Marc Coma mit neuer KTM 450cc Rally bei der Dakar

Wir erfahren, warum KTM für die härteste Rallye der Welt eine neue Maschine liefert…
Marc Coma mit neuer KTM 450cc Rally bei der Dakar
Marc Coma mit neuer KTM 450cc Rally bei der Dakar © KTM/J. Edmunds
Von Jonty Edmunds

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Wenn man über die Rallye Dakar spricht, muss man wohl niemandem erklären, wer KTM ist. Mit 12 Siegen in Folge in der Motorrad-Kategorie hat das Unternehmen den Event sowohl früher in Nordafrika als auch in den letzten Jahren in Südamerika dominiert.

Unser Ziel war es, für den kleineren 450cc-Motor ein „richtiges“ Rallye-Chassis zu entwickeln.

Doch KTM will sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Sie wissen, wie man siegt, und der Erfolg der Rider liegt wohl zu einem großen Teil auch an den Maschinen, die KTM liefert. Wenn die Dakar 2014 am 5. Januar startet, gehen die vier offiziellen KTM-Piloten mit der neuesten Dakar-Waffe der österreichischen Marke an den Start.

Aber warum entwirft und baut man als führender Akteur in der Motorrad-Kategorie ein komplett neues Bike? Kaum jemand wird wohl widersprechen, wenn man sagt, dass an den alten Maschinen nichts verkehrt zu sein schien!

Coma will seinen vierten Dakar-Titel holen
Coma will seinen vierten Dakar-Titel holen © KTM/J. Edmunds

„Unser Ziel war es, für den kleineren 450cc-Motor ein „richtiges“ Rallye-Chassis zu entwickeln – eines, das im Bereich des Zylinders schmaler ist und so die Breite der Tanks verkleinert“, erklärt Stefan Huber, Technischer Manager von KTMs Rallye Team. „So sitzt man auf dem Motorrad wie auf einem Enduro-Bike. Die Rider können auf dem neuen Bike wirklich in der Mitte des Sattels sitzen und nicht wie zuvor hinter den großen Tanks.“

Wir wollten ein neues Motorrad mit besserer Ergonomie bauen – wie ein Enduro-Bike.

Die Planung für das neue Rally Bike von KTM, das bei der Dakar im Januar 2014 erstmals zum Einsatz kommt, begann schon vor dem Event 2013. „Erste Ideen begannen wir im Dezember 2012 zu sammeln“, fügt Stefan hinzu. „Der Hauptgrund war, dass die bestehenden Bikes über keine Kraftstoffeinspritzung verfügten, die wir einführen wollten. Außerdem stammten die Grundlagen unserer Bikes noch von den 690cc-Motorrädern. Wir wollten ein neues Motorrad mit besserer Ergonomie bauen – wie ein Enduro-Bike, um die Entwicklung widerzuspiegeln, die das Rennen einschlägt.“

Das Herzstück der brandneuen KTM 450cc Rally
Das Herzstück der brandneuen KTM 450cc Rally © KTM/J. Edmunds

„Das Rally-Chassis war dringend notwendig, denn wir wussten, dass es unseren Bikes wirklich Stabilität verleihen würde“, erklärt Stefan. „Es stellt sicher, dass wir in Sachen Dämpfung ein Motorrad bauen, auf das man sich immer verlassen kann. Wir haben viele Ideen gesammelt und so wie ich glaube auch die Sichtweise der Fahrer, die Aerodynamik und ähnliches mit in unseren Entwurf einbezogen. Wir brachten alle Informationen zusammen und entschieden, welche Richtung wir einschlagen wollten. Herauskam das aktuelle Produkt.“

Die Rider können auf dem neuen Bike wirklich in der Mitte des Sattels sitzen und nicht wie zuvor hinter den großen Tanks.

Die Manövrierfähigkeit ist bei der Dakar in Südamerika viel wichtiger als früher beim Event in Afrika. Was sich nicht geändert hat, sind die erforderlichen Höchstgeschwindigkeiten. „Höchstgeschwindigkeit ist immer noch wichtig – bei dem Rennen dreht sich nicht alles um die Strecken in den Bergen. Auch heute gibt es auf der Dakar immer noch viele schnelle Abschnitte, und daher braucht man auch ein schnelles Bike. Wir wissen, dass der neue Motor mehr Leistung und ein hohes Drehmoment bietet.“

Während KTM nicht mehr das einzige „offizielle“ Team der Dakar ist, meinen einige, dass es der einzige Hersteller ist, der mit einem wahren 450cc-Rallybike antritt. Sowohl Honda als auch Yamaha gehen mit Maschinen an den Start, deren Rahmen im Enduro-Stil gehalten sind. So wollen sie die KTM-Herrschaft an der Spitze beenden. Doch KTM hat die Messlatte wieder etwas höher gelegt. Mit dem komplett neuen Rallybike hofft man bei KTM auf einen weiteren Erfolg bei der Rallye Dakar…

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