Iván Cervantes: Der Kampf gegen den „Iron Giant“

Der vierfache Enduro-Weltmeister spricht über seine erste Teilnahme am Erzbergrodeo.
Ivan Cervantes beim Erzbergrodeo 2013 in Erzberg, Österreich.
Cervantes: „Erzberg ist ein fantastisches Rennen.“ © Jonty Edmunds/Red Bull Content Pool
Von Robert Lynn

2013 trat Iván Cervantes erstmals beim Erzbergrodeo an. Zur Begrüßung fiel Schnee, aus dem schon bald sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen wurden. Dementsprechend schwer hatte es der vierfache Enduro-Weltmeister, das Ziel zu erreichen. Aber was ist am Erzberg schon leicht?

2014 kann Cervantes aufgrund seiner EWC-Verpflichtungen nicht am Red Bull Hare Scramble teilnehmen. Hier erinnert er sich daran, wie es war, gegen den „Iron Giant“ anzutreten.

„Das Erzbergrodeo ist ein fantastisches Extremrennen, mit Abstand das beste der Welt. Das gesamte Wochenende ist der reine Wahnsinn. Die Teilnehmerzahl ist unglaublich – ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen. Die ersten zwei Prolog-Tage haben großen Spaß gemacht. Mir hat vor allem die rasante Fahrt den Berghang hinauf gefallen. Das Tempo war krass.“

Ivan Cervantes beim Erzbergrodeo 2013 in Erzberg, Österreich.
Cervantes gab 2013 sein Debüt © Jonty Edmunds/Red Bull Content Pool

„Im Mittelpunkt steht das sonntägliche Red Bull Hare Scramble, bei dem 500 Fahrer versuchen, einen Berg zu bezwingen. Das Rennen dauert nur vier Stunden, aber man ist bereits nach zwanzig Minuten erschöpft. Als ich ins Ziel kam, war ich völlig erledigt. Es war das Härteste, was ich jemals gemacht habe.“

Einige Abschnitte schienen fast unmöglich zu sein.

„In einigen Abschnitten schien es fast unmöglich zu sein, einen Weg hinaus zu finden. Ich habe mich umgeschaut und wusste, dass alle anderen dasselbe denken. Aber irgendwie klappt es dann doch. Man kann das Rennen nur gemeinsam durchziehen. Ich habe einen Fahrer einen Hügel hochgezogen, und er hat später mir geholfen. So etwas ist durchaus häufiger passiert. Diese Form von Fairness ist typisch im Endurosport.“

Ivan Cervantes beim Erzbergrodeo 2013 in Erzberg, Österreich.
Der Kampf mit dem Iron Giant © Jonty Edmunds/Red Bull Content Pool

„In dem Abschnitt Carl’s Diner wäre ich fast an meine Grenzen gestoßen. Man muss dort einen Kilometer weit durch ein Feld mit riesigen Felsbrocken hin und wieder zurück fahren. Ich wollte immer wieder aufgeben, aber ich habe durchgehalten und es irgendwann hinausgeschafft.“

„Ich war überglücklich, als Achter das Ziel erreicht zu haben. Mit einem Platz unter den Top Ten hätte ich aufgrund der Schwierigkeit niemals gerechnet. Die sieben Fahrer, die vor mir lagen, hatten allesamt Trials-Erfahrung. Für mich als ehemaligen Motocrossfahrer war Platz acht wie ein Sieg.“

„Leider kann ich in diesem Jahr nicht erneut antreten, weil ich mich für die Enduro-Weltmeisterschaft verpflichtet habe. Ich hoffe, im nächsten Jahr wieder gegen den Iron Giant antreten zu können. Ein Platz unter den ersten Fünf sollte drin sein. Mit der richtigen Vorbereitung und mehr Erfahrung schaffe ich das. Ich habe am Erzberg noch einiges vor!“

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