Marathon Etappe für Fahrer = Pause für Mechaniker

Was macht das Red Bull KTM Factory Team, wenn die Fahrer sich selbst überlassen sind?
Chaleco Lopez bereitet sein Bike für die Dakar vor
Chaleco Lopez bereitet sein Bike für die Dakar vor © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Von Tim Sturtridge

Der dritte Tag der 2014 Dakar Rally ist ein spezieller für alle Motorrad und Quad Piloten. An diesem Tag ist die erste Hälfte der ersten Marathon Etappe zu bestreiten, was für die Fahrer und Teams bedeutet, das sie sich an diesem Abend nicht wiedersehen werden. Die Fahrer finden sich am Ende der Etappe in einem speziellen Biwak ein. Es ist keine Hilfe von Mechanikern und anderen Teammitgliedern erlaubt. Die Fahrer sind auf sich alleine gestellt und sehen ihre Teamkollegen erst am Ende des kommenden Tages wieder. Der Gesamtstrategie kommt deshalb eine noch größere Bedeutung zu.

Die meisten Fahrer versuchen daher auf dieser Etappe nicht nur schnell ins Ziel zu kommen sondern auch das Material zu schonen, da sie bei Problemen das Bike/ Quad selber wieder in Schuss bringen müssen und die Mechaniker haben somit einen Tag Zwangspause.
Wir haben genauer nachgefragt und wollten wissen was so ein "Freier Tage" für Red Bull KTM Factory Team bedeutet. Stefan Huber als Technischer Manager gab uns einige Antworten.

RedBull.com: Was ist das Beste an einer Marathon Etappe bei der Dakar?

√ Antwort 1: Wir sehen auf diesen Etappen was die einzelnen Fahrer als Mechaniker taugen oder auch eben nicht. Das ganze bringt ein spannendes Zusatzelement in den Wettbewerb.

☐ Antwort 2: Es gibt dem Team die Gelegenheit die Versorgungs-LKW zu organisieren.

☐ Antwort 3: Die Crew kann endlich mal den Stress vergessen, die Stadt erkunden und den freien Tag mit ein paar Bier feiern.

RB: Was stresst Dich an der Dakar?

☐ Antwort 1: Bei der verdienten Dusche am Abend festzustellen, das bereits das warme Wasser verbraucht ist und nun eine schnelle kalte Variante ansteht.

☐ Antwort 2: 10 Stunden auf den Etappen fahren zu müssen während die Kollegen schnarchend im Truck liegen.

√ Antwort 3: Wenn man nach einem harten Tag abends endlich im Schlafsack liegt und ein anderes Team durch stetige Motorentests einem den letzten Nerv raubt.

Marc Coma fährt durch die Landschaften der Dakar
Marc Coma fährt durch die Landschaften der Dakar © Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

RB: Was beeindruckt Dich am meisten seitens der Fans hier in Südamerika?

√ Anwort 1: Die Gastfreundschaft hier. Wir werden überall herzlich empfangen und bekommen sofort Getränke und Nahrung angeboten.

☐ Antwort 2: Die Anzahl der Fans ist beeindruckend. Alle kommen raus und feuern die Fahrer entlang der Strecke an.

☐ Antwort 3: Das Fachwissen. Die Fans hier wissen wirklich was abgeht. Sie kennen die Bikes und Fahrer mit allen Details.

RB: Was wäre die "Romanze" der Dakar 2014?

√ Antwort 1: Marc Coma gewinnt bei seinem Comeback den 4. Titel.

☐ Antwort 2: Chaleco Lopez gewinnt vor den heimischen Fans.

☐ Antwort 3: Auf der Dakar kann nichts romantisch sein, da man den ganzen Tag von schwitzenden Kerlen umgeben ist.

RB: Wie wird das Ende einer weiteren Dakar zelebriert?

√ Antwort 1: Entspannt bei einem Glas chilenischem Wein und einem guten Fischgericht (Alternativ: Bier & Wiener Schnltzel) mit dem Team den Tag ausklingen lassen.

☐ Antwort 2: Im Hafen von Valparaiso nackt in den Pazifik springen.

☐ Antwort 3: Ich werde mich, wenn alles vorbei ist in einem dunklen Zimmer einsperren und einfach nur schlafen für ein paar Tage.

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