F1-Fahrer bei der Rallye Monte Carlo

F1-Fahrer sind nicht nur auf den Straßen von Monte Carlo schnell unterwegs – auch bei der Rallye.
Robert Kubicas Ford Fiesta RS WRC bei der Rallye Monte-Carlo.
Robert Kubica bei der Rallye Monte-Carlo 2014 © McKlein Image Database
Von Richard Rodgers

Rennfahrer nehmen gerne Herausforderungen an – und eine größere Herausforderung als die Rallye Monte Carlo gibt es kaum. Hier sind sechs Rennstreckenspezialisten, die sowohl auf den Straßen des Fürstentums Rennen gefahren sind als auch bei der berühmten Rallye mit dabei waren.

Robert Kubica

Kubicas „Debüt“ bei der „Monte“ war 2010 schon vorbei, bevor es überhaupt angefangen hatte, als der Motor seines Renault Clios, in dem er teilnehmen wollte, auf dem Prolog seinen Geist aufgab. 2011 wollte er dann in einem Skoda Fabia Super 2000 zurückkehren, doch sein F1-Team von Renault gab ihm nicht die Erlaubnis dazu, da das tschechische Fabrikat von einem konkurrierenden Hersteller stammte und die Live-TV-Übertragungen des Events viele Zuschauer anziehen würden. Keine zwei Monate später zog sich Kubica lebensgefährliche Verletzungen zu, als er mit einem Fabia bei der entspannten Rallye Ronde di Andora in Italien einen Unfall hatte, der seine F1-Karriere beendete.

Kubica kehrte in dem Jahr in einem hochklassigen Ford Fiesta RS WRC zur Rallye Monte Carlo zurück und hatte Aussicht auf den Sieg, als er auf der SS9 mit einem Unfall ausschied. Um das einmal festzuhalten: Kubica zählt seinen zweiten Platz beim verregneten Grand Prix von Monaco 2008 zu seinen besten Rennen.

Stephane Sarrazin in einem Subaru Impreza bei der Rallye Monte Carlo 2005.
Stephane Sarrazin startete fünf Mal bei der Monte © McKlein Image Database

Stephane Sarrazin

Sarrazin, der einen Grand Prix für Minardi fuhr, startete fünf Mal bei der „Monte“. 2011 belegte er den dritten Gesamtplatz, nahm jedoch freiwillig eine Zeitstrafe in Kauf, damit sein Peugeot-Kollege Guy Wilks einen Platz vorrückte – ein erfolgloser Versuch, dem Briten zum Sieg im Kampf um den Titel der Intercontinental Rally Challenge zu verhelfen. Ein Jahr später kehrte die Rallye Monte Carlo auf den WRC-Rennkalender zurück.

Alex Caffi

In Italien nahm Caffi regelmäßig an Club-Rallye-Events teil. 2011 überquerte er die Grenze, um die Große in Angriff zu nehmen. Hinter dem Steuer seines Skoda Fabia S2000 landete er auf einem guten elften Platz. Sein bestes Ergebnis beim Grand Prix von Monte Carlo holte er 1989, als er seinen Dallara von der Scuderia Italia auf den vierten Platz fuhr. Caffi war eines der großen, unterschätzten Talente dieses Sports.

Vic Elford gewann die Rallye Monte Carlo 1968 in seinem Porsche 911
Vic Elford gewann 1968 die Rallye Monte Carlo © McKlein Image Database

Vic Elford

Elford war der letzte Brite, der die „Monte“ gewann, als er 1968 in seinem Porsche 911 den Sieg holte – eine Woche bevor er für den deutschen Hersteller im 24-Stunden-Rennen von Daytona ebenfalls erfolgreich war. Sein bestes Ergebnis beim Grand Prix von Monaco war ein siebenter Platz im Jahr 1969. Sein Spitznamen „Quick Vic“ kommt nicht von ungefähr.

Graham Hill

Angesichts seiner Vorliebe dafür, beim F1-Grand-Prix im Fürstentum zu siegen – er gewann das Rennen fünf Mal – verdient er seinen Spitznamen „Mr. Monaco“ allemal. 1964 nahm Hill auch an der Rallye Monte Carlo teil und saß hinter dem Steuer eines Ford Falcons. Allerdings war er dabei weniger erfolgreich und landete nur auf Platz 107, während Paddy Hopkrik im Mini Cooper den Sieg holte. Man kann nun mal nicht immer gewinnen!

Sir Stirling Moss

Wie Graham Hill genoss auch Moss viele Erfolge beim berühmten Straßenrennen von Monaco. So holte er 1961 in seinem Lotus den ersten Platz. Doch auch bei der Rallye Monte Carlo schnitt er gut ab. Neun Jahre zuvor hatte er in einem Sunbeam Talbot den zweiten Gesamtplatz belegt. Und seine Darbietungen im berühmten Casino sowie den Tip-Top-Bars sollen ebenso legendär gewesen sein….

Hier geht’s zu unserer Event-Seite der Rallye Monte Carlo 2014 mit weiteren Features zum diesjährigen Event.

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