Rallye Dakar 2014 startet mit Podiumspräsentation

Die Schar der Rallye-Raid-Teilnehmer ist bereit für den härtesten Ausdauertest des Motorsports.
Lokalmatador und Quad-Champ Marcos Patronelli
Lokalmatador und Quad-Champ Marcos Patronelli © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Die Podiumspräsentation vor dem Start des Rennens in der Innenstadt von Rosario markiert den Beginn der Rallye Dakar 2014 und das Red Bull Desert Wings-Team stand dabei an vorderster Front.

Nachdem alle Teilnehmer im Rahmen der Überprüfung vor dem Rennen die technischen Vorschriften der Rennkommissare erfüllt hatten, durften sie ihre Plätze bei der Podiumspräsentation einnehmen.

Und es wurde laut, als die argentinischen Fans die Chance nutzten, um dem Lokalmatadoren und amtierenden Champion des Quad-Rennens, Marcos Patronelli, einen stürmischen Empfang zu bieten. Die Arbeit in Marcos Yamaha Racing Argentina-Team ist eine Familienangelegenheit, denn neben seiner Armee von Fans wird er das ganze Rennen über von seinem Vater Roberto und seiner Schwester Clara begleitet.

Ebenfalls auf einer beeindruckenden Yamaha-Maschine sitzt der amtierende Motorrad-Champion Cyril Despres. Lautstark würdigten die Zuschauer den fünffachen Dakar-Champion, der seinen Titel mit der Unterstützung von Michael Metge verteidigen will.

Cyril muss sich bei der Dakar nicht nur gegen das widrige Terrain durchsetzen, sondern auch seine ultra-harten Konkurrenten hinter sich lassen, die ihm seinen sechsten Titel streitig machen wollen. Marc Coma, der nach drei Dakar-Siegen wieder zurück auf die Erfolgsspur will, sitzt für das Red Bull KTM Factory Team im Sattel eines 450cc-Motorrads.

Auch Carlos Sainz, ein weiterer ehemaliger Sieger, kehrt in die Wüste zurück. In Argentinien ist er ein Held und konnte in diesem Land neben der Dakar auch schon die Rallye-Weltmeisterschaft für sich entscheiden. Und Sainz wurde auch bei der Podiumspräsentation in Rosario wie ein Held empfangen, als er hinter dem Steuer seines Red Bull SMG Buggys erschien. Neben Carlos und seinem Co-Piloten Timo Gottschalk übernehmen die erfahrenen Mitstreiter Ronan Chabot und Gilles Pillot für das Red Bull SMG Rally Team das Steuer des zweiten Buggys.

Komplettiert wurde die Podiumspräsentation schließlich von den mächtigen Maschinen des Team Kamaz Master. Die großen blauen Trucks der Russen sind seit der Jahrtausendwende bei der Dakar ein Symbol des Erfolges und nach ihrem 1-2-3-Erfolg im letzten Jahr kehren auch sie zurück in die Dünen. Eduard Nikolaev will seinen Trucker-Titel verteidigen und kann sich dabei auf die Unterstützung der anderen vier Kamaz-LKWs verlassen, die ebenfalls am Rennen teilnehmen.

Marc Coma bei der Überprüfung vor der Dakar
Marc Coma bei der Überprüfung vor der Dakar © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

Marc Comas Mini-Blog…

„Ich erinnere mich noch an mein erstes Jahr bei der Rallye. Ich arbeitete allein und hatte mich das ganze Jahr auf dieses Rennen vorbereitet. Ich war so nervös vor der technischen Kontrolle – ich muss meine Dokumente 100 Mal überprüft haben. Aber ich hätte mir nicht so große Sorgen machen müssen. Alles war in Ordnung, und ich atmete tief durch. Ich fühlte mich nach der technischen Kontrolle seltsam erleichtert, denn endlich hatte ich das Gefühl, dass das Rennen kurz bevorstand. Es gibt dann nichts mehr zu tun, außer auf den Beginn des ersten Abschnitts zu warten. Die Rallye Dakar hat begonnen.”

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Dakar-Alphabet… K wie Kamaz

Es gibt bei der Rallye Dakar keinen furchterregenderen Anblick als eins der blauen Monster des Kamaz Master-Teams im Rückspiegel. Die Flotte mächtiger russischer Trucks dominierte ihre Klasse während der letzten Jahre. Und nach dem Rückzug des siebenmaligen Dakar-Siegers Vladimir Chagin trat eine Generation junger Fahrer auf den Plan und belegte 2013 die ersten drei Plätze für Kamaz.

Dakar-Quiz…

Der in Rosario geborene Lionel Messi gilt als bester Fußballer seiner Generation. Wie viele Tore hat er bei der Fußball-WM erzielt?

☐ 1
☐ 5
☐ 10

Die Antwort von gestern: Marcelo Bielsa hat bei der Fußball-WM sowohl Argentinien und Chile gemanagt.

Und morgen…

Das Abenteuer beginnt mit dem ersten Abschnitt der Rallye Dakar 2014 von Rosario nach San Luis. Die Strecke über insgesamt 800 Kilometer enthält eine Zeitstrecke über 180 Kilometer. Das ist die erste Chance für die führenden Fahrer, zu beweisen, dass sie es in Dakar dieses Jahr ernst meinen.

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