Sébastien Ogier siegt bei der Rallye Monte Carlo

Der Franzose startet stilsicher in die WRC-Saison – mit einem Sieg bei schwierigen Verhältnissen.
Volkswagen-Fahrer Sebastien Ogier im Polo R WRC bei der Rallye Monte-Carlo 2014
Sébastien Ogier Rallye Monte Carlo 2014 © McKlein Image Database
Von Greg Stuart

Sébastien Ogier, Volkswagens Champion von 2013, beginnt die Saison 2014 so, wie er die letzte Saison beendete: Er gewinnt die Rallye Monte Carlo bei schwierigen Bedingungen vor dem französischen Privat-Fahrer Bryan Bouffier.

Kris Meeke, der in seine erste Saison als Citroen-Werksfahrer startete, landete auf einem beeindruckenden dritten Platz, während Teamkollege Mads Ostberg bei seinem ersten Wettkampf im DS3 WRC des Teams den vierten Platz holte.

Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala wurde nach einem schweren Start in die Rallye Fünfter vor dem M-Sport-Fahrer Elfyn Evans, der sein erstes komplettes Jahr in einer erstklassigen WRC-Maschine bestreitet. Der dritte Volkswagen-Fahrer, Andreas Mikkelsen, holte derweil Platz sieben.

Citroen DS3 WRC-Fahrer Kris Meeke bei der Rallye Monte Carlo 2014
Kris Meeke holt seinen ersten WRC-Podiumsplatz © McKlein Image Database

Ogier führte die Rallye ab der neunten Etappe an, nachdem er den bis dahin überraschend führenden Bouffier überholt hatte. Auf der Etappe dominierte der Volkswagen-Fahrer trotz schwieriger Bedingungen und beendete die 49,03 km lange Vitrolles-Faye-2-Etappe ganze 22,8 Sekunden schneller als Ostberg.

Von da an blickt der Champion von 2013 nicht mehr zurück. Obwohl es auf der vorletzten Etappe wegen sich verschlechternden Bedingungen eine Gelbe Flagge gab, fuhr Ogier mit einem Vorsprung von einer Minute und 18,9 Sekunden zum Rallyesieg.

„Es war ein hartes Wochenende. Ich bin froh, die Rallye beendet zu haben!“ sagte Ogier den Journalisten nach der letzten Etappe. „Das Ergebnis ist perfekt.“

Währenddessen würde das Hyundai-Werksteam, das erstmals seit 2003 wieder an der WRC teilnimmt, dieses Debüt wohl lieber vergessen. Thierry Neuville machte auf der ersten Wettkampfetappe einen seltenen Fehler und schied nach einem Unfall mit seinem brandneuen i20 WRC aus der Rallye aus. Und auch die Teilnahme seines Teamkollegen Dani Sordo endete ein paar Etappen später aufgrund von Problemen mit der Elektronik.

M-Sport Ford Fiesta RS WRC-Fahrer Elfyn Evans bei der Rallye Monte-Carlo 2014
Elfyn Evans von M-Sport zeigte eine reife Leistung © McKlein Image Database

Der ehemalige F1-Pilot Robert Kubica hatte beim Start in seine erste Saison in der WRC-Kategorie ebenfalls mit Problemen zu kämpfen. Nach der Hälfte der SS9 versuchte der Pole, der die ersten zwei Etappen der Rallye gewonnen hatte, in einer Rechtskurve zu bremsen. Doch mit nur wenig Grip bei nassen Straßenverhältnissen flog Kubicas Fiesta von der Straße, prallte gegen eine Brücke und blieb rückwärts in den Bäumen stecken. Sowohl er als auch sein Co-Pilot Maciek Szczepaniak blieben unverletzt.

Auch Mikko Hirvonen, der nach zwei Jahren bei Citroen wieder zum M-Sport-Team zurückgekehrt ist, hatte Pech. Der Ford Fiesta RS WRC des Finnen hatte bereits vor der 15. und damit letzten Etappe der Rallye Probleme mit der Lichtmaschine. Doch obwohl er die Etappe in Angriff nahm, gab Hirvonens Wagen nach der Hälfte den Geist auf, und dem Finnen blieb sein sechster Platz verwehrt.

Die drei Bonuspunkte der Power Stage konnte derweil Jari-Matti Latvala für sich verbuchen, nachdem er bei Regen und Nebel von Sospel nach Breil-sur-Roya die schnellste Zeit fuhr. Ogier, der 0,2 Sekunden langsamer ins Ziel kam, ergatterte zwei Punkte, und Meeke konnte sich als Dritter einen Bonuspunkt sichern.

Mehr über den diesjährigen Event erfährst du auf unserer Event-Seite der Rallye Monte Carlo 2014.

read more about
Zur nächsten Story