Dakar Zweite Etappe: Ab in die Wüste

Auf die Teilnehmer der Dakar Rallye wartete auf ihrem Weg nach San Rafael viel Sand.
© Alberto Lessmann/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Zum sechsten Mal ist Argentinien der Schauplatz für die härteste Rallye der Welt - und stellt mit seinen Terrains die perfekte Umgebung für dieses Rennen. Die zweite Etappe der Rallye Dakar zeigte einmal mehr, welch Vielseitigkeit die Landschaft und Natur in Argentinien zu bieten hat. Die Sportler begaben sich auf eine anstrengende Etappe durch die grauen Dünen von El Nihuil am Stadtrand von San Rafael.

Am zweiten Tag der Dakar gab es schon vor den Dünen einige spannende Fights. Die ersten 250 Kilometer der zweiten Etappe fanden auf dem schnellsten Offroad-Abschnitt der gesamten Rallye statt. Am Vormittag war es noch eher ein „schneller Ausflug “, am Nachmittag fand die Sonderwertungsprüfung über 100 Kilometer durch den Sand von El Nihuil statt.

Der britische Motorradpilot Sam Sunderland trotze dabei allen Hindernissen und holte sich den Etappensieg, womit Honda bei dieser Ausgabe der Dakar bislang 100 Prozent der Siege erringen konnte. Chaleco Lopez aus dem Red Bull KTM Factory Team hatte im Biwak ebenfalls Grund zur Freude: Er holte sich auf dieser Etappe den zweiten Rang.

Platz drei der zweiten Etappe ging an Joan Barreda, womit der Honda-Pilot die Gesamtführung nach zwei Tagen weiter ausbauen konnte. Chaleco schob sich auf den zweiten Platz nach vorn, Sam brachte sein heutiger Etappen-Sieges den dritten Gesamtrang.

Die Dakar jeden Tag auf unserer Event-Page

Carlos Sainz und sein Co-Pilot Timo Gottschalk nahmen den zweiten Tag der Dakar Rallye als fünftes Auto der Etappe auf, kämpften sich aber nach einigen Überholmanövern schnell zur Spitze des Feldes. Mit dem zweiten Platz auf der zweiten Etappe liegt Carlos Sainz nun auch auf dem zweiten Gesamtrang - weniger als eine halbe Minute hinter dem Führenden Stephane Peterhansel.

Bei den Quads übernahm der amtierende Champion Marcos Patronelli mit dem 15. Etappen-Sieg seiner Dakar-Karriere die Führung. Der Argentinier liegt nun an der Spitze und macht Druck darauf, in seiner Klasse den dritten Titel dieses Wüsten-Klassikers einzufahren.

Drama beim Team Kamaz Master: Einer der fünf Trucks hatte einen Unfall und ist aus dem Rennen. Die Dakar 2014 endete für den gestrigen Etappensieger Ayrat Mardeev vorzeitig, als er seinen Truck auf dem Weg nach San Rafael auf das Dach legte. Damit war Anton Shibalov an der Reihe: Er gewann die zweite Etappe für die Russen und schob sich hinter dem Niederländer Marcel Van Vliet auf den zweiten Gesamtrang.

Carlos Sainz am zweiten Tag der Dakar Rallye in seinem Red Bull SMG Buggy.
Carlos Sainz donnert zu Rang zwei der Dakar © Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

Marc Comas Mini-Blog…

„Bei einer Rallye ist man immer schnell unterwegs. Selbst bei einem Crash mit langsamer Geschwindigkeit, wie ich ihn 2012 in Marokko erlebt habe, war ich immer noch mit 60km/h unterwegs. Für den Fall, dass man von der Strecke abkommt, will man die besten Chancen haben, unbeschadet davonzukommen. Umfangreicher Schutz ist daher ein Muss.“

Dakar-Alphabet… G wie Global Positioning System

Die Teilnehmer der Dakar müssen die vorgeschriebene Route jeder Etappe aus dem Roadbook ablesen. Die Fahrer nutzten diesen Guide, um „versteckte“ Wegpunkte zu finden, die – wenn sie einmal gefunden wurden – von einem GPS-Gerät im Wagen bestätigt werden.

Auf dieser Etappe…

2007: Begleitet von den Anfeuerungsrufen seiner heimischen Fans auf der Etappe in Portugal, absolvierte Helder Rodrigues die Strecke zwischen Portimão und Málaga als schnellster Motorradfahrer.

Dakar-Quiz…

Die MotoGP-Weltmeisterschaft macht 2014 wieder einmal in Argentinien Halt, und Marc Márquez wird versuchen, seinen Titel zu verteidigen. In welcher argentinischen Provinz findet das Rennen statt?

☐ Buenos Aires
☐ Santiago del Estero
☐ Cordoba

Die Antwort von gestern: Sebastian Vettel und Michael Schumacher sind die einzigen Formel-Eins-Fahrer, die wie Fangio vier Meisterschaften in Folge gewannen.

Und morgen…

Heute stand Sand auf der Speisekarte und morgen stehen Berge auf dem Menü, denn die Dakar sucht sich ihren Weg durch das Vorgebirge der Anden. Im Schatten des mächtigen Aconcagua kämpfen sich die Fahrer entlang gefährlicher Bergkämme. Vor allem für die Motorradfahrer wird es ein harter Tag: Sie müssen einen Höhenanstieg von 4.300 Metern bewältigen, um die erste Hälfte ihrer ersten Marathonstrecke von 2014 hinter sich zu bringen.

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