ErzbergRodeo: Jonny Walker kommentiert die Strecke

Der Gewinner des Red Bull Hare Scramble 2012 erklärt uns das heimtückische Hard-Enduro-Rennen.
© Jonty Edmunds/Red Bull Content Pool
Von Jonty Edmunds

Viele fürchten es, nur wenige bewältigen es: Das Red Bull Hare Scramble, das Hauptrennen beim alljährlichen Hard-Enduro-Event ErzbergRodeo, ist legendär. Furchteinflößende Anstiege, vertikale Abfahrten, gewaltige Felsbrocken, mörderische Waldabschnitte und 499 Gegner, die allesamt versuchen, dich aufzuhalten – dieses Rennen zu beenden, ist keine leichte Aufgabe.

Jonny Walker gewann das Rennen 2012 und ist bestens mit dem Red Bull Hare Scramble vertraut. RedBull.com erklärt er die wichtigsten Abschnitte des Rennens.

Unterschätzt nicht den Prolog!

Der Prolog ist enorm wichtig und nicht zu unterschätzen. Ein Startplatz in der ersten Reihe ist beim Red Bull Hare Scramble von großem Vorteil. Es geht in rasantem Tempo den Berg hinauf. Das Bike ist in einem Topzustand, trotzdem versucht man immer noch schneller zu werden. Es ist wie ein Straßenrennen für Endurofahrer.

Zittern an der Startlinie

Es ist komisch, aber ich mag den Start nicht besonders. Da bin ich am aufgeregtesten. An der Startlinie zu stehen, am Boden eines riesigen Steinbruchs, und mit 499 anderen Fahrern auf das Startsignal zu warten, ist nervenaufreibend. Der Magen spielt verrückt. Aber sobald du dein Bike startest, bist du fokussiert.

Sei auf jedes Wetter vorbereitet!

Im einen Moment scheint die Sonne, im nächsten Moment fällt Schnee. Am Erzberg muss man auf alles gefasst sein. Man kann nur beten, dass es am Renntag nicht allzu stark regnet.

Mit Vollgas voraus!

Mir gefallen vor allem die ersten Abschnitte des Rennens. Sie sind nicht allzu schwierig, aber die Anstiege sind extrem steil, deshalb muss man so schnell wie möglich fahren. Zu diesem Zeitpunkt hat das Rennen endlich begonnen, und du spürst das Adrenalin. Ich konzentriere mich jetzt darauf, die richtige Line zu finden, Vollgas zu geben und die Gänge zu wechseln.

Versteckte Gefahren

Der Erzberg ist bekannt für seine steilen Anstiege und Abschnitte wie Carl‘s Diner, aber die richtig fiesen Sachen befinden sich im Wald. Man weiß einfach nie, was einen dort erwartet. Oft gibt es nur eine Line, und die befindet sich meist in einer „No Help Zone“, ist also extrem schwierig zu fahren.

Carl’s Diner bezwingen

Carl‘s Diner ist der vermutlich bekannteste und meistgefürchtete Abschnitt der Strecke. Ich empfinde eine Art Hassliebe zu ihm. Sobald man ihn erreicht, weiß man, dass das Ende in Sicht ist, allerdings ist man zu dem Zeitpunkt schon völlig erschöpft. Arme und Beine sind schwer wie Blei, und vor einem liegt immer noch eine ganze Meile voller Felsbrocken. Carl‘s Diner zu überwinden, ist eine große Erleichterung.

D-D-D-Dynamite

Dynamite bringt mich immer zum Grinsen – von oben aus kann man fast schon das Ziel erkennen. Es ist ein gigantischer Haufen loser Steine. Es ist fast unmöglich, hier Grip zu finden, und man muss schwer schuften, um nach oben zu kommen. Abhängig von der Line, die man sich ausgesucht hat, kann man davon ausgehen, dass man sein Bike schieben, ziehen und zerren muss. Und wenn gar nichts mehr geht, muss man das Bike nach oben schießen.

Bierzelt

Das Bierzelt am Erzberg ist legendär. Am Ende eines jeden Renntages ist es für alle der wichtigste Treffpunkt. Hier geht’s immer ab!

Freude über die Zielflagge

Die Ziellinie 2012 als Erster zu überqueren, war der größte Moment meines Lebens. Man kann es nicht beschreiben. Alle Hindernisse überstanden zu haben, ist unglaublich. Ich werde meinen Sieg beim Red Bull Hare Scramble niemals vergessen – und ich würde ihn sehr gerne wiederholen…

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