6 Kernfragen zur Schweden-Rallye 2014

Die brandheißen Themen der Schweden Rallye mit dem Sieg von Jari-Matti Latvala im VW.
VW-Pilot Jari-Matti Latvala feiert seinen Sieg bei der Rallye Schweden 2014
Ein verdienter Sieg für Jari-Matti Latvala © McKlein Image Database
Von Greg Stuart

Jari-Matti Latvala behielt in Skandinavien die Nerven und holte sich in seinem VW Polo R WRC seinen dritten Sieg bei der Schweden Rallye. Teamkollege Andreas Mikkelsen wurde Zweiter, Mads Ostberg machte das Podest rund.

Nach einer hart umkämpfen und spannenden Rallye Schweden 2014 schauen wir noch einmal auf die Schlüsselmomente zurück.

1.) Ein Sieg macht einen glücklichen Jari-Matti Latvala

2013 war Jari-Matti Latvala im WRC-Servicepark meist mit frustrierter Miene zu finden: Er fand mit seinem Polo einfach keine konstante Balance, wohingegen Teamkollege Sébastien Ogier ganze neun Siege einfuhr. Latvala selbst gewann letztes Jahr nur eine Rallye, die in Griechenland.

Jari-Matti Latvala zeigte sich entschlossen, dass 2014 nicht so laufen würde. Mit seinem Sieg in Schweden - seinem dritten bei jener Rallye - holte sich der Finne das wichtige Selbstvertrauen, um weiter nach vorn zu preschen. „Es fühlt sich wunderbar an, diese Rallye zu gewinnen, wenn ich ehrlich sein soll“, so Latvala nach der 24. und letzten Etappe. „Das ist eine wahre Erlösung... Griechenland ist schon lange her!“

2) Sebastien Ogier’s Unfall auf Etappe 8 zeigt: Er ist menschlich

Als Sébastien Ogier in einer harmlosen Rechtskurve der achten Etappe von der Straße segelte und dabei über vier Minuten einbüßte, waren seine Rivalen sicher erleichtert eines zu sehen und festzustellen: Der Rallye-Weltmeister ist tatsächlich auch nur ein Mensch und kein Sieg-Roboter.

Es war dennoch einer der ganz seltenen Fehler eines Sébastien Ogier, vermutlich der Fehler, der den Weltmeister von 2013 den Rekord von zwei Rallye-Schweden-Siegen für einen Nicht-Skandinavier hintereinander kostete.

„Ich bin dumm“, sagte ein typisch selbstkritischer Sébastien Ogier, der schließlich auf dem sechsten Rang in der Rallye-Wertung landete. „Ich hatte den schwierigen Teil schon gestern als Erster auf der Strecke absolviert und heute hätte ich einfach fahren müssen. Aber ich machte einen einfachen Fehler. Das ist eine Lektion, die ich für die Zukunft gelernt habe.“

Wenigstens stellte Sebastien Ogier beim legendären Colin’s Crest Sprung einen neuen Rekord auf. Unglaubliche 41 Meter...

3) Wieder Probleme und kein Durchbruch bei Hyundai

Oh-oh. Nach dem unglücklichen Debüt bei der Rallye Monte-Carlo im letzten Monat, sollte die Erfolgsgeschichte von Hyundai bei der Rallye Schweden Fahrt aufnehmen. Mit Thierry Neuville und Juho Hänninen, die früh in den Top Acht lagen, hätte das auch fast geklappt.

Aber Neuville donnerte schließlich gegen einen Felsen und beschädigte sein Rad dabei irreparabel. Wenig später... nun ja... donnerte Hänninen gegen einen Felsen und beschädigte seine Vorderradaufhängung irreparabel. Also zurück auf Anfang bei der Rallye Mexiko.

Juho Hänninen fliegt bei der Rallye Schweden 2014 in seinem Hyundai über den Colin's Crest Jump.
Für Hyundai endete die Rallye mit Unfällen © McKlein Image Database

4) Etappen-Siege für Ott Tänak und Henning Solberg

Was gibt es schöneres als ein paar unerwartete Etappen-Sieger bei einer Rallye? WRC-Rückkehrer Ott Tänak holte sich in seinem M-Sport Ford Fiesta RS WRC in der fünften Etappe den Tagessieg und beendete die Rallye insgesamt auf dem beeindruckenden fünften Platz.

Der allseits beliebte Henning Solberg gewann die Sprintetappe von Hagfors in seinem privaten Fiesta, am Ende wurde es Gesamtrang sieben bei der Schwenden Rallye - nur einen Platz vor seinem Siefsohn Pontus Tidemand.

5) Starker Auftritt von Andreas Mikkelsen

Mit den Titeln bei der Intercontinental Rallye Challenge 2011 und 2012 hat er bereits bewiesen, dass er eine sichere Bank ist. Bei der Rallye Schweden aber ist Andreas Mikkelsen vollends auf der großen Bühne der Rallye Weltmeisterschaft angekommen. Der 24-jährige Norweger holte sich mit einer starken Leistung und vier Etappen-Siegen sein erstes WRC-Podest.

6) Und zum Schluss... Petter Solberg und Stig Blomqvist: die Stars der Historic-Rallye

Während es in der WRC heiß her ging, bekamen die Fans aber auch in der Historischen Rallye einen spannenden Fight zu sehen: Der Weltmeister von 2003, Petter Solberg, nahm es in seinem MK2 Ford Escort mit dem Audi Quattro des Lokalmatadoren Stig Blomqvist auf.

Am Ende triumphierte Petter Solberg, bei dem seine Frau Pernilla als Co-Pilotin fungierte. Er holte seinen zweiten Sieg hintereinander bei der Historischen Rallye.

Mehr Informationen und Features zur Schweden Rallye 2014 gibt es auf unserer Event-Page.

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