Psst… das Setup von Ryan Dungeys Supercross-Bike!

Wir liefern euch exklusive Infos zur Einstellung der KTM 450SX-F des amerikanischen Riders.
Ryan Dungey lässt beim St Louis Supercross im März 2014 sein Bike einstellen.
Ryan Dungey will genau das richtige Bike-Setup © Cudby. S/KTM Images
Von Aaron Hansel

Ein Rennmotorrad ist eine persönliche Sache und jeder Fahrer hat seine ganz bestimmten Vorlieben in Bezug auf das Setup seiner Maschine. Man muss sich ja schließlich auf seinem Motorrad wohlfühlen, wenn man die besten Rider der Welt schlagen will. Wir sprachen mit Ryan Dungeys Mechaniker Carlos Rivera, um herauszufinden, wie der Red Bull KTM-Pilot seine 450SX-F mag.

Federung

Bei der Federung entscheidet sich Ryan von Rennen zu Rennen anders. Manchmal stellen wir sie fest ein, manchmal weicher, doch diese Saison haben wir bisher eher auf eine weiche Federung gesetzt. Manche Jungs mögen eine wirklich starre Gabel und einen weichen Stoßdämpfer, aber er ist da ziemlich neutral; er will Ausgeglichenheit. Aber wir arbeiten immer weiter an Verbesserungen, das hört nie auf. Man muss versuchen, die Einstellungen immer weiter zu verbessern, weil alle anderen das auch tun. Wir versuchen ein neues Setup, und wenn es gut ist, dann bleiben wir dabei. In Bezug auf die Federung ist er im Vergleich zu den sonstigen Einstellungen am Motorrad geradezu pedantisch – plüschig-weich, das will er, und das bei einem Dirt-Bike hinzukriegen, ist keine leichte Aufgabe.

Ryan Dungey lässt im März 2014 beim St Louis Supercross sein Bike einstellen.
Startklar fürs letzte Wochenende beim St Louis © Garth Milan

Kraftentfaltung

Ryan mag es, wenn sein Motor sehr ruhig läuft, will aber bei Bedarf auch aggressiv mit ihm fahren können. Es ist ein Balanceakt zwischen einer ruhigen Kraftentfaltung und einem aggressiven Motor.

Reifen

Ryan ist wirklich unproblematisch, wenn es um Reifen geht. Er fährt praktisch das gesamte Jahr über vorne mit den gleichen Soft-Intermediates. Auch der Hinterreifen ist fast immer gleich, es sei denn, der Boden ist richtig hart. Bei einem extrem harten Boden ziehen wir einen aggressiven Reifen für harten Boden auf. Ansonsten fährt er mit den gleichen Reifen, egal ob auf hartem, weichem oder schlammigem Untergrund. Er fährt auch die gesamte Woche lang mit den gleichen Reifen und will sie auch am Renntag nicht wechseln. Er möchte etwas Vertrautes haben, was vorhersehbar ist, nicht etwas, dessen Reaktionen auf bestimmten Streckenabschnitten nicht abzusehen ist.
 

Ryan Dungey lässt sein Bike im März 2014 beim St Louis Supercross einstellen.
Mit einem guten Bike-Setup schafft Dungey so etwas © Cudby. S/KTM Images

Steuerung und Ergonomie

Ryans Lenker und Handgriffe sind den ganzen Tag lang in Bewegung, bis kurz vor dem Hauptevent. Normalerweise starten wir mit dem Lenker in einer Standardstellung, aber er bewegt die Steuerelemente sehr oft nach oben und unten – ich weiß nicht genau, warum. Am Ende der Nacht stellen wir dann manchmal wieder die Anfangsposition ein! Aber ich würde ihn nicht als wählerisch bezeichnen. Er gibt immer 100 Prozent, und von uns erwartet er das gleiche. Meine Aufgabe ist es, sein Leben leichter zu machen, also halte ich ihn für überhaupt nicht wählerisch.

Sitz

Ryans Sitzhöhe ist normal, aber er mag den gerippten Bezug. Es sieht aus, als liefen Gurte über die Oberseite. Manche Fahrer benutzen diesen Bezug nur bei Schlamm, aber er auch unter normalen Bedingungen, weil er den extra Halt mag.

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