Die Top-Themen der Rallye Portugal 2014

Die News, der Klatsch und die Statistiken: Wir verraten, was rund um den Servicepark los war.
© Volkswagen Motorsport
Von Greg Stuart

Die Rallye Portugal ist vorbei, und der Sieg ging erneut an Sébastien Ogier – es ist sein vierter Sieg bei diesem Event und sein dritter in diesem Jahr. Aber nur weil am Ende wieder mal der Franzose die beste Zeit holte, war die Rallye keineswegs langweilig…

Wer kann Ogier aufhalten?

Am Ende der Rallye lehnte ein etwas deprimiert wirkender Jari-Matti Latvala an seinem Wagen, biss in ein Schinkensandwich und sagte mit einem Achselzucken: „Ich hoffe, dass wir Sébastien herausfordern können und die Meisterschaft interessant bleibt. Sollte er die restlichen Rallyes allesamt gewinnen, wird es langweilig.“ Angesichts der Tatsache, dass erst vier Runden absolviert sind und Latvala die erste Runde in diesem Jahr selbst gewann, erkennt man, welch ein Problem Ogier und sein Volkswagen Polo R WRC derzeit für die Konkurrenz darstellen.

Die Recce war in Portugal ein Schlag ins Wasser

Weil über 60 Millimeter Regen auf die Etappen fielen, geriet die Recce beinahe so actionreich wie die Rallye selbst. Mal kamen die Wagen aufgrund der Überschwemmungen von der Straße ab (wie im Falle von Abdulaziz Al-kuwari, dem die M-Sport-Teamkollegen Robert Kubica und Elfyn Evans zurück auf die Bühne halfen), mal wurden sie sogar von einem Fluss weggeschwemmt (wie im Falle des portugiesischen WRC2-Piloten Bernardo Sousa).

Der überschwemmte Servicepark der Rallye Portugal 2014.
Der Servicepark in Portugal am Montag © McKlein Image Database

Für die Wagen war die Rallye Portugal wie immer ein Härtetest

Kris Meeke, Robert Kubica, Ott Tänak, Thierry Neuville, Jari-Matti Latvala, Elfyn Evans, Juho Hänninen – sie alle hatten auf den staubigen Etappen der Algarve erhebliche Probleme. Portugal gilt als besonders brutale Rallye. Grund ist die Kombination aus engen, technisch anspruchsvollen Abschnitten und blinden Scheitelpunkten, an denen sich die Fahrer vollkommen auf die Genauigkeit ihrer Streckennotizen verlassen müssen.

Die wichtigste Statistik der Rallye

Seb Ogier erzielte mit Volkswagen den achten Sieg in Folge und stellte damit Citroëns Rekord aus dem Jahr 2011 ein, den Ogier damals an der Seite von Sébastien Loeb selbst aufgestellt hatte. Sollten Ogier, Latvala oder Andreas Mikkelsen auch in Argentinien gewinnen, wäre Volkswagen alleiniger Rekordhalter.

Zitate der Rallye

Seb hat die Reifen außerordentlich gut im Griff. Ich gehöre schon zum alten Eisen – den Trick lerne ich nicht mehr.

„M-Sport“-Teamchef Malcolm Wilson irrt sich, wenn er glaubt, dass sein Pilot Mikko Hirvonen seinen Fahrstil ändert, um Gummi zu sparen.

Mikko Hirvonen vom Team M-Sport bei der Rallye Portugal 2014.
Mikko Hirvonen bezeichnet sich als "altes Eisen" © McKlein Image Database

Ich habe allen gesagt, dass die erste Kurve der Etappe flach ist, aber das war sie nicht. Ich habe versucht, euch alle in die Irre zu führen.

Mads Østberg setzte vor der Abschlussetappe, der sogenannten „Power Stage“, auf Psychospielchen.

Alter, war das krass!

Ein erschrockener Jari Ketomaa gibt ehrliche Auskunft über den Moment, als sein Ford Fiesta R5 die Straße hinunterpurzelte, nachdem er gegen einen Baum geprallt war.

Wir haben unser Gewicht in Olivenöl gewonnen. Sollte es in Südfrankreich jemanden geben, der einen Truck besitzt, wäre das gut – in mein Gepäck passt es nämlich nicht!

Im Haushalt von Julien Ingrassia wird künftig eine Menge Salat zubereitet. Für ihre Leistung bei der Rallye Portugal gewannen er und sein Fahrer Sébastien Ogier jeweils um die 80 kg Olivenöl.

Ich gebe die ganze Zeit über Vollgas!

Henning Solberg erwies sich als Bleifuß. Der 41-jährige Norweger zeigte dem Nachwuchs, wie man’s macht, und landete mit seinem Ford Fiesta RS auf Rang fünf. Für Solberg war es in diesem Jahr erst die zweite WRC-Runde.

Das Foto der Rallye

Julien Ingrassia folgt Sebastien Ogier bei der Rallye Portugal 2014 auf einem Fahrrad.
Julien Ingrassia besteigt sein Fahrrad. © McKlein Image Database

„Ich habe die Schlüssel, das Telefon, das Portemonnaie – aber irgendwas fehlt noch…“ Sébastien Ogier lässt seinen Co-Piloten Julien Ingrassia beim Verlassen des Parc fermé auf dem Fahrrad nachrücken.

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