Wissenswertes über die Rallye Mexiko 2014

Für die WRC am kommenden Wochenende in Nordamerika solltet ihr folgende Fakten im Kopf haben.
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Von Greg Stuart

Die längste Etappe des Jahres

Zur Rallye Mexiko gehört die längste Etappe der Saison 2014, nämlich die Guanajuatito-Prüfung am letzten Renntag über mörderische 55,92 Kilometer – einen Kilometer mehr als letztes Jahr! Mikko Hirvonen fuhr 2013 auf dieser Etappe für Citroën die schnellste Zeit, als er die – damals – 54,85 Kilometer in 35 Minuten und 58,4 Sekunden bewältigte.

Die Luft ist dünn

Die Rallye Mexiko ist auch die höchste Rallye der Saison 2014. Die Autos müssen an einigen Stellen mit einer Höhe von 2.700 Metern über dem Meeresspiegel zurecht kommen. Der fehlende Sauerstoff in diesen Höhen bedeutet, dass die Autos kaum genug Luft in die Brennkammern ihrer Motoren bekommen und so eine Menge Energie aus den 1,6-Liter-Turbomotoren saugen. Fahrfehler kommen die Piloten teuer zu stehen, da die Autos nach einem Unfall mehr Zeit brauchen, um wieder ein hohes Tempo zu erreichen. Auch die Fahrer leiden aufgrund des Sauerstoffmangels unter einer starken körperlichen Belastung.

Ein Jahrzehnt Rallye Mexiko

2014 feiert die Rallye Mexiko ihr zehjähriges Jubiläum als Teil der WRC. Die Rallye wurde erstmals 1979 unter dem Namen Rallye Amerika veranstaltet. 1998 wurde der Event in den Staat Guanajuato – wo sie heute stattfindet – verlegt. Ihr könnt davon ausgehen, dass die traditionellen Feierlichkeiten im Vorfeld der Rallye in der Stadt (eher als im Staat) Guanajuato – als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt – dieses Jahr besonders ausgedehnt sein werden.

Unter der Erde

Die Rallye Mexiko hat als einzige der Rallyes im WRC-Kalender einen erwähnenswerten unterirdischen Abschnitt. Auf der Eröffnungsetappe in Guanajuato fahren die Piloten auf der 1,01 Kilometer langen Special Stage durch die alten Silberminen der Stadt – die ebenfalls Weltkulturerbe der UNESCO sind. Wenn die Autos wieder die Straßen von Guanajuato erreichen, werden sie von 400.000 Fans in Empfang genommen, die bei diesem Event erwartet werden.

Sébastien Ogier gewann die Rallye Mexiko 2013.
Sébastien Ogier möchte noch so ein Paar Stiefel © McKlein Image Database

Jari-Matti Latvala übernimmt erstmals die WRC-Führung

Auf der Ralley Mexiko geht Jari-Matti Latvala zum ersten Mal bei einem Event als Führender in der Gesamtwertung der World Rally Championship an den Start. Der Volkswagen-Fahrer liegt nach seinem Sieg in der Rallye Schweden letzten Monat mit fünf Punkten vor seinem Teamkollegen Sébastien Ogier. Der Finne hat mit dem Mental Coach Christoph Treier zusammen gearbeitet, um seine Leistungen zu steigern – es scheint zu funktionieren!

Debüt von Chris Atkinson für Hyundai

Hyundai wird Chris Atkinson im zweiten i20 WRC des Teams bei der Rallye Mexiko 2014 zum ersten Mal ins Rennen schicken. Das Team erwartet von Atkinson und dem Teamkollegen Thierry Neuville Großes, da das beste Ergebnis von Hyundai seit der Rückkehr in die WRC 2014 ein wenig befriedigender 19. Platz von Juho Hänninen in der Rallye Schweden war.

Sébastien Ogier könnte es Sébastien Loeb gleichtun - nur er gewann bisher die Rallye Mexiko mehrmals

Sébastien Ogier könnte Sébastien Loebs Rekord an diesem Wochenende einstellen, und der erste Mehrfachsieger der Rallye Mexiko seit der Wiederaufnahme der Rallye in den WRC-Kalender werden. Nur Ogier, Loeb, Marko Märtin und Petter Solberg haben diesen Event bereits ein Mal gewonnen - Loeb sechs Mal zwischen 2006 und 2012. Ein Sieg brächte Ogier außerdem den Bonus, seine Garderobe etwas aufpeppen zu können – der Sieger der Rallye Mexiko darf nicht nur den Champagner spritzen lassen, sondern erhält auch ein Paar lederne Cowboystiefel!

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