Gestern/Heute: Peugeot 205 T16 und Peugeot 208 T16

Wir werfen einen Blick auf die Debüts von Peugeots neuestem Rallye-Wagen und seinem Gruppe-B-Ahnen.
Craig Breen fährt mit dem Peugeot 208 T16 bei der Acropolis-Rallye 2014.
Der 208 T16 bei der Acropolis-Rallye © Peugeot
Von Richard Rodgers

Peugeots Neustart im Offroad-Motorsport läuft derzeit wie am Schnürchen: Letzten Sommer stellte Sébastien Loeb beim Pikes Peak International Hill Climb in seinem 875 PS starken 208 T16 Pikes Peak einen Rekord auf, und letzten Monat beeindruckte der französische Hersteller mit der Präsentation des Peugeot 2008 DKR, mit dem das Team bei der Dakar antritt.

Noch dazu konnte die Welt im März dieses Jahres einen ersten Blick auf Peugeots neueste Rallye-Maschine werfen, den 208 T16. Die Präsentation erfolgte genau 30 Jahre nach dem Debüt von Peugeots berühmtem Gruppe-B-Rallye-Wagen, dem 205 T16. Grund genug für Redbull.com, die Debüts der beiden Rennmaschinen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Gestern: Peugeot 205 T16 gewinnt und geht in Flammen

Alle Augen waren auf den 205 T16 gerichtet, als Peugeot den revolutionären Rallye-Wagen bei der Tour de Corse 1984 zum ersten Mal an den Start gehen ließ. Und nach nur zwei Etappen konnte Ari Vatanen in der Rennbestie mit Mittelmotor den ersten Etappensieg holen – im Kampf gegen eine weitere Rallye-Ikone der Zukunft, die an jenem Wochenende Debüt feierte: dem Audi Sport Quattro.

Bis zur achten Etappe hatte Vatanen es an die Spitze der Gesamtwertung geschafft, konnte die Führung auf der Mittelmeerinsel jedoch nicht halten. Am Morgen des letzten Renntages kam Vatanen auf der ersten Etappe von der regennassen Straße ab und überschlug sich. Der Finne und sein britischer Co-Pilot Terry Harryman blieben unversehrt – was man jedoch nicht von dem Wagen sagen konnte. Das Auto fing Feuer und wurde von den Flammen zerstört. Während Vatanen nicht weiter an der Rallye teilnehmen konnte, fuhr Testpilot Jean-Pierre Nicolas im zweiten Wagen bis ins Ziel und wurde Vierter.

Heute: Peugeot 208 T16 mit doppeltem Erfolg

30 Jahre nach dem Debüt des 205 T16 auf Korsika schien sich die Geschichte zu wiederholen: Der brandneue 208 T16 zeigte bei der internationalen Rallye sein Leistungsvermögen, und der niederländische Fahrer Kevin Abbring holte den ersten Etappensieg im neuen Wagen auf der zweiten Etappe der Acropolis-Rallye, die Teil der Europäischen Rallye-Meisterschaft war. Wie Vatanen lag auch Abbring in Führung, als er seine Teilnahme beenden musste. Sein Abgang war jedoch weniger dramatisch: Ein Wasserleck brachte den Turbomotor zum überhitzen und beendet die Rallye für den Niederländer.

Nachdem Abbring und sein britischer Co-Pilot Seb Marshall ausgefallen waren, wandten alle ihre Aufmerksamkeit dem Zweitwagen zu, in dem Craig Breen und Scott Martin an den Start gegangen waren. Das Team holte sich bei Etappe fünf die Führung und der Ire Breen fuhr zum historischen Sieg in Griechenland.

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