Teamvorschau WRC 2014: M-Sport

Mikko Hirvonen fährt nächste Saison wieder einen Ford – neben dem walisischen Talent Elfyn Evans.
Redbull.com präsentiert die Teams für die Rally Championship 2014. Dies ist Mads Ostberg.
Mads Ostberg im M-Sport Ford Fiesta © McKlein Image Database
Von Greg Stuart

Fahrer: Mikko Hirvonen und Elfyn Evans

Wagen: Ford Fiesta RS WRC

Teamchef: Malcolm Wilson

Fahrerplätze im Titelkampf 2013: Hirvonen 4., Evans 12. (7. in der WRC2)

Platz in der Konstrukteurswertung 2013: Qatar M-Sport World Rally Team 3., Qatar World Rally Team 4.

Höhepunkt 2013: Thierry Neuville, der sich bei der Wales Rallye GB den zweiten Platz in der Fahrer-Gesamtwertung sicherte.

Tiefpunkt 2013: Das Ausscheiden von Neuville, Juho Hanninen und Evgeny Novikov bei der Rallye Monte-Carlo, während Mads Ostberg mit mangelndem Selbstvertrauen kämpfte, war ein unheilvoller Start in die Saison.

M-Sports junge Fahrer schafften es nicht
Es ist traurig, aber anscheinend funktionierte Malcolm Wilsons Idee eines ,Young Gun’-Teams nicht so richtig. Wilson hatte für 2013 einige der talentiertesten Rallyefahrer in seine Fiestas gesetzt, um zu sehen, ob sie wirklich ganz vorne mitfahren könnten: Evgeny Novikov, Mads Ostberg und Thierry Neuville waren die Hauptakteure. Ehrlicherweise muss man sagen, das von ihnen nur Neuville tatsächlich diese Gelegenheit mit beiden Händen beim Schopf packte.

Bei Novikov sah es so aus, als beendete er jede zweite Rallye damit, dass er seinen Wagen aus den Tiefen irgendeines Waldes ausgraben musste, während der 23-Jährige 2013 im Durchschnitt nur fünf Punkte pro Rallye holte. Leider bedeutet dies, dass Novikov sich nun für die WRC 2014 auf dem Abstellgleis befindet und keine ausreichenden Geldmittel hat, um die gesamte Saison über zu fahren.

Redbull.com präsentiert die Teams für die Rally Championship 2014. Dies ist Mikko Hirvonen, als er 2011 für Ford/M-Sport startete.
Hirvonen kennt und liebt den Fiesta © McKlein Image Database

Ostberg erlebte 2013 ein Wechselbad an Gefühlen, mal schaffte er ein rasantes Tempo, mal hatte er Pech, mechanische Pannen und litt unter mangelndem Selbstvertrauen. Nun wechselt der Norweger zu Citroen, um dort sein WRC-Glück zu finden.

Auch Neuville ist nicht mehr dabei, er wanderte zum neu aufgestellten Hyundai-Team ab. Doch der Belgier zumindest brachte 2013 Malcolm Wilson zum lächeln. Der 25-Jährige schaffte es zur Saisonmitte fünfmal hintereinander aufs Podium und sicherte sich damit einen beeindruckenden zweiten Rang in der Fahrergesamtwertung hinter dem unbezwingbaren Sébastien Ogier von Volkswagen.

Rückkehr von Hirvonen 2014

Für 2014 tauschte Malcolm Wilson jugendlichen Überschwang gegen eine Fahreraufstellung im Stile Meister/Lehrling aus. Mikko Hirvonen ist wieder zurück im Ford Fiesta nach zwei schwierigen Jahren bei Citroen, in denen der Finne 2011 Sébastien Loeb fast den Weltmeistertitel streitig machte. Hirvonen kennt und liebt sowohl den Fiesta als auch das Team, da er sechs Jahre lang als Ford-Werksfahrer im Einsatz war. Die von M-Sport-Mechanikern als Willkommensgruß in das Auto des Finnen gedrückten Ballons während der Testfahrt vor kurzem für die bevorstehende Rallye Monte-Carlo sind Beweis für die enge beiderseitige Verbundenheit.

Redbull.com präsentiert die Teams für die Rally Championship 2014. Dies ist Mikko Hirvonen während der Rally Italia Sardegna 2013.
Das Team vertraute Evans in Italien - zu Recht © McKlein Image Database

Zusammen mit Hirvonen wird der 25-jährige Waliser Elfyn Evans für das Team am Start sein. Evans ist der Sohn des legendären britischen Rallye-Champions Gwyndaf und bewies sein Können, als er den 2012 WRC Academy-Titel mit vier von sechs Siegen in einem Ford Fiesta R2 holte.

2013 machte er seine erste Erfahrung in einem voll ausgerüsteten WRC-Auto, als er bei der Rally d’Italia Sardegna im Auto von Nasser Al-Attiyah an den Start ging und sich für das Vertrauen des Teams mit einem mehr als respektablen sechsten Platz bedankte. Die verbleibende Saison fuhr er weiterhin Rennen in den weniger leistungsstarken RRC- und R5 Fiestas in der WRC2-Klasse, wo er sich einen Sieg und zwei zweite Plätze sicherte, obwohl er nur die Hälfte der Saison am Start war.

Wie muss eine funktionierende Partnerschaft von Hirvonen und Evans also aussehen? Nun, Hirvonen muss sein Selbstvertrauen wiederfinden, das ihm in der letzen Saison abhanden gekommen war, während Evans Zeit brauchen wird, um sich daran zu gewöhnen, einen WRC-Wagen bis aufs Höchste auszureizen, wenn er zukünftig siegreich sein will. Wir bleiben gespannt.

Vorhersage für 2014: Mikko Hirvonens Rückkehr zur Hochform seiner Zeit vor Citroen wird mit Spannung erwarte, und Evans könnte sich als Geheimtipp für Podiumsplätze erweisen…

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