Knight gewinnt zehnte Ausgabe des „Tough One“

David Knight drückt mit seinem sechsten Sieg (Rekord!) dem „Tough One“ seinen Stempel auf.
© Jonty Edmunds/Future7Media
Von Robert Lynn

Bei seiner Rückkehr zum Hard Enduro nach einer vierjährigen Abwesenheit von diesem Event bewies David Knight, dass er nichts von seinem Tempo und seinem Elan für das Rennen verloren hat. Der für 2014 ausgesuchte neue Austragungsort sorgte für viel Gerede darüber, wer den Ton angeben würde, und Knight stahl schließlich allen die Schau – er holte sich in der 10. Auflage des Rennens den Sieg.

„Ich bin überglücklich, dieses Rennen zu gewinnen und im Hawkstone Park alle geschlagen zu haben”, sagte Knight, nachdem er die Ziellinie nach einem sehr harten dreistündigen Rennen überquert hatte.

HusabergTough One 2014
Der Start der 10. Auflage vom Tough One © Jonty Edmunds

Doch es war kein Kinderspiel für den Piloten von der Isle of Man. Nachdem er sich an dem früh in Führung gegangenen Jonny Walker in Runde zwei vorbei geschoben hatte, geriet Knight in ernsthafte Schwierigkeiten, als sich ein Seil in sein Hinterrad verhedderte und ihn zum Stürzen brachte. Er konnte sich wieder aufrappeln und weiterfahren – allerdings mit einem Rückstand von über fünf Minuten auf Walker. Doch Knight holte auf dem anspruchsvollen Parcours alles aus seiner Maschine heraus und kämpfte sich schnell wieder an Walker heran. Nach zwei Stunden setzte er sich erneut an die Spitze des Feldes.

„Als ich stürzte, dachte ich, das Rennen sei für mich gelaufen”, kommentierte Knight, „aber ich weigerte mich aufzugeben. Ich hängte mich also voll rein und gab Gas. Als ich merkte, dass ich Walker näher kam, wusste ich, dass ich gewinnen konnte. Ich war total am Ende, als ich ins Ziel fuhr – das war ein hart erkämpfter Sieg.”

Als ich stürzte, dachte ich, das Rennen sei für mich gelaufen.

– David Knight

Holeshot, gegen Knight kämpfen und dann einen großen Vorsprung herausfahren – es sah aus, als habe Walker alles richtig gemacht und sei auf dem Weg zum Sieg. Doch als Knight sich an seine Fersen heftete, hatte er ihm nichts weiter entgegen zu setzen und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben.

„Als Knight seine Aufholjagd hinter mir begann, konnte ich mein Tempo nicht steigern”, erklärte Walker. „Er hatte heute eine Mission – niemand konnte ihn aufhalten. Der zweite Platz ist unbefriedigend, aber ich habe alles gegeben.“
 

Jonny Walker HusabergTough One 2014
Walker übernahm früh die Führung © Jonty Edmunds

Alfredo Gomez konnte mit dem Tempo des Duos an der Spitze nicht mithalten und landete mit großem Rückstand als Dritter auf dem Podium. Der Spanier hatte einen guten Start, fand bald seinen eigenen Rhythmus und konnte einen späten Angriff von Graham Jarvis erfolgreich abwehren. Gomez wurde Dritter – und fuhr so in der Saison 2014 erstmals unter die Top Drei, nachdem er aufgrund einer Blinddarmentzündung das Hell’s Gate verpasst hatte.

„Es ist klasse, auf dem Podium zu stehen“, strahlte Gomez. „Es war ein hartes Rennen. Das Tempo war hoch und die Strecke was mörderisch – ich freue mich, dass ich den dritten Platz errungen habe.”

Jarvis startete langsam – mit einem Viertaktmotor anstatt seinem üblichen Zweitaktmotor – und arbeitete sich im Laufe des Rennens immer weiter nach vorne. Zu Beginn litt der für Husqvarna startende Pilot unter „Arm Pump“-Problemen, doch in der letzten Phase des Rennens holte er auf und wurde am Ende Vierter.

Paul Bolton machte während des gesamten Rennens Gomez und Jarvis das Leben schwer und wurde schließlich Fünfter. Trotz eines schweren Sturzes in der zweiten Runde kämpfte sich Andreas Lettenbichler auf Rang sechs zurück.
 

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