Gestern und heute: Paddy Hopkirk und Kris Meeke

50 Jahre liegen zwischen den Leistungen der beiden Nordiren bei der Rallye Monte Carlo.
Mini-Fahrer Paddy Hopkirk bei der Rallye Monte Carlo 1964
Paddy Hopkirk auf den Straßen von Monte Carlo © McKlein Image Database
Von Anthony Peacock

Gestern: Paddy Hopkirk

Mini-Fahrer Paddy Hopkirk bei der Rallye Monte Carlo 1964
Paddy Hopkirk bleibt auf dem neuesten Stand © McKlein Image Database

Vor fünfzig Jahren gewann der Nordire Paddy Hopkirk die Rallye Monte Carlo 1964: der erste einer Reihe berühmter Siege für den winzigen Mini. Im Gegensatz zu heute startete die Rallye damals nicht auf dem berühmten Casino Square, sondern mit einer Sternfahrt aus allen Himmelsrichtungen Europas. Hopkrik wählte Minsk als seinen Start aus.

„Wer würde nicht dort hin wollen?“ sagte Hopkirk. „Es war solch ein Abenteuer. Meine Güte, war das ein unheimlicher Ort, als wir dort ankamen. Nachrichten gelangten nicht wirklich hinter den Eisernen Vorhang. Die Sternfahrt war eine ziemlich clevere Idee. Es bedeutete, dass die Sportjournalisten aus all den Städten ihren Bossen sagten, dass sie zu dem Event mussten, der in ihren Heimatstädten gestartet war. Dann kamen sie nach Monaco, saßen in der Bar und tranken Gin Tonics.“

Zumindest einige Dinge ändern sich wohl nie…


Heute: Kris Meeke

Redbull.coms Galerie der Rallye Monte Carlo 2014. Kris Meeke fährt mit seinem Citroen DS3 WRC im Schnee.
Hopkirk glaubt, Meeke startet jetzt durch © McKlein Image Database

Kris Meeke ist seit Hopkirk der erste Nordire, der als Vollzeit-Werksfahrer auf höchstem Rallyesport-Niveau fährt – doch es hat lange gedauert. Nachdem er 2009 die Intercontinental Rally Challenge gewann und durch eine harte Schule gegangen war, sollte er 2012 eigentlich das volle Weltmeisterschaftsprogramm durchlaufen, als das Projekt auf Schwierigkeiten stieß – ironischerweise mit dem Mini-Team.

Jetzt schaltet er einen Gang hoch und ersetzt Sébastien Loeb bei Citroen – mit seinem ersten WRC-Vertrag für eine volle Saison in seiner Karriere. Und bei der Monte Carlo hat Meeke deutlich gezeigt, was er für das Team leisten kann: Sein vernünftiger Fahrstil gepaart mit gelegentlichen Ausbrüchen von unglaublichem Pace bei schwierigen Bedingungen brachte im Rang drei und somit seinen ersten WRC-Podiumsplatz ein. „Ich glaube, ich habe jetzt allen bewiesen, dass ich wirklich eine Rallye fahren kann“, sagte Meeke nach der Zieleinfahrt. „Ich wusste, dass wenn ich erst einmal die Chance auf eine volle Saison erhalte, kann ich entspannt und fehlerlos fahren. Und wenn ich diese Rallye fehlerfrei absolvieren kann, dann schaffe ich das auch bei jeder anderen Rallye.“

Doch die letzten Worte über Meeke überlassen wir Hopkirk selbst, der bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo nichts als lobende Worte für seinen Landsmann übrig hatte: „Ich weiß, dass er Schwierigkeiten hatte, die richtigen Chancen zu bekommen…aber jetzt fährt er für Citroen und am Wochenende hat er gezeigt, zu was er fähig ist. Was man von den Berichten so hört, war es eine sehr schwierige Monte, aber er hat sie mit Bravour gemeistert. Ich glaube, er startet jetzt richtig durch.“

Mehr Artikel über die diesjährige Rallye Monte Carlo findest du auf Redbull.coms Event-Seite.

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