Carlos Sainz' Wüsten-Racer fliegt zur Dakar

Rallye-Legende Carlos Sainz nutzt jede verfügbare Minute zur Vorbereitung auf die anstehende Dakar.
Carlos Sainz' Wüsten-Racer fliegt zur Dakar
Carlos Sainz' Wüsten-Racer fliegt zur Dakar © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Der ehemalige Dakar-Champion Carlos Sainz sitzt wieder hinter dem Steuer seines Red Bull SMG Buggy und will mit seinem Team bei der Rallye Dakar 2014 die optimale Leistung bringen. Der Shakedown in Frankreich war Carlos‘ letzte Chance, um an dem Buggy mit Zweiradantrieb vor dessen Transport nach Argentinien eine Feinabstimmung vorzunehmen.

„Es war ein klasse Gefühl, wieder im Buggy zu sitzen“, sagte Carlos. „Als ich merkte, dass alles perfekt funktioniert, gab mir das Selbstvertrauen. Man muss bedenken, dass dieses Fahrzeug, das Philippe gebaut hat, vollkommen neu ist. Wenn es also genau das macht, was ich möchte, bin ich sehr zufrieden.“

Ausführliche Tests im Laufe des Jahres in verschiedenen Wüstengegenden wie beispielsweise in Marokko ermöglichten es dem Red Bull SMG Rally Team, das Fahrzeug vor der Rally mit ihren 13 Etappen fertigzustellen. Während dieses Prozesses wurde der Buggy ständig weiterentwickelt, bis er seine schlussendliche Rennspezifikation erreichte.

Carlos Sainz lernt seinen brandneuen Buggy kennen.
Carlos Sainz lernt seinen brandneuen Buggy kennen © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Carlos und sein Co-Pilot Timo Gottschalk waren nach dem Shakedown-Test mit den neuesten Änderungen sehr zufrieden. Das Fahrzeug ist nun perfekt auf die Dakar vorbereitet.

„Die Veranstalter haben die Längen der Etappen bekanntgegeben, aber sie halten noch viele wichtige Details über die Route geheim“, sagte Timo. „Ich suche manchmal im Internet, ob es vielleicht einen neuen Hinweis gibt, mit dem wir etwas anfangen können, und ich stehe natürlich in Kontakt mit Carlos, um alle neuen Entdeckungen, die das Rennen betreffen, mit ihm zu besprechen.“

Diese zusätzlichen Testwochen waren nur möglich, weil der Buggy #303 nach Südamerika geflogen wird – und nicht wie die meisten Rennwagen von Europa aus auf eine dreiwöchige Schiffsreise geht.

Philippe Gache, der Teammanager vom Red Bull SMG Rally Team, ist sich sicher, dass ihnen die Beförderung per Flugzeug für die Vorbereitung auf die Dakar einen signifikanten Vorteil geliefert hat.

„Wir hatten mehr Zeit, um am Auto zu arbeiten, denn wir konnten für Carlos‘ Buggy einen Flug von Paris nach Buenos Aires organisieren“, erklärte Philippe. „Nur wenige Autos können zum Rennen geflogen werden. Das hat uns einen Vorteil verschafft, denn so hatten wir weitere vier oder fünf Wochen mit dem Auto und diese Zeit ist äußerst wichtig.“

Ronan Chabot sitzt bei der Dakar hinterm Steuer
Ronan Chabot sitzt bei der Dakar hinterm Steuer © Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Auch Ronan Chabot und sein Co-Pilot Gilles Pillot waren im Laufe des Jahres stark in die Entwicklung des Buggys involviert. Zwölf Monate nach seinem siebenten Platz bei der Dakar im SMG-Vorgängermodell übernimmt das Duo nun die Kontrolle über das Zwillingsauto von Carlos Sainz, den Buggy #312.

Mit so viel Erfahrung und Expertise bei diesem hochqualifizierten, professionellen Unterfangen ist das Team zuversichtlich, dass der neue Buggy – die 23. Generation, die von SMG gebaut wurde – den härtesten Ausdauertest der Welt bewältigen kann.

Beide Rennfahrzeuge sind nun für die Reise nach Südamerika verladen worden – doch die Mitglieder des Red Bull SMG Rally Teams können dennoch keine gewöhnlichen Festtage genießen. Carlos Sainz unterzieht sich zum Beispiel einem Fitnessprogramm, um seine körperliche Verfassung auf das Niveau zu bringen, das er während seiner Erfolgszeit in der WRC hatte. Das strikte Trainingsprogramm sorgt dafür, dass der Champagner noch auf Eis liegen bleibt – bis zum Überqueren der Ziellinie der Rallye Dakar 2014 am 18. Januar in Valparaiso.

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