Drama bei der Dakar: Etappe 5 wurde gekürzt

Bikes & Quads beenden Etappe 5 vorzeitig. Autos & Trucks fuhren bis zum späten Abend.
Von Tim Sturtridge

Von Chilesito nach Tucuman...

Der fünfte Tag der Dakar Rallye 2014 stand von Anfang an unter dem Vorzeichen für alle Teilnehmer einer der härtesten zu werden. Das Terrain zwischen Chilecito und Tucuman wechselte in hauptsächlich sandige Gegenden, die nicht nur schwer zu navigieren sind, sondern auch Gift für die Motoren. Bei der geforderten Mehrleistung drohten die Aggregate zu überhitzen.

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Doch auch die Fahrer der Bikes und Quads wurden heute extrem gefordert - und auch angewiesen, den heutigen zweiten Abschnitt nicht zu fahren: Zu groß waren die Sorgen, dass die Piloten unter Erschöpfung und Dehydrierung leiden könnten.

Die Motorräder und Quads wurden daher direkt in das Biwak in Tucuman zittiert, welches am 211-Kilometer-Wegpunkt von 527 km der Verbindungsetappe aufgeschlagen wurde. Die Autos und Trucks hingegen durften eine kürzere Version der Etappe weiter fahren und Checkpoint 1 bei 429 Kilometern stellte das heutige Ziel dar.

Coma hat’s unter Kontrolle

Als es in die Wertungsprüfung des heutigen Tages ging, war es Marc Coma vom Red Bull KTM Racing Team, der im Motorradrennen die Vorteile auf seine Zeit zog. Mit einem Vorsprung von 12:54 Minuten in der Etappe gewann er vor Jordi Viladoms. Kuba Przygonski aus Polen holte 22:45 Minuten hinter Coma Rang drei.

Bei den Quads war es Sergio Lafuente aus Uruguay, der die fünfte Etappe anführte. Er gewann mit 1:24 Minuten Vorsprung auf Igniacia Casale. Der gestrige Gewinner Sebastian Husseini soll Berichten zu Folge eine Menge Zeit in einem Kamel-Grasfeld verloren haben.

Sainz & Gottschalk fliegen durch die Wüste
Sainz & Gottschalk fliegen durch die Wüste © Marcelo Maragni /Red Bull Content Pool

Schwieriger Tag für Sainz

Bei den Autos war es an Wegpunkt 5 der Mini-Fahrer Nani Roma, der das Feld mit 18:45 Minuten Vorsprung auf Robby Gordon anführte. Carlos Sainz schien am Morgen etwas Probleme zu haben und sah das Ziel in seinem SMG Buggy eine volle Stunde und 14:53 Minuten hinter Roma.

Bei den Trucks holte sich KAMAZ an Wegpunkt 5 einen Doppelsieg. Dmitri Sotnikov gewann mit nur 2:56 Minuten Vorsprung auf Andrey Karginov. Gerard De Rooy aus den Niederlanden sah weitere 11:01 Minuten dahinter das Ziel.

Marc Comas Mini-Blog…

„Bei den Herausforderungen, denen man auf der Dakar begegnet, wird man schnell erschöpft und kraftlos. Es ist äußerst wichtig, dass man so viel Erholung und Schlaf bekommt wie möglich. Eine Stunde weniger hier und da summiert sich schnell. Das Letzte, was man will, ist, hinter dem Steuer einzuschlafen. Doch es ist gar nicht so einfach, genug Schlaf zu bekommen. Nach dem Ende jeder Etappe ist noch viel zu tun. Man muss mit dem Team und der Presse sprechen, essen, trinken, und das Roadbook für den nächsten Tag vorbereiten.“


Dakar-Alphabet… N wie Nationen

2014 ist Bolivien die 28. Nation, die als Gastgeber der Dakar fungiert. Zu den bisherigen Gastgeberländern zählen: Senegal, Frankreich, Mali, Mauretanien, Niger, Marokko, Spanien, Algerien, Burkina Faso, Libyen, Guinea, die Elfenbeinküste, Tunesien, Ägypten, der Tschad, Portugal, Südafrika, Angola, Argentinien, Kamerun, Gabun, der Kongo, Chile, Namibia, Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone & Peru.

Auf dieser Etappe….

2007: Einer der seltenen Fehler von Vladimir Chagin schmiss ihn aus dem Rennen, als sein Kamaz-Truck umkippte. Der Zar der Wüste kehrte jedoch zurück und beendete seine Karriere schließlich mit insgesamt sieben Dakar-Titeln.

Dakar-Quiz…

Wenn ein argentinisches Kind einen Milchzahn verliert, hofft es, dass ein bestimmtes Tier den Zahn unter dem Kopfkissen hervorholt und durch ein Geldstück ersetzt. Welches Tier ist das?

☐ Maus
☐ Lama
☐ Krokodil

Die Antwort von gestern: Der Gipfel des Berges Aconcagua liegt 6090 Meter über dem Meeresspiegel.

Und morgen…

Bevor Salta, der Ort des Ruhetages, erreicht ist, müssen die Teilnehmer der Rallye Dakar 2014 erst noch den Weg von Tucuman nach Salta bewältigen und sich durch ein Labyrinth von Bergkämmen, Tälern und Flussbetten kämpfen.

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