Die Top-Themen der Rallye Argentinien 2014

Jari-Matti Latvala siegt in Südamerika – und wir liefern die Zusammenfassung der gesamten Action.
Jari-Matti Latvala bei der Rallye Argentinien 2014.
Ein überglücklicher Jari-Matti © McKlein Image Database
Von Greg Stuart

Es gibt einen Grund, warum die Rallye-Weltmeisterschaft den weiten Weg nach Córdoba in Argentinien auf sich nimmt – und es ist ganz sicher nicht die günstige Lage! Die schwierigen Schotterpisten und wechselhaften Bedingungen der Rallye Argentinien sorgen für einige der besten Action-Momente der WRC und stellen Nerven, Ausdauer und Geduld der Fahrer auf eine harte Probe.

In diesem Jahr ging Jari-Matti Latvala erfolgreich aus der Zerreißprobe hervor, nachdem er sich beharrlich und entschlossen gezeigt hatte. Hier kommen die wichtigsten Gesprächsthemen der Rallye…

Latvala zurück im Aufholkampf

Nach der Rally de Portugal zeigte sich Jari-Matti Latvala ernsthaft besorgt, dass weder er noch irgendein anderer Fahrer in dieser Saison überhaupt einen Sieg würde einfahren können – sein Volkswagen-Teamkollege Sébastien Ogier war einfach zu dominant. Der Finne brauchte unbedingt einen Erfolg, um sein Selbstvertrauen zu stärken – und genau das wird der Sieg in Argentinien – der Zehnte seiner Karriere – ihm sicherlich geben. In Südamerika zeigte Latvala sich kämpferisch, selbstsicher und unglaublich schnell – JML, wie wir ihn von früher kennen.

Argentiniens Straßen – gemeingefährlich wie eh und je

Wie auch bei der Rallye Portugal im letzten Monat war die Rallye Argentinien ein zermürbender Krieg auf der Straße. Citroëns Mads Østberg musste nach einer Handverletzung auf Etappe neun aufgeben, nachdem er schon in der WP2 seinen Wagen stark beschädigt hatte und unter Rallye-2-Bedingungen neu gestartet war. Auch Hyundai hatte schon zu Beginn der Rallye mit Problemen an beiden Wagen zu kämpfen. Dennoch kämpfte sich Thierry Neuville erfolgreich auf Platz fünf zurück. Für das Team M-Sport sah es nicht besser aus: Mikko Hirvonen war auf der zweiten Etappe in eine Betonmauer gefahren und hatte seine Vorder- und Hinterradaufhängung beschädigt. Bei Volkswagen hinderte ein Problem mit der Lichtmaschine Andreas Mikkelsen in der WP5 am Weiterfahren, während Sébastien Ogier in der WP8 mit einem Reifenschaden zu kämpfen hatte.

Robert Kubica kommt nicht vom Weg ab

Robert Kubicas Rallye-Karriere ist etwas langsam in Schwung gekommen – in den ersten vier Rallyes des Jahres musste er dreimal aufgeben und kam in Schweden nur auf den 26. Platz. Mit den bisherigen Ergebnissen im Hinterkopf sollte der polnische Fahrer mit seiner vorfallsfreie Leistung und dem sechsten Platz in Argentinien mehr als zufrieden sein – wie auch seine Mechaniker, die den Wagen dieses Mal nicht wieder zusammenflicken müssen!

Volkswagen mit neuem Rekord

Mit neun Siegen hintereinander stellt Volkswagen einen neuen Hersteller-Rekord für die meisten Siege in Folge auf. Zuvor hielt diesen Rekord das Team von Citroën mit dem französischen Super-Duo Sébastien Loeb und Sébastien Ogier.

Zitate der Rallye

Ich fuhr durch eine Vollgas-Kurve. Dann sah ich eine weitere Kurve und dachte, es wäre ebenfalls eine Vollgas-Kurve – ich weiß nicht, was mich so durcheinander gebracht hat.

Mikko Hirvonen, der eine sehr langsame Linkskurve mit einer sehr schnellen Linkskurve verwechselte, seinen M-Sport Ford Fiesta dabei gegen eine Betonmauer fuhr und aus dem Rennen ausschied.

Es ist die schlimmste Sonderprüfung der Saison… Ich fahre einfach nur wie auf einer Überführungsstrecke.

Seb Ogier war überhaupt nicht zufrieden mit dem Ende der WP13. Der Franzose fuhr die 22,07 km lange Guilio Cessare/Mina Clavero-Etappe ganze 35,9 Sekunden langsamer als Mikko Hirvonen.

Ich bin auf Nummer sicher gefahren – ich glaube sogar, gemessen an meinem Standard hätte ich nicht vorsichtiger fahren können!

Robert Kubica wollte nur eines: auf dem schwierigen argentinischen Terrain mit seinem RK M-Sport Ford Fiesta langsam, aber sicher ins Ziel kommen.

Rallye-Statistik

10 – Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass bei der Rallye Argentinien jemand anderes als Sébastien Loeb siegte. Loeb gewann die Rallye acht Mal für Citroen (2005-2013), wobei der Event 2010 nicht Teil der WRC war.

Das Foto der Rallye

Dani Sordo fährt bei der Rallye Argentinien 2014 durch's Wasser.
Die Kids bleiben von Sordos Spritzwasser verschont © McKlein Image Database

Du willst auch von unterwegs jederzeit auf das Beste von RedBull.com zugreifen können? Dann hol dir die mobile App auf RedBull.com/app.

read more about
Zur nächsten Story