. Der Sieg gibt mir nun den absoluten Kick für den Ausflug nach Dakar.

Ich gehe mit Vertrauen in mein fahrerisches Können und mein Motorrad sowie mit der Hilfe eines großartigen Teams in das Rennen.

RB: Du bist also bereit, in Südamerika ein gutes Ergebnis zu erzielen?

SS: Man sollte nie zu selbstsicher sein. Aber noch direkt vor Dakar ein Rennen zu gewinnen, hat mich definitiv in gute Laune versetzt. Ich gehe mit Vertrauen in mein fahrerisches Können und mein Motorrad sowie mit der Hilfe eines großartigen Teams in das Rennen. Ich habe meine Navigationsfertigkeiten verbessert und trainiere viel. Jetzt muss ich es nur noch schaffen die zwei Wochen der Dakar total konzentriert zu bleiben. Wenn das gelingt, bin ich mir sicher, dass ich ein unfallfreies, gutes Rennen fahren kann.

Sam Sunderland beim Training.
Sam Sunderland beim Training © Alberto Lessmann/Red Bull Content Pool

RB: Gab es spezielle Vorbereitungen auf das Gelände der Dakar?

SS: Bevor ich in Dubai Wüstenrennen gefahren bin, bin ich Motocross-Rennen gefahren. Mein erstes Baja in Abu Dhabi lief wirklich gut und ich konnte ein paar Podiumsplätze ergattern. Ich lebe jetzt in Dubai und das hat natürlich Einfluss auf mein Können auf Sand. Definitiv ein Untergrund, der mir liegt und auf dem ich schnell sein kann. Letztes Jahr habe ich begonnen, auf steinigem Untergrund zu trainieren und mich insgesamt mehr auf das Fahren auf hartem Untergrund konzentriert. Auf Sand bin ich zuhause, daher sollte sich die Zeit, die ich auf das Fahren auf hartem Untergrund und die Navigation verwendet habe, in Dakar auszahlen.

Ein gutes Paar Ohrenstöpsel ist Gold wert!

RB: Was packst du als Erstes in deinen Koffer für für Dakar?

SS: Ein gutes Paar Ohrenstöpsel ist Gold wert! Ich habe mir welche anfertigen lassen. Die sind bei dem Lärm, der Tag und Nacht in Dakar herrscht, sehr hilfreich. Geradezu unersetzlich, wenn man etwas schlafen will.

Ihr wollt mehr von der Rallye Dakar?

read more about
Zur nächsten Story